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Allergene in Plätzchen und Co.: Menschen mit Nussallergien besonders betroffen

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Von: Laura Knops

Es sind verschiedene Nüsse wie Walnüsse, Mandeln und Haselnüsse zu sehen (Symbolbild).

Nicht immer muss hinter einer allergischen Reaktion auch eine Nussallergie stecken - häufig ist eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie für die Beschwerden verantwortlich (Symbolbild). © imago images / agefotostock

Leckereien wie Kekse oder Plätzchen bergen für Allergiker viele Risiken. Besonders betroffen sind allerdings Menschen mit Nussallergien.

Berlin – Egal ob in Gebäck oder als Snack für zwischendurch – Nüsse sind in der Adventszeit eine gesunde Alternative zu Plätzchen, Lebkuchen und Weihnachtsstollen. Sie enthalten neben gesundheitsförderlichen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren auch viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Doch Nüsse gehören auch zu den häufigen Allergieauslösern. So sind laut der europäischen Allergiestiftung (ECARF) rund 1,3 Prozent der europäischen Bevölkerung von einer Nussallergie betroffen.

Allergien in der Weihnachtszeit: Häufige allergische Reaktionen auf Nüsse

Obwohl die Nussallergie zu den häufigsten Allergien bei Erwachsenen und Kindern gehört, steckt nicht immer eine allergische Reaktion gegen Nüsse dahinter. So werden die Beschwerden häufig durch eine Kreuzreaktion gegen Pollen verursacht. In diesem Fall spricht man von einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie. Dabei reagiert der Körper von Betroffenen in erster Linie auf Birkenpollen allergisch. Bestimmte Eiweiße der Pollen ähneln den Nuss-Proteinen, verwechselt der Körper diese kommt es so zu einer allergischen Reaktion auf Nüsse.

Bei Menschen mit einer Baumpollenallergie können möglicherweise Haselnüsse, Paranüsse, Walnüsse oder Mandeln eine Allergie auslösen. Die Symptome der Kreuzreaktion beschränken sich in der Regel auf den Mund und Rachen. Diese verlaufen zudem meist deutlich milder als bei einer primären Allergie gegen Nüsse. So spüren Betroffene häufig nur ein leichtes Kratzen oder Jucken im Mund-Rachen-Raum.

Allergene in Plätzchen und Co.: Nussallergie mit schwerwiegenden Folgen

Anders als bei einer Baumpollenallergie sind die Beschwerden bei einer Sensibilisierung gegen das Eiweißes in Nüssen meist deutlich gefährlicher. Denn bei einer richtigen Nussallergie können schon geringe Mengen des Eiweiß zu heftigen allergischen Reaktionen führen*.

Innerhalb kurzer Zeit kann es so zu starkem Juckreiz, Hautrötungen und Nesselsucht bis hin zu geschwollenen Schleimhäuten und Verdauungsbeschwerden kommen. Nicht selten droht Allergikern laut der Europäischen Allergiestiftung (ECARF) ein lebensgefährlicher anaphylaktischer Schock.

Allergene in Plätzchen und Co.: Die häufigsten Allergieauslöser

Früchte, Kerne und Saaten werden in der Regel unter dem Begriff Baumnüsse zusammengefasst. Doch auch wenn es sich nicht bei allen „Weihnachtsnüssen“ tatsächlich im botanischen Sinn um eine Nuss handelt, können sie bei Allergikern unangenehme Symptome auslösen. Diese Baumnüsse gehören zu den häufigsten Allergieauslösern:

Während eine Allergie gegen Paranüsse und Macadamia, die beiden zu den Baumsamen zählen, eher selten ist, gehört die Mandel zusammen mit den Walnüssen zu den häufigsten Baumnussallergenen. Die Kerne des Mandelbaums lösen bei Menschen mit einer Baumnussallergie ähnliche allergische Reaktionen aus wie Nüsse. Zudem reagieren rund zwei Drittel der Menschen mit einer Birkenpollenallergie auch auf die Eiweiße in Mandeln. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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