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Allergieauslösende Pflanzen: Ambrosia verursacht besonders oft Symptome

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Von: Sven Trautwein

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Der Klimawandel lässt neue Pflanzen bei uns wachsen. Die Ambrosia gilt als Allergieauslöser. Wie verbreitet und giftig ist sie?

München – Steigende Temperaturen, ausbleibender Regen und länger anhaltende Trockenperioden lassen hierzulande viele Pflanzen leiden. Dafür verbreiten sich mancherorts Gewächse, die bisher in ganz anderen Regionen der Welt heimisch waren. Beispielsweise die Ambrosia, die in Deutschland weiter auf dem Vormarsch ist. Mit ihren Pollen stellt sie ein hohes Gesundheitsrisiko für Allergiker dar.

Allergieauslöser: Die Pflanze Ambrosia löst besonders oft Symptome aus

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Die Ambrosia-Pflanze, auch bekannt als Beifuß-Taubenkraut und aufrechtes Taubenkraut ist eine wärmeliebende Pflanze, die ihren Ursprung in Nordamerika hat. In den vergangenen Jahren ist sie auch in Deutschland immer heimischer geworden. „Sie wird zunehmend zu einem Gesundheitsproblem“, sagt Aljoscha Kreß vom Fachzentrum Klimawandel und Anpassung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa).

Allergene Ambrosia: Kann Asthma auslösen

Allergien im Garten treten immer häufiger auf. So können die Pollen der Beifuß-Ambrosia bei gefährdeten Personen schwerwiegende Allergien bis hin zu Asthma auslösen. Das Gewächs wird vom Julius-Kühn-Institut als sehr gefährlich eingestuft. Auch Menschen, die bisher keine Allergien hätten, könnten durch dessen Pollen allergische Reaktionen bekommen. Hierfür reiche schon eine geringe Pollenkonzentration aus.

Die allergene Pflanze Ambrosia, auch „aufrechtes Traubenkraut“ genannt und ihre Schwesterpflanze Beifuß, kann Allergien auslösen.
Die allergene Pflanze Ambrosia löst besonders oft Symptome aus. (Symbolbild) © Elena/Shotshop/Imago

Bis zu zwei Meter können die Pflanzen groß werden, auch wenn die meisten Exemplare gerade einmal einen Meter hoch sind. Für Allergiker kommt erschwerend hinzu, dass die Pollenflugsaison bei der Ambrosia von Juli bis Oktober reicht. Dies führt für Allergiker zu einer verlängerten Leidenszeit. Aber auch Zimmerpflanzen beherbergen ein gewisses Risiko.

Allergien durch Ambrosia: Pflanzen am besten entfernen

Die Meinungen über die Stärke der allergenen Pollen gehen auseinander. Während einige Wissenschaftler die Ambrosia als nicht sehr gefährlich einschätzen, ist der Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, Ludger Klimek, anderer Meinung: „Wir sehen immer mehr Allergiker.“ Besonders gefährdet seien alle Menschen, die auch schon andere Atemwegsallergien haben. Ambrosia-Pollen seien „besonders klein und hoch aggressiv“.

Die Pflanze sollte am besten vor der Blütezeit mit Handschuhen samt Wurzel herausgerissen und entsorgt werden. Um eine Weiterverbreitung der Pflanze zu unterbinden, gehört sie nicht auf den Kompost, sondern in einen Plastikbeutel in den Restmüll.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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