Ein Mädchen sitzt neben dem Weihnachtsbaum und schneidet rotes, glänzendes Geschenkpapier mit einer Schere (Symbolbild)
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Buntes Geschenkpapier kann ungesunde Farbstoffe und anorganische Pigmente aus Metallverbindungen enthalten, die als Allergene bekannt sind (Symbolbild).

Ungesunde Geschenkverpackungen

Allergene in Verpackungen: Buntes Geschenkpapier kann ungesunde Farbstoffe enthalten

  • Jasmina Deshmeh
    vonJasmina Deshmeh
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Buntes Geschenkpapier ist an Weihnachten ein besonderer Hingucker. Gesund für die Haut sind die schillernden Verpackungen oft allerdings nicht. Denn viele von ihnen enthalten künstliche Farbstoffe, die allergieähnliche Symptome auslösen können.

Dreieich – Viele Menschen verpacken Weihnachtsgeschenke besonders aufwendig und auffällig. Doch was hübsch aussieht, ist nicht unbedingt gut für die Gesundheit. Denn in buntem Geschenkpapier können sich ungesunde Farbstoffe wie Azofarbstoffe und anorganische Pigmente aus Metallverbindungen verbergen. Sie stehen in Verdacht, krebserregend zu sein und können bei empfindlichen Menschen eine Pseudoallergie auslösen. Welche Alternativen verträglicher und dabei auch noch besser für die Umwelt sind.

Pseudoallergie durch Geschenkpapier: Der schöne Schein trügt

Je bunter Geschenkpapier ist und je mehr es glänzt, schillert und glitzert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ungesunde Stoffe darin befinden. So stecken in den aufwendig produzierten und häufig beschichteten Papieren oft kritische Farbstoffe wie Azofarbstoffe und anorganische Pigmente aus Cadmium-, Blei- oder Chromverbindungen, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt warnt. Sie sind nach Angaben des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (AEDA) als schwache Allergene bekannt.

Zwar lösen diese Stoffe nur selten Kontaktallergien aus, es kann aber zu pseudoallergischen Reaktionen kommen. Dabei handelt es sich um Unverträglichkeitsreaktionen, die teils starke allergieähnliche Symptome hervorrufen können, allerdings ohne, dass das Immunsystem beteiligt ist. Einer echten Allergie geht immer eine Sensibilisierung gegen den Allergieauslöser voraus. Bei einer Pseudoallergie findet dieser Prozess nicht statt, weshalb im Blut auch keine Antikörper gegen das Allergen nachweisbar sind. Zudem setzen die Symptome meist nicht unmittelbar nach Kontakt mit dem Auslöser, sondern zeitversetzt (meist nach mehreren Stunden) ein.

Eine Pseudoallergie kann sich durch folgende Beschwerden äußern:

  • Urtikaria (Nesselsucht) mit Rötungen, Juckreiz, Brennen
  • Selten: Angioödeme (Schwellungen von Haut und Schleimhäuten)
  • Selten: Asthma
  • Selten: Atemnot

Pseudoallergie durch Geschenkpapier: Verträgliche Alternativen

Wie auch bei einer Allergie gilt für Menschen mit Pseudoallergien: Um künftig Beschwerden vorzubeugen, sollte der Auslöser gemieden werden. In dem Fall: beschichtete, bunte Geschenkpapiere durch verträgliche Alternativen ersetzen. Besser eignen sich Verpackungen aus Recyclingpapier und mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ der Bundesregierung. Auch Zeitungs- oder Backpapier lassen sich mit schönen Bändern durchaus zu einer ansehnlichen Geschenkverpackung umfunktionieren.

Um unnötigen Müll in der Weihnachtszeit zu verhindern, können auch Teile des Geschenks selbst als Geschenkverpackung dienen,* zum Beispiel Tücher oder bunte Gläser. Als Geschenkeschmuck eignet sich natürliche Deko, wie Zweige, Blätter, Federn oder Tannenzapfen. *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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