In Zeiten der Corona-Krise müssen Allergiker besonders aufpassen.
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Zur Diagnose von Asthma wird unter anderem ein Bluttest genutzt (Symbolbild).

Vorgehen bei Asthma-Verdacht

Diagnose bei Asthma: Lungenfunktions- und Allergietest – so stellt der Arzt die Diagnose

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Asthma-Diagnose: Da Asthma verschiedene Ursachen hat, unterscheiden sich auch die Diagnoseverfahren. Oft werden Lungenfunktions- oder Allergietests eingesetzt. Alles rund um die Diagnosestellung bei Asthmaerkrankungen.

  • Bei einem Verdacht auf Asthma sollten Betroffene so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen.
  • Zur Diagnosestellung stehen Haut-, Provokations- und Bluttest zur Verfügung.
  • Um den Schweregrad des Asthmas zu bestimmen, wird der Lungenfunktionstest angewendet.

Mönchengladbach – Der Verdacht auf Asthma bronchiale, eine der häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen, sollte aufkommen, wenn Sie typische Symptome wie Luftnot, Husten oder ein Engegefühl in der Brust beobachten. Damit die Krankheit möglichst früh behandelt werden kann, ist eine schnelle Diagnose durch den Hausarzt unerlässlich. So kann Betroffenen nicht nur sehr schnell geholfen, sondern auch eine Verschlechterung des Gesundheitszustands vermieden werden.

Bei einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) kann der Arzt eine erste Diagnose stellen. Das Abhören der Atemfunktion gibt weitere Hinweise, ob möglicherweise eine Asthma-Erkrankung vorliegt. Hierbei wird zum einen die Ursache der Beschwerden und der Schweregrad des Asthmas bestimmt.

Asthma: Anamnesegespräch beim Arzt

Zu Beginn jeder Asthma-Diagnose führt der Haus- oder Lungenarzt ein Anamnesegespräch mit seinen Patienten. Hier geht es vor allem darum, die gesundheitliche Vorgeschichte zu verstehen und andere Erkrankungen auszuschließen. Auch die beobachteten Symptome werden vom Arzt aufgenommen. Nach dem Gespräch beginnt der Arzt die körperliche Untersuchung mit dem Abhorchen der Atemwege. Dabei werden die Atemgeräusche des Patienten mittels Stethoskop abgehört und daraus erste Schlüsse über die Lungenfunktion gezogen. Danach erfolgt laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) erst die eigentliche Diagnose.

Allergisches Asthma: Diagnosestellung

Asthma ist besonders bei allergieanfälligen Kindern und jungen Erwachsenen verbreitet. Um abzuklären, ob eine Allergie vorliegt, können bei einem Verdacht auf allergisches Asthma die typischen Diagnoseverfahren, nämlich ein Haut-, Provokations- und/oder Bluttest, durchgeführt werden. Beim Hauttest, auch Pricktest genannt, trägt der Arzt eine Lösung mit den verdächtigten Allergenen in die obere Hautschicht auf und die Reaktion des Körpers beobachtet. Da bei dieser Variante nicht immer klare Ergebnisse erzielt werden, können weitere Provokationstests direkt in der Nase, in den Bronchien oder an den Augen durchgeführt werden. Die allergischen Reaktionen, die sich daraufhin unter Umständen zeigen, sind aufzunehmen und auszuwerten.

Einen anderen Ansatz verfolgt der Bluttest: Hier wird eine Blutprobe auf allergiespezifische Parameter, wie zum Beispiel den Gehalt an IgE-Antikörpern (Immunglobuline E Antikörper) oder Entzündungsmarkern, untersucht. Die Ergebnisse dieses Tests ermöglichen meist eine eindeutige Diagnose.

Asthma-Diagnose: Bestimmung des Schweregrads

Nicht alle Asthmaerkrankungen sind gleich stark ausgeprägt. Zudem kann es phasenweise zu Schüben kommen. Dabei leben Patienten teilweise monatelang ohne Beschwerden, bevor der nächste Schub einsetzt. Um den individuellen Schweregrad zu bestimmen, wird ein spirometrischer Lungenfunktionstest durchgeführt. Dabei werden das Lungen- und Atemvolumen sowie die Luftflussgeschwindigkeit erfasst. Diese objektiv erfassten Daten helfen bei der Diagnose des Schweregrads.

Bei der eigentlichen Untersuchung wird der Patient dann dazu angehalten, verschiedene vom Arzt vorgegebene Atemübungen mit einem Spirometer durchzuführen. Ein wichtiger Wert ist dabei die Einsekundenkapazität, die die maximal ausgeatmete Luftmenge innerhalb einer Sekunde angibt. Eine andere Kenngröße, die Asthma-Betroffenen auch daheim bei der Kontrolle hilft, ist die Peak-Flow-Messung. Hierbei wird die maximale Ausatmungsgeschwindigkeit erfasst.

Asthma: Frühzeitige Diagnose zur Vorbeugung

Häufig dauert es einige Zeit, bis Betroffene bei Auftreten der typischen Asthma-Symptome einen Arzt aufsuchen. Doch je länger Patienten warten, umso schwerer fällt die Diagnose. Besonders wenn andere Faktoren die Atemnot und Kurzatmigkeit zu erklären scheinen, wird der Arztbesuch immer wieder hinausgezögert. Solche Faktoren können sein:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • schlechte Kondition

Dabei ist eine schnelle Diagnose wichtig, um andere Krankheitsbilder auszuschließen, die Asthma-Beschwerden zu lindern, Anfällen vorzubeugen und lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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