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Hausstauballergie: Symptome, Diagnose und Behandlung – Das müssen Sie bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben wissen

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Von: Laura Knops

Allergiker sollten die Matratze nach dem Schlafen auslüften und morgens nicht gleich das Bett machen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/Illustration

Besonders im Bett fühlen sich Hausstaubmilben wohl (Symbolbild). © Christin Klose/ dpa-tmn

Hausstaubmilben gehören neben Pollen und Lebensmitteln zu den häufigsten Allergieauslösern. Doch kaum einer weiß, was genau die Allergie verursacht. Alles über Symptome, Diagnose und Behandlung von Hausstauballergie.

Berlin – Hausstaubmilben sind winzig – mit einem Durchmesser von gerade einmal 0,1 bis 0,5 Millimeter sind sie für das menschliche Auge nicht zu erkennen. Doch trotz ihrer Größe machen die kleinen Tiere vielen Menschen das Leben schwer. Jeder dritte Deutsche leidet unter einer Allergie, viele davon reagieren allergisch auf Hausstaubmilben. Denn neben Pollen und Lebensmitteln gehören Hausstaubmilben zu den häufigsten Auslösern von Allergien.

Hausstauballergie: Das sind die Ursachen

Verursacht wird die Hausstauballergie nicht, wie viele glauben durch Hausstaubmilben, sondern vielmehr durch deren Kot. Grund für die allergische Reaktion sind Eiweiße, die sich im Körper der Tiere und deren Überresten befinden. Trocknet der Kot, zerfällt er in seine Einzelteile und verteilt sich mit dem Staub im ganzen Haus. Gelangt dieses Gemisch über die Luft auf die menschlichen Schleimhäute, provozieren die in den Eiweißen enthaltenen Allergene eine allergische Reaktion mit Symptomen wie Schnupfen, tränenden Augen und Niesen.

Bei Menschen mit einer Hausstauballergie reagiert das Immunsystem auf normalerweise ungefährliche Proteine mit der Bildung von IgE-Antikörpern (Immunglobuline-E Antikörper). Diese Immunreaktion setzt entzündungsauslösende Stoffe wie Histamin frei. In den meisten Fällen sind Betroffene bereits genetisch vorbelastet, doch auch Umwelteinflüsse und der Lebensstil können die Entwicklung einer Hausstauballergie begünstigen. Wissenschaftliche Studien weisen ebenfalls daraufhin, dass Kinder, die wenig Kontakt mit Krankheitserregern und Allergenen haben, später mehr zu Allergien wie Hausstaubmilbenallergie neigen.

Hausstauballergie: Unsichtbare Mitbewohner

Hausstaubmilben sind überall dort zu finden, wo Menschen leben. Im Haus, im Bett im Auto – Polster, Teppiche und Vorhänge bieten den Milben perfekte Lebensbedingungen. Auch in der Matratze und der Bettdecke leben die kleinen Spinnentiere. Eine angenehme Zimmertemperatur und hohe Luftfeuchtigkeit bilden für Hausstaubmilben dabei das perfekte Klima, daher befinden sie sich vorzugsweise im Bett. Die Milben ernähren sich ausschließlich von menschlichen Hautschuppen, doch bis auf ihren Kot sind sie völlig harmlos.

Hausstauballergie: Typische Symptome

Rote Augen, Dauerschnupfen und ständiges Niesen - Wer unter einer Hausstauballergie leidet, hat tagtäglich mit den gleichen Symptomen zu kämpfen. Vor allem nachts und morgens nach dem Aufstehen treten die Beschwerden, die sich nur schwer von anderen Allergien wie Heuschnupfen oder einer Erkältung unterscheiden, auf. Grund dafür: In Matratze, Bettdecke und Kissen befinden sich besonders viele Milben. Einige Symptome werden oftmals nicht mit einer Hausstauballergie in Verbindung gebracht. Laut der Europäischen Allergiestiftung (ECARF), gegründet von Jörgen Philip-Sörensen (71, † 2010), können auch ein gestörter Schlaf, dauerhafte Atemwegs-Erkrankungen oder Halsschmerzen Anzeichen für die Allergie sein. 

