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Heuschnupfen: Diese App macht Pollenallergikern den Alltag leichter

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Von: Laura Knops

Ein junger Mann mit Heuschnupfen putzt sich die Nase (Symbolbild).
Heuschnupfen: Die Pollensaison ist bereits gestartet (Symbolbild). © IMAGO / Panthermedia

Die Pollensaison hat in diesem Jahr besonders früh begonnen. Wo, wann und welche Pollen gerade unterwegs sind, können Heuschnupfen-Geplagte mit dieser neuen App verfolgen. 

Ingolstadt – Tränende Augen, Niesattacken und Husten: Wer unter einer Pollenallergie leidet, kennt die leidigen Symptome. Während Betroffene in der kalten Jahreszeit unbekümmert durchatmen könne, hat die Heuschnupfen-Saison in diesem Jahr – zum Leidwesen aller Pollenallergiker – besonders früh begonnen*, wie auch Merkur.de berichtet. Bereits Anfang Januar machte der Blütenstaub einiger Pflanzen Betroffenen das Leben schwer. Eine neue App soll Heuschnupfen-Geplagten in Zukunft helfen, den Pollen leichter aus dem Weg zu gehen.

Heuschnupfen und Klimawandel: Diese App hilft Pollenallergikern

Rund 15 Prozent der Deutschen leiden unter einer Pollenallergie. Damit zählt Heuschnupfen hierzulande zu den häufigsten Allergien – Tendenz steigend. Schuld daran ist nicht zuletzt der Klimawandel. Denn steigenden Temperaturen infolge der Klimaerwärmung lassen Bäume, Gräser und Kräuter nicht nur früher, sondern auch deutlich länger blühen.

„Bei höheren Temperaturen werden die Pollenkörner häufig in größeren Mengen produziert und früher freigesetzt. Zudem enthalten sie meist mehr Allergene und wirken deshalb aggressiver“, erklärt Dr. Susanne Jochner-Oette, Professorin für Physische Geographie/Landschaftsökologie und nachhaltige Ökosystementwicklung an der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Heuschnupfen und Klimawandel: Diese App hilft Pollenallergikern

Damit Betroffene den Pollen leichter aus dem Weg gehen können, haben Forscher der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt nun eine spezielle Smartphone-App entwickelt. Mithilfe der kostenlosen App „BAYSICS“ sollen Heuschnupfen-Geplagte durch wenige Klicks zu „Citizen Scientists“, also Laienforschern, werden. Doch wie soll das funktionieren?

Ganz einfach: Sobald Pollenallergiker allergene Pflanzenarten in ihrer Umgebung entdecken, tragen sie diese in die App ein. Nach und nach lässt sich so eine Risikokarte für Heuschnupfen-Geplagte erstellen und Gegenden mit besonders vielen Pollen einfach meiden. Nutzer der App können darüber hinaus auch Tagebuch über ihre Symptome führen. „Damit kann jeder Einzelne seine Allergie beobachten und sein persönliches Verhalten anpassen“, erklärt Susanne Jochner-Oette.

Heuschnupfen und Klimawandel: Diese App hilft Pollenallergikern

Die App ist Teil des Verbundprojekts BAYSICS des Bayrischen Netzwerks für Klimaforschung. Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, wie sich der Klimawandel auf Pflanzen und Tiere in Bayern auswirkt. Indem Bürger aktiv „mit forschen“, soll die komplexe Materie Klimawandel anschaulich vermittelt und für den Einzelnen erfahrbar werden. „Wir möchten dafür sensibilisieren, dass der Klimawandel überall stattfindet und auch in unserem Leben in Bayern deutliche Auswirkungen zeigt“, erklärt Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette.

Aus diesem Grund richtet sich das Angebot der BAYSICS-App nicht nur an Allergiker, sondern vor allem auch an naturbegeisterte Menschen, wie der Allergieinformationsdienst des Helmholtz-Zentrum-München berichtet. So können Laienforscher innerhalb der App auch blühende Pflanzen, Höhengrenzen von Bäumen oder Tiersichtungen melden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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