Seitenporträt eines jungen Mannes mit weißem Hemd und lockigen Haaren beim Autofahren (Symbolbild).
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Heuschnupfenbeschwerden wie juckende Augen, eine laufende Nase und ständiges Niesen können beim Autofahren gefährlich werden (Symbolbild).

Achtung, Unfallgefahr

Mit Heuschnupfen am Steuer: Was Allergiker beim Autofahren beachten müssen

  • Jasmina Deshmeh
    vonJasmina Deshmeh
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Wer auf Pollen allergisch reagiert, kämpft beim Autofahren mit Niesanfällen, laufender Nase und tränenden Augen. Welche Maßnahmen für Sicherheit im Auto sorgen.

München – Ob Frühblüher wie Hasel und Erle oder Gräserpollen: Heuschnupfen-Geplagte haben es um diese Jahreszeit besonders schwer. Denn Allergie-Symptome sind nicht nur lästig, sie können auch gefährlich werden – zum Beispiel beim Autofahren. Wenn permanent die Augen tränen, die Nase läuft oder plötzlich Niesattacken einsetzen, lenkt das ab und Autofahrer können im schlimmsten Fall die Kontrolle über ihren Wagen verlieren, warnt die Deutsche Lungenstiftung. Auch Müdigkeit und Konzentrationsprobleme können Begleiterscheinungen des Heuschnupfens sein. Trotzdem können Pollenallergiker ganz normal Auto fahren, sie sollten allerdings einige Hinweise beachten.

Mit Heuschnupfen am Steuer: So gefährlich sind Niesattacken

Besonders gefährlich wird es, wenn Pollenallergiker durch plötzlich einsetzende Niesattacken das Steuer verreißen. Wer dabei nur eine Sekunde lang die Augen geschlossen hat, legt bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h schon 14 Meter im „Blindflug“ zurück, warnt der ADAC. Bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn verlängert sich die Strecke natürlich. Auch das Suchen und Kramen nach einem Taschentuch im Handschuhfach oder in der Tasche ist gefährlich. Ein kurzer Moment der Ablenkung kann reichen und es kommt zu einem Unfall. Taschentücher sollten deshalb immer griffbereit sein.

Mit Heuschnupfen am Steuer: Medikamente können Reaktionsvermögen beeinflussen

Wurde die Pollenallergie mithilfe eines Allergietests diagnostiziert, kann der Arzt Allergie-Medikamente wie Antihistaminika verschreiben. Sie können zwar die Beschwerden lindern, besonders Antihistaminika der ersten Generation, die die Blut-Hirn-Schranke passieren und die H1 -Rezeptoren im zentralen Nervensystem blockieren, können aber auch müde machen und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Allergiker sollten die Einnahme am besten mit ihrem Arzt besprechen.

Wer auf ein neues Präparat umsteigt, sollte die ersten Tage abwarten und testen, wie das Medikament wirkt, bevor er oder sie sich selbst ans Steuer setzt, rät die Deutsche Apotheker Zeitung. Grundsätzlich vermeiden sollten Allergiker die Kombination aus Antihistaminika und Alkohol. So ist beispielsweise nachgewiesen, dass Alkohol die negativen Effekte von Cetirizin auf die Fahrleistung noch weiter verstärkt.

Mit Heuschnupfen am Steuer: Pollenfilter und Fenster geschlossen halten

Darüber hinaus können ein paar einfache Maßnahmen helfen, Allergie-Beschwerden im Auto zu reduzieren:

  • Während der Pollensaison Autofenster und Schiebedächer geschlossen halten
  • Klimaanlage einschalten und wenn möglich einen Allergen-Filter einbauen
  • Allergiker sollten den Filter doppelt so häufig wechseln, wie vom Hersteller normalerweise empfohlen
  • Möglichst nicht unter Bäumen parken
  • Innenraum des Autos regelmäßig säubern
  • Jacken und Mäntel im Kofferraum verstauen, damit sich daran haftende Pollen nicht im Auto verteilen
  • Taschentücher griffbereit platzieren
  • Sonnenstrahlung kann die gereizten Augen belasten, eine Sonnenbrille schützt

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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