Eine Frau mit Heuschnupfen schnäuzt sich die Nase (Symbolbild).
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Allergiker leiden besonders im Frühjahr unter lästigen Symptomen (Symbolbild).

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Haselpollenallergie: Symptome, Ursachen und Behandlungen – darauf sollten Allergiker achten

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Haselpollenallergie: Was sind die Ursachen und wie werden die Symptome behandelt? Alles zu Hauptallergiezeit und Behandlung bei Heuschnupfen.

  • Der Hasel ist ein Frühblüher - der Pollenflug beginnt bereits im März und April.
  • Hasel besitzt mäßig stark bis stark ausgeprägte Allergene, die vor allem Symptome wie tränende und brennende Augen sowie schwellende Nasenschleimhäute verursachen.
  • Zur Therapie werden sowohl präventive Maßnahmen wie Nasenspray, eine Hyposensibilisierung als auch die Gabe von Medikamenten eingesetzt.

Mönchengladbach – Heuschnupfen-Alarm: Mit einer Blütezeit in den Monaten Februar und März zählt der Hasel neben der Erle und Birke zu den Frühblühern und kann einen Pollenflug bis weit in den April hinein verursachen. Etwa 20 bis 30 Prozent aller Allergiker weisen dabei eine Frühblüher-Allergie auf und sind vom Pollenflug des Hasels besonders betroffen. Dabei müssen sich Allergiker darauf einstellen, bis in den Sommer unter Heuschnupfen-Symptomen zu leiden, da die Haselpollen eine enge Allergenverwandtschaft mit den Pollen der später blühenden Birke aufweist. So reagieren viele Patienten mit Haselpollenallergie auch allergisch auf Birkenpollen.

Da die Beschwerden sich ohne Behandlung über die Zeit verschlechtern können und im schlimmsten Fall in ein allergisches Asthma umschlagen, sollten Betroffene auch bei leichten Allergie-Symptomen den Arzt aufsuchen und sich einem Allergietest unterziehen.

Haselpollenallergie: Ursachen, Symptome und Diagnose

Bei einer Allergie handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Substanzen, wie beispielsweise Pollen. Verursachen diese Substanzen beim Kontakt mit dem Körper eine allergische Reaktion, spricht man von einem Allergen. Zu den häufigsten Auslösern von Heuschnupfen gehören dabei die Haselpollen, die beim Einatmen allergische Beschwerden bei betroffenen Allergikern hervorrufen.

Die Symptome der Haselpollenallergie sind dabei typisch für eine Pollenallergie. Dazu gehören etwa:

Sollten in der Zeit des Pollenflugs der Hasel ein oder mehrere Anzeichen auftreten, ist es ratsam, sich einem Allergietest zu unterziehen. Bei einem Hauttest wird das Allergen der Hasel auf die Haut des Patienten aufgebracht und die Reaktion beobachtet. Um mögliche Kreuzallergien festzustellen, werden dabei meist mehrere Allergene gleichzeitig getestet.

Haselpollenallergie: Prävention und Behandlung

Eine besondere Form der Therapie von Allergien stellt die Hyposensibilisierung dar. Hier werden dem Patienten über mehrere Jahre hinweg mittels Spritzen oder Tabletten kleine Dosen des Allergens verabreicht, um eine gewisse Toleranz des Körpers gegenüber den kritischen Allergenen zu erreichen. Nach abgeschlossener Hypersensibilisierung verringert sich meist die Ausprägung der Allergie-Symptome - im besten Fall sind die Beschwerden dann so schwach, dass sie nicht mehr wahrgenommen werden.

Ist die Hyposensibilisierung noch nicht abgeschlossen oder kann eine solche Therapie nicht durchgeführt werden, können Medikamenten, wie beispielsweise Antihistaminika helfen. Diese werden in Tabletten-, Tropfen- oder Sprayform vom behandelnden Arzt verschrieben und bekämpfen nicht direkt die Ursache der Haselpollenallergie, sondern lindern lediglich die Symptome. Zudem sollten Allergiker hohe Pollenbelastungen möglichst meiden. Hierbei helfen etwa ein Pollenflugkalender oder Apps. Auch scheinen einige homöopathische Mittel leichte Symptome zu mildern.

Haselpollenallergie: Kreuzallergien und der Verzehr von Haselnüssen

Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) kann es bei einer Haselpollenallergie häufig zu Kreuzallergien auf Kernobst wie Äpfel, Pfirsiche oder Kirschen kommen Auch Birkenpollen sind aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu Haselpollen oft problematisch. Zudem sollte Vorsicht beim Verzehr von Haselnüssen und anderen Nussarten geboten sein. Hier kommt es besonders oft zu allergischen Reaktionen im Mundbereich, wie dem Anschwellen der Schleimhäute oder Juckreiz um die Mundpartie.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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