Asthmatiker, die schlecht schlafen, leiden möglicherweise häufiger unter Asthmaanfällen (Symbolbild).
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Asthmatiker, die schlecht schlafen, leiden möglicherweise häufiger unter Asthmaanfällen (Symbolbild).

Schlafprobleme?

Asthma bronchiale: Schlechter Schlaf erhöht Risiko für Asthma-Anfälle bei Erwachsenen

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Asthmatiker, die zu wenig oder zu viel schlafen, leiden tagsüber häufiger unter Asthma-Anfällen – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

Pittsburgh – Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit: Mindestens 7,5 Stunden am Tag sollten es laut Schlafforschern sein. Denn wer zu wenig schläft, kann sich tagsüber schlechter konzentrieren, reagiert langsamer und trifft häufiger die falschen Entscheidungen. Auch langfristig schadet Schlafmangel dem Körper enorm. So ist zu wenig Schlaf mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden und sogar Krebs verbunden. Auch bei Atemwegserkrankungen wie Asthma spielt Schlaf eine entscheidende Rolle. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Asthmatiker, die zu wenig schlafen, tagsüber öfter unter starken Asthmaanfällen leiden. Überraschendes Ergebnis der Studie: Zu viel Schlaf sollte es auch nicht sein.

Studie: Zusammenhang zwischen Schlaf und Asthma bronchiale

In einer aktuellen Studie werteten die Wissenschaftler Daten von insgesamt 1389 Erwachsenen mit Asthma aus. Ziel war es, die Zusammenhänge zwischen Schlafdauer, berichteten Asthmasymptomen und der Anzahl Asthmaanfällen im vergangenen Jahr besser zu verstehen. Ebenfalls untersuchten die Forscher Auswirkungen der Schlafdauer auf die Lebensqualität und die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im wissenschaftlichen Journal „Annals of Allergy, Asthma and Immunology“, welches vom American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) herausgegeben wird.

Die Teilnehmer wurden anhand der durchschnittlichen Schlafdauer in drei Gruppen unterteilt: 25,9 Prozent schliefen 5 Stunden oder weniger, 65,9 Prozent schliefen 6 bis 8 Stunden, und 8,2 Stunden schliefen 9 Stunden oder mehr. Die „Kurzschläfer“ waren mit größerer Wahrscheinlichkeit jünger und nicht weiß, während die „Langschläfer“ eher älter, weiblich und Raucher waren.

Asthma bronchiale: Je weniger Schlaf, desto mehr Asthmaanfälle?

Die Ergebnisse legen nahe: Menschen, die nur wenig schlafen, scheinen deutlich häufiger von Asthmaanfällen geplagt zu werden als normale Schläfer. Zudem leiden sie häufiger auch am Tag unter trockenem Husten und werden öfter nachts ins Krankenhaus eingewiesen. Während nur etwa 45 Prozent der Asthmatiker mit normaler Schlafdauer über Beschwerden klagten, waren es bei den Kurzschläfern rund 59 Prozent. Doch anders als erwartet leiden auch Langschläfer häufiger unter asthmatischen Beschwerden: 51 Prozent der Langschläfer und berichteten mindestens einen Asthmaanfall im vergangenen Jahr. Zudem litten Kurz- und Langschläfer deutlich häufiger unter einer eingeschränkten Lebensqualität aufgrund von Schlafproblemen.

Asthma bronchiale: Ausreichend - aber nicht zu viel schlafen

Seit Jahren versuchen Forscher, die Zusammenhänge zwischen der Schlafdauer und Erkrankungen wie Asthma zu verstehen. „Schon frühere Studien konnten nachweisen, dass sich schlechter Schlaf negativ auf die Asthmasymptome bei Jugendlichen auswirkt“, erklärt Dr. Faith Luyster, Leiterin der Studie. Die aktuelle Untersuchung bestätigt diese Ergebnisse. Bekommt der Körper nicht ausreichend Schlaf, erhöht sich nicht nur das Krankheitsrisiko, es verschlimmern sich zudem die Beschwerden bestehender Erkrankungen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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