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Allergiekarriere: Symptome und Ursachen – Allergikern droht Etagenwechsel

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Von: Laura Knops

Ein Arzt untersucht ein Kind mit einem Stethoskop (Symbolbild).

Stärkere Symptome sind ein erster Hinweis auf eine beginnende Allergiekarriere (Symbolbild). © Andrea Warnecke/dpa

Allergien machen sich häufig bereits im Kindesalter bemerkbar. Reiht sich eine Allergie an die nächste, sprechen Experten von einer sogenannten „Allergiekarriere“.

Mönchengladbach – Von einer Allergiekarriere sprechen Experten wenn Betroffene im Krankheitsverlauf an verschiedenen und vor allem schwerwiegenderen Erkrankungen leiden. Nicht selten zeigen sich erste Symptome schon im Kindesalter und bestehen auch im Erwachsenenalter weiter fort. Häufig sind Patienten besonders anfällig für eine Sensibilisierung. Eine umfangreiche Therapie mithilfe verschiedener Medikamenten, Ernährungsumstellung sowie entsprechender Vorsichtsmaßnahmen kann für Linderung sorgen.

Allergiekarriere im Überblick: Etagenwechsel und allergischer Marsch

Bei einer Allergiekarriere handelt es sich um eine Ausbreitung bestehender Allergien, die mit intensiven Symptomatiken einhergeht. Dabei kommt es nicht selten auch zum sogenannten Etagenwechsel, bei dem sich eine den Mund-Nasen-Raum betreffende Allergie zum Asthma ausweitet. Somit betrifft die Symptomatik nicht mehr nur die oberen Atemwege, sondern auch, „eine Etage tiefer“, die unteren Atemsysteme. Von einem allergischen Marsch ist die Rede, wenn zu einer bestehenden Allergie eine weitere hinzukommt. Besteht eine Allergie im frühen Kindesalter, ist die Gefahr einer Allergiekarriere besonders hoch. Ein atopisches Ekzem, auch als Neurodermitis bekannt, sowie verschiedene Nahrungsmittelallergien sind dabei die häufigsten zugrundeliegenden Erkrankungen. Je nach Ausprägung, Symptomatik und Verlauf kommen verschiedene Therapieansätze in Frage.

Allergiekarriere – Ursache und Entwicklung

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem des Körpers auf einen ungefährlichen Reiz mit der Bildung von Antikörpern. Dem geht zuvor eine Sensibilisierungsphase voraus, die je nach Allergen und individuellem Immunsystem einige Minuten bis hin zu mehreren Monaten und Jahren andauern kann. Dabei hängt die Entstehung und Symptomatik wesentlich von der Allergenquelle, dem Pathomechanismus und dem Allergentyp. Experten unterscheiden folgende Kategorien:

Die Entstehung einer Allergie wird laut dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA) stets durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Sowohl Genetik als auch individuelle Hygienemaßnahmen, Ernährungsgewohnheiten und Umweltfaktoren spielen eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang wird häufig die stetig ansteigende Umweltverschmutzung in städtischen Gebieten sowie eine mangelnde Immunisierungsaktivität durch übermäßige Hygienemaßnahmen im Kindes- und Jugendalter genannt. Zudem erhöht der intensive Kontakt zu Allergenen die Wahrscheinlichkeit einer Sensibilisierungsphase. Besonders Kinder mit Neurodermitis haben eine gestörte Hautbarriere, wodurch Allergene sehr schnell in tiefe Hautschichten eindringen und in das Blutsystem gelangen.

Allergiekarriere – Symptomatik

Die erste allergische Erkrankung hat ihren Beginn häufig schon in der Kindheit und bestimmt die Symptomatik einer Allergiekarriere. Besonders respiratorische Symptome wie Schnupfen, Atemnot und Schwellungen im Rachenraum neigen zu einem Etagenwechsel. Da hier die Antikörper schon in den oberen Atemwegen wirken, ist der Weg zu den unteren Atemwegen entsprechend kurz.

Für eine beginnende Allergiekarriere spricht dabei in erster Linie die Verschlechterung schon bestehender Symptome. Verdacht auf einen allergischen Marsch besteht laut dem Deutschen Grünen Kreuz (DGK) hingegen, wenn die jeweiligen Symptome auftreten, ohne dass der Betroffene zuvor mit dem bekannten Allergen in Kontakt gekommen wäre. Dies beispielsweise laut Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrum München der Fall, wenn eine Person mit bekannter Fisch- oder Meeresfrüchteallergie plötzlich Beschwerden nach dem Verzehr von Nüssen zeigt.

Allergiekarriere – Vorbeugung

Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene können einiges dazu beitragen, ihre allergische Symptomatik zu lindern:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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