Es sind mehrere Parfum-Flacons zu sehen (Symbolbild).
+
Duftstoff-Allergie: Rund 3000 verschiedene Duftstoffe gibt es - viele davon können allergische Reaktionen auslösen (Symbolbild).

Gereizte Haut

Allergische Reaktion auf Duftstoffe: Wie gefährlich ist Parfum?

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
    schließen

Duftstoffe in Parfum können die Haut reizen und Kontaktallergien und Atemwegsbeschwerden auslösen. Allergiker müssen die allergisierenden Substanzen daher meiden.

Mönchengladbach – Egal ob in Cremes, Duftkerzen oder Parfum – Duftstoffe sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch während manche Menschen Parfum als besonders angenehm empfinden, können die Inhaltsstoffe bei anderen allergische Reaktionen, Reizungen der Haut oder der Atemwege verursachen. Schuld daran sind die enthaltenen Duftstoffe. Rund 3000 natürliche und künstliche Düfte sind bekannt. Viele davon können bei empfindlichen Menschen, die auf einen oder mehrere Substanzen allergisch reagieren, zu unangenehmen Beschwerden führen. So gehören Düfte laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) neben Nickel zu den häufigsten Kontaktallergenen.

Allergien gegen Duftstoffe: Wie gefährlich ist Parfum?

Gefährlich ist eine Allergie gegen Parfum besonders dann, wenn die allergenen Substanzen bei Betroffenen zu Atemwegsbeschwerden und Asthmaanfällen führen. So leiden viele Asthmatiker unter gesundheitlichen Beschwerden, die durch luftgetragene Duftstoffe in Parfüms ausgelöst werden. Je nach Sensibilisierungsgrad können Parfüms so lebensbedrohliche Symptome hervorrufen.

Häufig treten die allergischen Beschwerden jedoch erst bei Hautkontakt mit den Duftstoffen auf. Gelangen die Duftmoleküle beim Auftragen des Parfüms an die Haut, kommt es an der Kontaktstelle zu Juckreiz, Rötungen und Schwellungen. Reizen Allergene in Wasch- oder Putzmitteln das Immunsystem, kann die Haut jedoch auch großflächig betroffen sein.

Zu den typischen Symptomen einer Kontaktallergie gehören:

Allergien gegen Duftstoffe: Allergene meiden

Da Kontaktallergien bisher nicht heilbar sind, müssen Betroffene die allergenen Duftstoffe streng meiden. Das ist allerdings nicht immer einfach. Denn die Stoffe sind nicht nur in Parfüms, sondern auch in Waschmitteln, Raumbeduftern und Kosmetikartikeln enthalten.

Neben natürlichen Pflanzenextrakten und Pflanzenölen kommen auch tierische Produkte wie Moschus und synthetische Substanzen in Parfüms vor. Doch obwohl rund 3000 Duftstoffe bekannt sind, müssen Hersteller laut EU-Verordnung nur die 26 wichtigsten Allergene kennzeichnen*. Zu den hochpotenten Allergieauslösern mit hohem Sensibilisierungspotenzial zählen laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) Substanzen wie Evernia Prunastri Extract (Eichenmossextrakt), Evernia Furfuracea Extract Baummoosextrakt), Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (Lyral), Isoeugenol (Ylang-Ylang, Muskatnussöl).

Allergien gegen Duftstoffe: Sind duftstofffreie Produkte unbedenklich?

Wer empfindlich auf Duftstoffe reagiert, sollte vor dem Kauf von Kosmetikartikeln, Putz- und Waschmitteln auf die Verpackungsangaben achten. Obwohl dies ein mühsames Unterfangen ist, gibt es für Allergiker auch Lichtblicke. So werden immer mehr Produkte speziell für Menschen mit Kontaktallergien angeboten. Gekennzeichnet werden diese durch Labels wie „parfumfrei“ oder „ohne Duftstoffe“. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare