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Star-Hautärztin erklärt: Darum sollten Sie sich viel öfter nur mit Wasser waschen

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Von: Jasmin Farah

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Wir waschen uns zu viel und zu oft, sagt die Berliner Dermatologin Dr. Yael Adler. Mit der Folge, dass unsere Haut trocken und gereizt ist. So geht es richtig.

Berlin – Eine kalte Dusche morgens soll dafür sorgen, dass wir frisch und fit in den Tag starten. Abends geht es nach der Arbeit noch zum Sport und wieder wird geduscht. Damit die Haare immer schön glänzen, werden diese mit viel Shampoo eingeseift. Denn erst wenn sich viel Schaum bildet, sind die Haare wirklich sauber, oder? Was uns heutzutage wie eine völlig normale Duschroutine vorkommt, ist vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar gewesen.

Star-Hautärztin erklärt: Darum sollten Sie sich viel öfter nur mit Wasser waschen

Damals hat man sich noch viel seltener gewaschen, meistens in Form eines Vollbades für die ganze Familie einmal in der Woche. Doch auch wenn der ein oder andere das heute als eklig empfindet, ist eine zu häufige und aggressive Reinigung der Haut ebenfalls ungesund. Denn zu viel Seife, Duschgel & Co. schadet unserer Haut – und kann sogar dazu führen, dass wir schneller wieder stinken, sagt Star-Hautärztin Dr. Yael Adler.

Eine junge Frau trägt nur ein Handtuch und wäscht sich das Gesicht. (Symbolbild)
Jeden Tag das Gesicht waschen? Ja, das geht, erklärt Dermatologin Dr. Yael Adler. Aber bitte nur mit Wasser. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Richtig gehört: Das liege daran, dass wir durch exzessives Waschen unser Hautmikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen. „Wir haben Türsteherbakterien auf der Haut, die uns besiedeln und mit uns eine Einheit bilden. Körpergeruch entsteht nicht durch den Schweiß, sondern durch den Abbau durch die Bakterien. Und je nach der Art der Bakterien riechen wir besser, schlechter oder halt anders. Wir haben also einen individuellen Geruchsfingerabdruck“, erklärt die Berliner Dermatologin gegenüber „Focus Online“.

Star-Hautärztin erklärt: Zu viel Reinigung stresst die Haut

Sie rät, die Haut nicht ständig zu waschen, zu peelen oder anderweitig zu strapazieren. Das greife nur die natürliche Hautschutzbarriere an und trockne die Haut aus. Erreger können so leichter eindringen, was zu Reizungen, Entzündungen und sogar Kontaktekzemen führen kann. Mit der Folge, dass viele dann versuchen, sie mit Cremes wieder geschmeidig und gesund zu pflegen.

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Doch bei einem Körperteil ist die Hautärztin dagegen strikt für häufiges Waschen: „(...) die Hände natürlich, denn wir haben ja mit sehr viel mehr Menschen als früher zu tun, etwa beim Einkaufen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln“, erklärt Adler weiter.

Star-Hautärztin erklärt: Duschgel nur für schwitzige Stellen

Da allerdings heutzutage die wenigsten körperliche Arbeit verrichten und stark schwitzen, reiche es ihr zufolge vollkommen aus, den restlichen Körper mit Wasser zu reinigen. „Schweiß, Schuppen und Staub bekommen Sie mit Wasser weg. Der Steinzeitmensch hat nicht geduscht, die Haut reinigt sich eigentlich selber. Ein Kompromiss: Ihr Duschgel können Sie sparsamer verwenden und damit die Leisten, Po, Zehenzwischenräume und Achseln reinigen. Die großen Flächen wie Gesicht, Arme, Beine und Rumpf nur mit Wasser, damit sie sich innerhalb von vier Wochen richtig regenerieren.“

Wenn man das beachte, könne man auch täglich duschen oder das Gesicht waschen, verrät der Hautärztin. Bei Duschgels und Seifen solle man zudem auf milde Waschsubstanzen wie Kokos-oder Zuckertenside mit einem sauren pH-Wert achten, die am besten ohne Duft- und Farbstoffe auskommen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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