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Baden mit Neurodermitis: Mit diesen Tipps bleibt die Haut gesund

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Von: Jasmina Deshmeh

Ein Mann taucht durch einen Pool und hinterlässt dabei eine leichte Welle (Symbolbild)
Wer von Neurodermitis betroffen ist, sollte beim Schwimmengehen einiges beherzigen. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Schwimmen ist an heißen Sommertagen eine Wohltat. Auch Menschen mit Neurodermitis müssen nicht darauf verzichten. Um die Haut nicht unnötig zu reizen, sollten sie dabei aber einiges beachten.

Berlin – Die heißen Tage locken Groß und Klein ins Schwimmbad, an den heimischen Badesee oder an den Strand. Doch so schön der kühle Badespaß auch ist: Für die Haut bedeutet er Stress. Zumindest bei Neurodermitis. Denn bei der Hautkrankheit ist die Schutzfunktion der Haut eingeschränkt, sie juckt, brennt, ist trocken und gerötet und damit auch anfälliger für Keime und Bakterien. Chlorwasser und Salzwasser strapazieren sie zusätzlich. Gleiches gilt für bestimmte Sonnenschutzmittel und UV-Strahlen. Wie das Planschen für Menschen mit Neurodermitis trotzdem zum Vergnügen wird, erklären wir hier.

Baden mit Neurodermitis: Nach dem Baden duschen und eincremen

Wiederholter Wasserkontakt kann den Säureschutzmantel der Haut angreifen, sie verliert ihre natürlichen Fette, wird trocken und spannt. Chlor- und Salzwasser können den Effekt noch verstärken und bei empfindlicher Haut auch zu Reizungen der Schleimhäute führen. Wer kann, sollte deshalb auf Süßwasser ausweichen oder seine Haut vor dem Baden mit einer schützenden Fettcreme einreiben. Die Augen kann man mit einer Schiwmmbrille schützen.

Egal ob am Strand, im Schwimmbad oder am See: Nach einem Badetag sollte die Haut gründlich mit lauwarmen Wasser abgeduscht und mit einer verträglichen, rückfettenden Pflegecreme versorgt werden, rät der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Verzichten Sie dabei auf heißes Wasser und seifenhaltige Duschgele. Sie trocknen die Haut zusätzlich aus.

Baden mit Neurodermitis: Vor Fußpilz und Viren schützen

Durch die angeschlagene Hautbarriere und die aufgeweichte Hornschicht können sich Menschen mit Neurodermitis besonders leicht mit Fuß- und Nagelpilz sowie Viruswarzen infizieren. Es ist deshalb sinnvoll, sich am Beckenrand, in der Duschkabine und in der Umkleide mit Badeschuhen zu schützen. An tropischen und subtropischen Stränden sollte man sich vor Sandflöhen und Hakenwürmern in Acht nehmen.

Baden mit Neurodermitis: Vor UV-Strahlen schützen, aber mit den richtigen Produkten

UV-Strahlung schadet der Haut, besonders im Wasser, wo sie besonders intensiv ist.* Wie für alle Menschen gilt deshalb auch für Neurodermitiker: Vor dem Baden Sonnenschutz nicht vergessen, um Sonnenbränden und damit langfristig einem erhöhten Hautkrebsrisiko vorzubeugen. Bei der Wahl des Sonnenschutzmittels sollten Neurodermitiker auf eine Rezeptur ohne bedenkliche Duftstoffe und Konservierungsmittel achten, die die Haut unnötig reizen und Kontaktallergien auslösen können.

Baden mit Neurodermitis: Bei offenen Wunden besser auf Schwimmen verzichten

Vorsicht ist allerdings bei offenen Wunden geboten: Immer wieder macht das Gerücht die Runde, dass Meerwasser die Wundheilung beschleunigen könnte. Das Salz brennt jedoch unangenehm und vor allem in den Tropen verzögert sich die Wundheilung durch die Wärme und Feuchtigkeit oft. In Schwimmbädern kann es außerdem zu Infektionen kommen, vor allem bei warmen Wassertemperaturen. Oberflächliche Wunden können mit einem wasserdichten Pflaster geschützt werden, bei größeren Wunden sollte man erst wieder schwimmen gehen, wenn diese verheilt sind.

Baden mit Neurodermitis: Darauf sollten Sie noch achten

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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