Zu den typischen Symptomen einer Hausstaubmilbenallergie gehören:

Im Gegensatz zu einer Allergie gegen Pollen verschlimmert sich die Hausstauballergie häufig in den Wintermonaten. Leiden Pollenallergiker im Frühling und Sommer an den Symptomen, ist für Menschen mit einer Hausstauballergie vor allem der Winter problematisch. Grund dafür: Im Sommer sind die Lebensbedingungen für Hausstaubmilben besonders günstig. In dieser Zeit vermehren sich die Milben sehr stark, bevor sie dann im Winter sterben und sich durch die Heizungsluft in den Innenräumen verteilen.

Die Symptome können auch während oder kurz nach dem Sport auftreten. Vor allem Kinder sind häufig von einem sogenannten Anstrengungs-Asthma betroffen. Dabei werden die Beschwerden durch körperliche Anstrengung ausgelöst und halten bis zu einer halben Stunde an.

Hausstauballergie: Langzeitfolgen und chronische Beschwerden

Bleibt die Allergie lange Zeit unbehandelt, können dauerhafte Erkrankungen wie chronischer Husten, Atemprobleme bis hin zu Asthma die Folge sein. Entzünden sich durch die dauernde Belastung die Nasen- und Bronchialschleimhaut chronisch, können Beschwerden wie eine verstopfte Nase, schlechter Schlaf und Kopfschmerzen zur Normalität werden.

Hausstauballergie: Diagnose

Neben Hausstaubmilben können Pollen, Tierhaare oder Schimmelpilze ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen. Auch eine Erkältung und entzündliche Erkrankungen der Atemwege verursachen vergleichbare Beschwerden. Nicht immer fällt es leicht die Erkrankungen von einer Allergie zu unterscheiden. Wenn die Symptome sich jedoch  vor allem zu Hause bemerkbar machen, über das ganze Jahr auftreten und sich an der frischen Luft verbessern, ist eine Hausstauballergie sehr wahrscheinlich. Vermuten Sie eine Hausstauballergie bei sich, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen um die Diagnose überprüfen zu lassen.

Ein Allergologen, also ein Facharzt mit Weiterbildung in Allergologie, kann mithilfe spezieller Tests ähnliche Krankheitsbilder ausschließen und eine genaue Diagnose stellen:

  1. Haut- oder Prick-Test: Bei dem Allergietest überprüft der Arzt die allergische Reaktion auf der Haut. Dazu gibt er ein paar Tropfen des Allergens auf die Innenseite des Unterarms und kratzt die Haut leicht an, sodass die Lösung unter die Haut gelangt. Reagiert der Körper mit leichtem Hautausschlag oder Quaddeln, ist dies ein deutliches Anzeichen für eine Allergie.
  2. Bluttest: Bei einem Bluttest untersucht der Arzt die Konzentration der Antikörper gegen das Allergen im Blut. Bei Allergikern ist dieser Wert, auch IgE-Wert genannt (Immunglobuline Klasse E), erhöht.
  3. Provokationstest: Bei diesem Test bringt der Arzt das Allergen direkt auf die Schleimhäute von Nase und Augen auf. Tritt daraufhin eine allergische Reaktion ein, gilt dies als sicherer Beweis für die Allergie.

Hausstauballergie: Diese Therapieoptionen gibt es

Hausstaubmilben: So meiden Sie Allergene in Haus und Wohnung

Hausstaubmilben sind keinesfalls nur in schmutzigen Räumen zu finden. So sind die kleinen Tierchen ganz natürlich in allen Innenräumen anwesend – mit mangelnder Hygiene hat das nichts zu tun. Obwohl sich Hausstaubmilben nicht für immer aus der Wohnung verbannen lassen, können Allergiker doch einiges tun, um die Haustauballergie vorzubeugen.

Da sich die Milben vor allem im Bett und in der Matratze finden lassen, sollten Menschen mit einer Hausstauballergie in einen allergendichten Matratzenüberzug (Encasing) investieren. Dieser spezielle Schutzüberzug sorgt dafür, dass die allergischen Stoffe in der Matratze eingeschlossen bleiben. Auch sollten Sie Kissen, Bettdecke und Bezüge alle sechs bis acht Wochen bei 60 Grad Celsius waschen. Hohe Temperaturen töten die Milben ab und beseitigen die Allergene.

Um die Beschwerden möglichst gering zu halten, sollten Allergiker einige Tipps beachten:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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