Ein Berg Medikamente liegt auf dem Tisch in den Farben rosa, weiß und braun
+
Apps zur Medikamenten-Einnahme können sehr nützlich sein (Symbolfoto).

Stiftung Warentest

Allergie und Asthma bronchiale: Diese Apps helfen bei der Medikamenten-Einnahme

  • Christine Pander
    vonChristine Pander
    schließen

Jährlich kommt es Studien zufolge zu 250 000 Notfällen, die wegen Fehlern bei der Medikamenteneinnahme in Kliniken behandelt werden müssen. Apps zur Medikamenteneinnahme sollen dies verhindern. Die Stiftung Warentest hat einige von ihnen überprüft.

Berlin – Wer regelmäßig mehrere Medikamente einnehmen muss, verliert im schlimmsten Fall den Überblick: Jahr für Jahr landen aus diesem Grund Tausende Menschen in den Notaufnahmen von Kliniken. Vorsicht bei der Medikamenteneinnahme ist daher lebenswichtig.

Manche Wirkstoffe sollten außerdem an den menschlichen Organismus angepasst eingenommen werden. Denn der Körper folgt einer eigenen inneren Uhr: bestimmte Symptome treten beispielsweise vermehrt zu einer speziellen Uhrzeit auf. Unter Asthma-Anfällen leiden Betroffene meist nachts. Wer mehrere Präparate benötigt, sollte daher immer konzentriert bei der Einnahme sein.* Medikamenten-Apps sollen den Nutzern helfen, den Überblick zu behalten.

Allergie und Asthma: Diese Apps zur Medikamenten-Einnahme sind hilfreich

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe 20 kostenlose Apps für Android und iOS überprüft, darunter Mediteo, MyTherapy und die Apotheken­App. Sechs Apps sind den Warentester zufolge gut, sechs weitere schnitten nur ausreichend ab. „Gute Apps informieren über Nutzen, Risiken und Wechsel­wirkungen der Medikamente und ihre Anbieter nehmen den Schutz sensibler Nutzer­daten ernst“, begründen das die Experten der Stiftung Warentest.

Eine gut getestete App erinnert ihren Nutzer rechtzeitig daran, dass er seine Medikamente einnehmen muss – und hilft den Über­blick zu bewahren, wenn täglich mehrere Präparate genommen werden müssen. Einige Apps haben den Warentestern zufolge auch spezielle Zusatzfunktionen. Wie in einem Beipack­zettel informieren sie über Nutzen, Risiken und Wechsel­wirkungen der Medikamente. Einige warnen dabei ausdrück­lich vor Wechsel­wirkungen. Apps, die die Warentester mit dem Urteil „gut“ ausgewiesen haben, nehmen außerdem den Schutz sensibler Nutzer­daten ernst.

Die getesteten Apps zur Medikamenteneinnahme für Android-Geräte (mit Bewertung):

  • Mediteo Mediteo: 1,7
  • Noventi Digital: Vimedi: 2,2
  • Noventi Health Care: CallmyApo: 2,3
  • Pharmatechnik Meine Apotheke3: 2,6
  • DAN Netzwerk Deutscher Apotheker ApothekenApp: 2,9
  • Ligari Digitale Hausapotheke: 3,1
  • Smartpatient MyTherapy: 3,1
  • Hexal MedPlaner5: 3,6
  • LifeTime LifeTime: 3,6
  • Medisafe Europe Medisafe6: 4,4

Die getesteten Apps zur Medikamenten-Ein­nahme 02/2021 - iOS (mit Bewertung):

  • Mediteo Mediteo1: 1,7
  • Noventi Digital Vimedi2: 2,2
  • Noventi Health Care CallmyApo: 2,2
  • Pharmatechnik Meine Apotheke3: 2,6
  • DAN Netzwerk Deutscher Apotheker ApothekenApp: 2,9
  • Ligari Digitale Hausapotheke: 3,1
  • Smartpatient MyTherapy: 3,3
  • LifeTime LifeTime: 3,6
  • Hexal MedPlaner5: 3,8
  • Medisafe Europe Medisafe6: 4,4

Alle Apps im Test sind den Angaben der Stiftung Warentest zufolge kostenlos. Außerdem bieten sie ihr Angebot ohne Werbung an. Womit die Anbieter ihr Geld verdienen, ist den Warentestern zufolge aber nicht immer ersichtlich. Im Impressum finden sich neben Medikamentenherstellern auch Verlage und Anbieter digitaler Gesundheitsprodukte.

„Einige der Firmen koope­rieren mit Apotheken: Mehrere Apps im Test bieten eine Funk­tion an, über die Nutzer in ausgewählten Apotheken vor Ort Arzneien vorbestellen können“, heißt es dazu bei der Warentest. Im Zweifel hat sich jedoch in Bezug auf die korrekte Medikamenteneinnahme der berühmte Satz bewährt: „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Der Warentest zufolge kann deren Expertenrat auch keine noch so gute App ersetzen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare