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Badezusätze im Öko-Test: Diese Produkte sollten Allergiker meiden

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Von: Jasmina Deshmeh

Ein Korb mit verschiedenen Kosmetikflaschen und einer gelben Bade-Ente steht auf einem hellblauen Untergrund (Symbolbild).
Öko-Test hat Badezusätze untersucht. In einigen sind Duftstoffe enthalten, die empfindliche Menschen besser meiden sollten (Symbolbild). © imago images / Shotshop

Duftende Badezusätze können die Haut reizen und bei Menschen mit einer entsprechenden Neigung sogar Allergien auslösen. Grund dafür sind bedenkliche Duftstoffe, wie eine Untersuchung von Öko-Test zeigt.

Frankfurt am Main – Nichts ist im Winter erholsamer als ein wohltuendes Bad: Denn Wärme regt die Durchblutung an, löst Verspannungen und lindert sogar Schmerzen. Damit Bäder auch der Haut bekommen, sollten Verbraucher auf verträgliche Inhaltsstoffe in Badezusätzen achten. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat dazu 50 verschiedene Badezusätze, darunter Badekugeln, Badeöle und Schaumbäder, auf ihre Zusammensetzung untersucht. Das Urteil der Tester: Viele Produkte sind empfehlenswert. Einige enthalten allerdings Problemstoffe und sollten vor allem von Menschen mit einer Neigung zu Allergien gemieden werden.

Öko-Test prüft Badezusätze: Die meisten getesteten Produkte sind empfehlenswert

Zunächst das erfreuliche Ergebnis: Die meisten von Öko-Test untersuchten Produkte sind frei von kritischen Inhaltsstoffen und mit der Note „sehr gut“ und „gut“ nach Ansicht der Tester für die meisten Verbraucher zu empfehlen. Darunter günstige Eigenmarken von Drogerien und Supermärkten, wie Balea (DM), Isana (Rossmann), Pure&Basic (Netto), Elkos (Edeka, Bevola (Kaufland), Today (Penny) und Biocura (Aldi). Gleiches gilt für alle getesteten Naturkosmetik-Produkte (alle Testurteil „sehr gut“), zum Beispiel von Alterra (Rossmann), Dr. Hauschka (Wala) und Weleda (Weleda).

Abzug bei allen Produkten mit der Note „gut“ gab es für  PEG-Verbindungen in den Badezusätzen. Sie sorgen für den beliebten Schaum und den Reinigungseffekt und machen nach Wasser in den meisten Produkten den größten Anteil aus. Das Problematische: PEG-Verbindungen können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Öko-Test prüft Badezusätze: Drei Produkte fallen wegen kritischer Duftstoffe durch

Zweifellos – ein angenehmer Duft macht Badezusätze deutlich ansprechender und kann zum seelischen Wohlbefinden beitragen. Nicht allerdings, wenn die dafür verantwortlichen Duftstoffe möglichweise der Gesundheit schaden. Fast alle getesteten Badezusätzen enthielten Parfum-Mischungen und die meisten sind nach Einschätzung der Tester auch tolerierbar. Die Ausnahme bilden drei Produkte, die Verbraucher meiden sollten:

Die drei Cremebäder enthalten den synthetischen Duftstoff Lilial, der sich in Tierversuchen als fruchtbarkeitsschädigend herausgestellt hat. In den Produkten von Palmolive und Tesori d‘Oriente fanden die Tester außerdem Galaxolid. Dabei handelt es sich um eine synthetische Moschusverbindung, die sich im menschlichen Körper anreichert und der Umwelt schadet.

Öko-Test prüft Badezusätze: Weitere Inhaltsstoffe für Verbraucher mit Duftstoffallergien problematisch

Weitere Produkte enthalten Duftstoffe, wie zum Beispiel Coumarin oder Citral, die ein leichtes allergenes Potenzial haben und für Duftstoffallergiker und Menschen mit einer Neigung zu Allergien relevant sein können. Darunter:

Öko-Test prüft Badezusätze: Tipps für Allergiker

Wer an einer Duftstoffallergie leidet oder empfindliche Haut hat, etwa bei einer Neurodermitis, sollte möglichst auf duftstofffreie Alternativen bei Badezusätzen zurückgreifen. Betroffene erkennen die Produkte zum Beispiel am DAAB-Logo des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB), am ECARF-Siegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung oder dem DHA-Siegel der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA).

Folgende Tipps helfen außerdem, die Haut beim Baden nicht unnötig zu reizen:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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