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Vorsicht bei Kontaktallergien: Weihnachtsgeschenke können Allergene wie Nickel enthalten

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Von: Laura Knops

Ein Mann überreicht seiner Freundin eine Kette als Geschenk, während sie gemeinsam im Bett sitzen (Symbolbild).

Besonders beliebt an Weihnachten: Schmuckstücke wie Ohrringe, Ketten und Armbänder (Symbolbild). © imago images / Shotshop

Nickel gehört zu den häufigsten Kontaktallergenen weltweit. Wer seinen Liebsten Schmuck zu Weihnachten schenken möchte, sollte deshalb auf nickelfreie Alternativen zurückgreifen.

Berlin – Ob es nun ein einzigartiges Geschenk für die Liebste, eine persönliche Überraschung für die Freundin oder etwas Individuelles für die Mutter sein soll – Die Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk kann manchmal ganz schön knifflig sein. Schmuck wie Ohrringe, Ketten und Armbänder gehören an Weihnachten zu den Klassikern unter den Geschenken. Was viele allerdings nicht wissen: In einigen Schmuckstücken verstecken sich Allergieauslöser wie Nickel. Das Metall gehört weltweit zu den häufigsten Kontaktallergenen und sollte daher möglichst vermieden werden. Was man beim Kauf von Schmuck beachten sollten und wie sich eine Sensibilisierung vermeiden lässt.

Allergieauslöser in Schmuck: Weihnachtsgeschenke sollten frei von Nickel sein

Kommt es durch das Tragen von Ohrringen, Piercings, Armbändern oder Ketten zu Rötungen, Hautausschlag und Juckreiz, steckt vermutlich eine Kontaktallergie dahinter. Meist handelt es sich dabei um eine allergische Reaktion auf den im Modeschmuck enthaltenen Nickel. Rund 15,5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden laut der Europäischen Allergiestiftung (ECARF) an einer Allergie gegen Nickel. Frauen und Mädchen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer.

Bei einer Nickelallergie reagiert der Körper meist schon auf kleinste Mengen des Metalls mit allergischen Symptomen. In der Regel beschränken sich diese jedoch auf das Areal, das mit dem Metall in Kontakt kommt. Wie viel Nickel in einem Schmuckstück enthalten sein darf, ist bisher in einer EU-Richtlinie festgelegt. So dürfen Erzeugnisse mit Nickel, die direkt und über längere Zeit mit der Haut in Berührung kommen, nicht mehr als 0,5 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter pro Woche freisetzen. Bei Piercings liegt der Wert für Erststecker sogar nur bei 0,2 Mikrogramm.

Allergieauslöser in Schmuck: Darauf sollten Sie achten

Um Kontaktallergien gegen Nickel zu vermeiden, sollte man möglichst auf nickelhaltigen Schmuck verzichten. Nur so kann eine Kontaktallergie aktiv vorgebeugt werden. Wer seinen Liebsten trotzdem zu Weihnachten eine Freude in Form eines Schmuckstückes machen möchte, lässt sich am besten bei einem Fachhändler beraten. Schmuck aus Feingold, Platin oder Titan ist bei einer Nickelallergie zudem meist die bessere Wahl, denn diese Metalle verursachen nur sehr selten Beschwerden. Vorsicht geboten ist auch bei Urlaubsmitbringseln. Denn nicht in jedem Land wird der Nickelgehalt auch tatsächlich kontrolliert.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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