Nahaufnahme eines Straußes mit rosa Lilien (Symbolbild).
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Allergien gegen Blumen sind sehr individuell. Lilien bereiten nur sehr selten Probleme und sind für die meisten Pollenallergiker geeignet (Symbolbild).

Der richtige Strauß

Schnittblumen für Asthmatiker und Allergiker: Diese Pflanzen sind geeignet

  • Jasmina Deshmeh
    vonJasmina Deshmeh
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Ein Blumenstrauß ist immer eine schöne Aufmerksamkeit. Doch Vorsicht, die Blüten einiger Pflanzen können Asthmatikern und Allergikern Probleme bereiten. Hinzu kommt, dass Schnittblumen mit reizenden Pestiziden belastet sein können.

Mönchengladbach – Ein Strauß Blumen gehört zu den klassischen Geschenken, um seine Zuneigung auszudrücken. Auch Pollenallergiker und Asthmatiker möchten nicht auf die natürliche Dekoration verzichten. Bei einigen Blüten ist allerdings Vorsicht geboten, da sie Heuschnupfen-Symptome oder Asthma-Anfälle auslösen können.

Schnittblumen für Allergiker: Vorsicht bei diesen Blüten

Die meisten Pollenallergiker reagieren auf Gräserpollen, Baum- und Kräuterpollen, aber auch einige Blumen können bei ihnen Beschwerden auslösen. Im besten Fall wissen sie, welche Gewächse ihnen Schwierigkeiten bereiten und welche nicht. Es ist also sinnvoll, die betroffene Person vorher zu fragen, welche Blumen geeignet sind und gegen welche möglichweise eine Sensibilisierung besteht. Erfahrungsgemäß sind Allergien und Überempfindlichkeitsreaktionen gegen bestimmte Blumen häufiger, als gegen andere. Wer sich also unsicher ist oder seine Liebsten mit einem Strauß überraschen möchte, sollte folgende Blumenarten meiden:

  • Sonnenblumen: Wer gegen andere Korbblütler wie Beifuß, Ambrosia oder Chrysanthemen allergisch ist, kann laut Deutschem Allergie- und Asthmabund (DAAB) mit Kreuzreaktionen auf die gelben Blüten reagieren
  • Frühjahrsblüher wie Primeln, Narzissen und Co: Die blühende Pracht kann laut DAAB bei Hautkontakt Kontaktallergien (Kontaktekzeme) auslösen. Verantwortlich ist der Stoff Primin
  • Stark duftende Blumen: Magnolien, Hyazinthen, Maiglöckchen, Pfingstrosen,* Duft-Jasmin, Holunder oder der Bauernjasmin (Pfeifenstrauch) können bei Menschen mit empfindlichen Atemwegen und bei Asthmatikern Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu akuten Asthma-Anfällen auslösen

Schnittblumen für Allergiker: Passende Blumen bei Heuschnupfen und Asthma

Allergische Reaktionen auf andere Blumen sind dagegen sehr selten, weshalb sie in den meisten Fällen auch für Allergiker, Asthmatiker und empfindliche Menschen geeignet sind:

  • Rosen: Zählen zu den absoluten Klassikern an Valentinstag und werden auch bei Allergien meist problemlos vertragen
  • Iris, Lilien, Dahlie: Werden meist gut vertragen. Auch Orchideen (im Topf) bereiten in der Regel keine Probleme
  • Primin-arme Züchtungen: Mittlerweile gibt es laut DAAB primin-arme Frühjahrsblüher, die unter anderem unter dem Name „Twilly touch me“ angeboten werden

Schnittblumen für Allergiker: Auch Pestizide können Allergien auslösen

Nicht immer sind es die Blüten selbst, die Beschwerden verursachen. Werden Blumen bei uns im Winter verkauft, stammen sie häufig von anderen Kontinenten wie Afrika oder Südamerika. Dort werden beim Anbau teilweise große Mengen giftiger Pestizide eingesetzt, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Diese Giftstoffe können ebenfalls Allergien auslösen.

Dass die Schnittblumen einmal um die halbe Welt fliegen, scheint auch unter ökologischen Gesichtspunkten bedenklich. Wird die deutsche Lieblingsblume, die Rose, in Kenia angebaut, umgeben sie dort aber ideale Bedingungen: Warmes Klima, viele Sonnenstunden und reichlich Regen. Der Blumenanbau verbraucht deshalb weniger Energie und stößt weniger CO2 aus, als in einem europäischen Gewächshaus. Allerdings sind die sozialen Bedingungen, unter denen die bunte Blumenpracht produziert wird, laut dem Magazin Codecheck oft alles andere als fair. Wer Wert auf einen fairen Anbau legt, sollte deshalb Schnittblumen mit Fairtrade-Label kaufen. Wer synthetischen Düngern und Pestiziden aus dem Weg gehen will und Blumen mit guter Umweltbilanz kaufen möchte, sollte regionale und saisonale Schnittblumen in Bio-Qualität kaufen. Es gibt sie zum Beispiel auf Wochenmärkten oder in Gärtnereien zu kaufen. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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