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Bunte Ostereier: Vorsicht, Ostereierfarben können eine allergische Reaktion auslösen

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Von: Laura Knops

Weniger künstlich, dafür aber umso gesünder: Wer Ostereier in diesem Jahr mit ganz natürlichen Mitteln färbt, umgeht ungesunde Farbstoffe. 

Marburg – Ostereier zu färben macht nicht nur Kindern großen Spaß. Auch viele Erwachsene erfreuen sich jedes Jahr zu Ostern daran. Auf künstliche Synthetik-Farben sollte man beim Eierfärben allerdings besser verzichten. Denn die Lebensmittelfarben sind nicht immer unbedenklich. Zudem verträgt nicht jeder die erlaubten Farbstoffe. Worauf Sie beim Färben der Ostereier achten sollten und welche Alternativen es gibt, erfahren Sie hier.

Bunte Ostereier: Vorsicht, Ostereierfarben können Allergien auslösen

Egal ob gekauft im Supermarkt oder von Hand bemalt – oftmals werden zum Färben von Ostereiern künstliche Farben aus dem Supermarkt verwendet. Häufig dringen die Farben durch kleine Risse in das Ei ein und werden nicht selten mitgegessen.

Diese beinhalten jedoch in der Regel bedenkliche Lebensmittelfarben und müssen daher gekennzeichnet werden. Laut dem Verbrauchermagazin Öko-Test enthalten die meisten gefärbten Eier Stoffe, die zwar in Deutschland zugelassen sind, jedoch in der Kritik stehen, die Gesundheit zu beeinträchtigen.

Ostereierfärben: Diese Farben sollten Sie meiden

Wem bereits bekannt ist, dass er unter einer Allergie gegen Lebensmittelfarbe leidet, der sollte lieber nicht zu bereits gefärbten Eiern greifen. Denn künstliche, aber auch natürliche Eierfarben können bei empfindlichen Verbrauchern allergieähnliche Reaktionen auslösen. Bunte Ostereier können bei Allergikern zu Hautreaktionen, Neurodermitis-Schüben oder sogar zu einem Asthma-Anfall führen, wie der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte berichtet.

Um unangenehme Beschwerden zu vermeiden, sollten sich Allergiker daher ausreichend über die verwendeten Farbstoffe informieren. Diese sind in der Regel als E-Nummern auf der Verpackung angegeben. Laut dem Deutschen Grünen Kreuz gelten besonders die Farbstoffe Azorubin (E 122) für rote Eier und Brillantschwarz (E 151) für blaue Eier als gesundheitlich bedenklich. Keine Probleme bereiten dagegen die Farben Chlorophyllin (E 140) für grüne Eier und Bixin oder Norbixin (E 160b) für orangenfarbene Eier.

Ostereier färben: Natürliche Farben auf Pflanzenbasis

Mit natürlichen Materialien und Farben lassen sich Ostereier genauso schön, dafür jedoch viel gesundheitsfreundlicher färben*. Wer seine Ostereier in diesem Jahr auf natürliche Art färben möchte, kann zu Naturfarben auf Pflanzenbasis* greifen. Diese Methode ist zwar etwas zeitaufwendiger als das Färben mit künstlichen Mitteln, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Diese unterschiedlichen Farbtöne können laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) mit natürlichen Zutaten kreiert werden:

Ostereier färben: So färben Sie Eier natürlich bunt

Um die Pflanzenfarbe herzustellen, müssen die Zutaten zunächst gut zerkleinert und für einige Stunden in ausreichend Wasser eingeweicht werden*. Ist die Mischung durchgezogen, sollte der Sud auf niedriger Hitze erwärmt und anschließend gefiltert werden. So werden alle Pflanzenreste entfernt.

Dann rohe oder ausgeblasene Ostereier in den Sud geben und für mindestens zehn Minuten sieden. Gekochte Eier lässt man etwa 30 Minuten lang im kalten Farbsud ziehen, bis sie den gewünschten Farbton erreichen. Zuvor sollten die Ostereier allerdings gründlich in Essigwasser gereinigt werden. Zum Schluss die Eier aus der Farbe nehmen und gründlich trocknen lassen. *RUHR24.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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