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Latexallergie: Mögliche Kreuzreaktionen bei Weihnachtskaktus und Christusstern

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Von: Jasmina Deshmeh

Nahaufnahme eines Christusdorn mit roten Blüten (Symbolbild).

Wolfsmilchgewächse wie der Christusdorn können bei einer Latexallergie Kreuzreaktionen auslösen (Symbolbild). © imago images / Scherf

Wenn nach dem Kontakt mit Weihnachtsgewächsen wie Christusdorn und Weihnachtskaktus Haut- und Atemwegsprobleme auftreten, kann eine Allergie dahinterstecken. Meist sind Betroffene eigentlich gegen Naturlatex allergisch.

Mönchengladbach – Nicht nur der Weihnachtsbaum gehört zur Adventszeit, auch andere Pflanzen bringen um diese Jahreszeit mit ihren farbigen Blüten weihnachtliche Stimmung ins Haus. Unter ihnen: Christusdorn und Weihnachtskaktus. Doch ganz unproblematisch sind die dekorativen Gewächse nicht, denn bei Haut- oder Augenkontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Betroffen sind vor allem Menschen mit einer Latexallergie.

Latexallergie: Pflanzensäfte von Christusdorn und Weihnachtskaktus können Kreuzreaktionen auslösen

Mit ihren farbigen Blüten sind Christusdorn und Weihnachtskaktus zwar schön anzusehen, für Menschen mit einer Neigung zu Allergien sind die Gewächse aber nicht zu empfehlen. Vor allem dann, wenn eine Sensibilisierung auf Naturlatex besteht. Bei einer Latexallergie reagieren Betroffene überempfindlich auf bestimmte Substanzen im Saft des Kautschukbaumes. Kommt es zum Hautkontakt, können allergische Symptome auftreten wie:

In seltenen Fällen sind sogar schwere Reaktionen (Anaphylaxien) bis hin zu anaphylaktischen Schocks bekannt. Grund für die Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers: Christusdorn und Weihnachtskaktus scheiden über ihre Blätter einen speziellen Pflanzensaft aus, der Eiweißstoffe enthält, die den Latex-Proteinen ähneln. Bei Latexallergikern kann es deshalb zu sogenannten Kreuzreaktionen kommen.

Aus diesem Grund ist es ratsam, beim Beschneiden der Pflanzen Handschuhe zu tragen.* Allerdings müssen nicht einmal die Blätter der Pflanzen berührt werden: Durch Verdunstung gelangen die Allergene über die Blattoberfläche in die Raumluft, wo sie sich mit Staub verbinden und auf diese Weise eingeatmet werden. Bei Latexallergikern können sie laut Deutschem Allergie- und Asthmabundes (DAAB) allergische Symptome des Sofort- und des Spättyps auslösen. Ähnlich verhält es sich beim Weihnachtsstern, dessen Pflanzenmilch und Pollen ebenfalls Allergien auslösen können.

Latexallergie: Nicht immer sind Christusdorn und Weihnachtskaktus selbst der Auslöser

Nicht immer sind Christusdorn und Weihnachtskaktus selbst der Allergieauslöser. Durch ausgiebiges Gießen kann es auch zu Schimmelbildung in der Blumenerde kommen. Meist ist Schimmel als weißer, flaumiger Belag auf der Blumenerde sichtbar. Gefährlicher sind aber die mikroskopisch kleinen Schimmelsporen, die über die Raumluft in die Schleimhäute der Augen und Atemwege gelangen und allergisches Asthma, eine allergische Bindehautentzündung, allergischen Schnupfen und eine exogen-allergische Alveolitis auslösen können. Auch Nasennebenhöhlenentzündungen und – bei bestehender Neurodermitis – eine Ekzem-Verschlimmerung können laut Allergieinformationsdienst auf eine allergische Reaktion auf Schimmel hindeuten.

Wichtig ist es immer, den Verdacht auf eine Allergie ärztlich abzuklären. Denn eine Behandlung ist nicht nur wichtig, um akute Symptome zu lindern. Unbehandelt können allergische Erkrankungen auch einen sogenannten Etagenwechsel von den oberen in die unteren Atemwege durchlaufen. Zudem ist es wichtig, den genauen Allergieauslöser zu kennen. Nur so kann dieser künftig gemieden und allergischen Beschwerden vorgebeugt werden. *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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