Es ist ein Osternest mit Ostereiern zu sehen (Symbolbild).
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Wer unter einer Hühnereiallergie leidet, muss auf Ostereier zum Osterfest verzichten (Symbolbild).

Allergie-frei an Ostern

Ostern mit Hühnereiallergie: So können auch Allergiker das Fest genießen

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Ostern ohne Ostereier? Wer unter einer Hühnereiallergie leidet, muss beim Osterfest auf einiges verzichten. Denn nicht nur gekocht zum Frühstück, auch als Bindemittel in Süßspeisen und Backwaren werden Eier eingesetzt. Doch es gibt Alternativen.

Mönchengladbach – Egal ob gekocht zum Frühstück, festlich bemalt am Osterstrauß oder als Bindemittel in Osterzopf, Brot und Soßen – An Ostern gehören Ostereier traditionell einfach dazu. An den Osterfeiertagen erhöht sich der wöchentliche Eier-Konsum im Durchschnitt von etwa vier Eiern pro Kopf auf ganze sieben Eier die Woche. Doch auch in vielen Leckereien und Backwaren zum Osterfest sind Eier versteckt. Wer unter einer Allergie gegen Hühnereier leidet, für den kann Ostern allerdings schnell zu einer Herausforderung werden. Damit es nicht zu allergischen Reaktionen wie Schwellungen, Rötungen und Atemnot kommt, sollten Betroffene daher Einiges beachten. Häufig lassen sich die Leckereien zu Ostern problemlos durch schmackhafte Alternativen ersetzen.

Ostern mit Hühnereiallergie: Ursachen und Symptome der Lebensmittelallergie

Neben Kuhmilch und Nüssen gehören die Hühnereier zu den häufigsten Auslösern einer Lebensmittelallergie. Laut der European Center for Allergy Research Foundation (ECARF) leiden etwa 0,2 Prozent der europäischen Bevölkerung an einer Allergie gegen Eiweiß. Vor allem Säuglinge und Kinder sind laut ECARF häufig davon betroffen.

Ausgelöst wird die Allergie durch, die im Eiweiß der Eier enthaltenen, Proteine. Seltener provozieren Allergene (allergiefördernde Stoffe) im Eigelb eine Immunreaktion. Dabei richtet sich eine Hühnereiweißallergie speziell gegen Eiweißkomponenten aus dem Hühnerei. Eine „allgemeine Eiweißallergie“, bei der Menschen auch auf andere Eiweißarten wie beispielsweise Milcheiweiß allergisch sind, gibt es also nicht.

Ostern mit Hühnereiallergie: Auf Leckereien verzichten?

Für betroffene Allergiker sind nicht nur gefärbte Ostereier tabu, auch auf Süßspeisen, Brot und Gebäck müssen sie häufig verzichten. Um keine unangenehme Überraschung zu erleben, ist ein genauer Blick ins Zutatenverzeichnis für Hühnereiallergiker daher unverzichtbar. Denn besonders in verarbeiteten Lebensmitteln stecken laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) häufig Eier.

Da Hühnereier zu den 14 häufigsten Lebensmittelallergenen gehören, müssen sie von Herstellern unbedingt gekennzeichnet werden. Folgende Begriffe weisen auf Hühnereier in Produkten hin:

  • (Ov)-Albumin
  • Lysozym (E 1105)
  • Ovoprotein 

Ostern mit Hühnereiallergie: Diese Alternativen gibt es

Backen und kochen ohne Eier? Das geht tatsächlich - denn es gibt zahlreiche Alternativen zu Hühnereiern in Teig, Soßen oder Panaden. Wer Osterzopf und Osterlamm zu Hause selber backt, kann die Zutaten selbst bestimmen.

In Kuchen und Backwaren können Eier ganz einfach durch eine Kombination aus Pflanzenöl, Wasser und Backpulver ersetzt werden. In süßen Desserts sorgt Mineralwasser für Lockerung und Safran gibt dem Gebäck eine ei-ähnliche Farbe, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) erklärt.

Folgende Rezepte lassen sich laut DAAB auch ohne Eier zubereiten:

RezeptAlternative
Kuchen und PlätzchenMischung aus Pflanzenöl und Backpulver
Lockerungsmittel für Süßspeisengeschlagene Sahne, Mineralwasser
Dickungsmittel in Süß- und CremespeiseGelatine, Agar-Agar
Suppen und SaucenKartoffelstärke, Johannisbrotkernmehl, Pektin
FärbemittelSafran

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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