Eine Frau sitzt auf der Bettkante (Symbolbild).
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Besonders im Bett fühlen sich Hausstaubmilben wohl - und sorgen so für schlaflose Nächte bei Allergikern (Symbolbild).

Entspannt schlafen

Allergie gegen Hausstaubmilben: Fünf Tipps für einen erholsamen Schlaf

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Schlechter Schlaf kann ein Anzeichen für eine Hausstauballergie sein. Denn vor allem nachts haben Allergiker mit Schnupfen und gereizten Atemwegen zu kämpfen.

Mönchengladbach – Sie mögen es am liebsten warm, dunkel und feucht: Milben fühlen sich im Bett besonders wohl. Wer von einer Allergie gegen Hausstaubmilben betroffen ist, wird daher vor allem nachts von Husten, Schnupfen und Atembeschwerden wach gehalten. Denn gelangen die Überreste der Milben an die Schleimhäute von Betroffenen, lassen die allergischen Symptome meist nicht lange auf sich warten. Die Folge: schlechter Schlaf in der Nacht, fehlende Konzentration und Schlafmangel am Tag. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Allergiker die unangenehmen Symptome jedoch verringern und so einen erholsamen Schlaf finden.

1. Hausstauballergie: Schlafzimmer kühl und trocken halten

Warme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit sind ideale Bedingungen für Hausstaubmilben. Sie fühlen sich daher vor allem im Bett wohl. Damit die Milben es sich nicht zu gemütlich machen, hilft daher regelmäßiges Lüften. Schon drei- bis viermal täglich fünf bis zehn Minuten frische Luft reichen aus, um Hausstaubmilben entgegenzuwirken. Denn wer regelmäßig lüftet, lässt sich nur frische Luft herein, sondern bewirkt zugleich, dass Feuchtigkeit nach außen gelangt. Da sich die meisten Milben in der Matratze befinden, sollte die Bettdecke während des Lüftens abgenommen werden. Steht das Bettgestell zudem auf Füßen, kann die Matratze auch von unten belüftet werden.

2. Hausstauballergie: Encasings benutzen

Für Hausstauballergiker gibt es spezielle Allergiker-Bettwäsche. Decke und Kissen haben ein besonders dichtes Gewebe, dass Betroffene vor den zahlreichen Milben im Inneren schützt. Auch für die Matratze gibt es entsprechende allergendichte Matratzenüberzüge, sogenannte Encasings. Die Schutzbezüge bewirken, dass weniger Hautschuppen in die Matratze gelangen. Der Überzug sorgt ebenfalls dafür, dass die Milben in der Matratze bleiben.

3. Allergie gegen Hausstaubmilben: Kissen und Bettdecke regelmäßig waschen

Wer regelmäßig seine Bettwäsche bei 60 bis 90 Grad wäscht, kann die unangenehmen Symptome vorbeugen. Zudem sollten Kissen und Bettdecke ein Mal wöchentlich gewechselt werden. Denn die Milben kommen vor allem im Bett vor. Grund dafür: Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen Hautschuppen, die während des Schlafs ins Bett gelangen.

4. Hausstauballergie: Regelmäßig putzen und feucht wischen

Auch beim Putzen gilt: Versuchen Sie, die Allergenbelastung in der Wohnung möglichst gering zu halten. Regelmäßiges Staubsaugen verhindert, dass sich zu viel Schmutz ansammeln kann. Experten empfehlen Allergikern daher spezielle Filter, die verhindern, dass Staubpartikel in der Luft umherfliegen. Ein sogenannter HEPA-Filter sorgt dafür, dass sich die Hausstaubmilbenallergene nicht in der ganzen Wohnung verteilen.

Zudem eignen sich für Allergiker laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) glatte Böden. Diese sollten ein- bis zweimal wöchentlich mit einem feuchten Tuch gewischt werden. Grund dafür ist, dass anfallender Staub stärker aufgewirbelt wird als bei kurzflorigen Teppichen.

5. Hausstauballergie: Staubfänger und Pflanzen aussortieren

Wer an einer Allergie gegen Hausstaubmilben leidet, sollte Staubfänger aus der Wohnung verbannen. Teppiche, Vorhänge und Kissen sind zwar schön anzusehen, für Allergiker sind sie jedoch nicht geeignet. Auch in offenen Bücherregalen sammelt sich schnell Staub an. Besser sind Schränke mit verschließbaren und Türen. Allergiker sollten daher in Innenräumen auf unnötige Staubfänger verzichten, wie beispielsweise offene Bücherregale, Stofftiere oder Polstermöbel.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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