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Veganer Ei-Ersatz bei „Die Höhle der Löwen“: Weshalb ist der Deal geplatzt?

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Von: Jasmina Deshmeh

Porträt des Unternehmer Nils Glagau bei einem Pressetermin in Hamburg (Symbolbild)

Wollte den veganen Eiersatz unterstützen: Unternehmer Nils Glagau (Symbolbild) © Chris Emil Janßen/imago-images

In der Sendung „Die Höhle der Löwen“ hatten sie sich schon geeinigt –trotzdem sagte MyEy-Gründer Chris Geiser dem Investor Nils Glagau für eine Zusammenarbeit ab. Was sind die Gründe?

Köln – Unternehmer Nils Glagau konnte er bei „Die Höhle der Löwen“ mit seinem veganen Eiersatz überzeugen, trotzdem ist der Deal für MyEy-Gründer Chris Geiser geplatzt. Was ist passiert?

Veganer Ei-Ersatz bei „Die Höhle der Löwen“: Eier stecken in vielen Lebensmitteln

Eier werden häufig als Bindemittel, Feuchtigkeitsspender oder Geschmacksverstärker eingesetzt und stecken in vielen Backwaren, Desserts und industriell hergestellten Lebensmitteln. Wer gegen Hühnerei allergisch ist oder aus ethischen Gründen keine tierischen Produkte konsumieren möchte, muss auf allergenfreien bzw. veganen Eiersatz zurückgreifen.

Für diese Menschen hat sich Konditormeister und Bäcker Chris Geiser etwas überlegt: Seit zwei Jahrzehnten betreibt er Europas erste vegane Vollwert-Konditorei, hat in dieser Zeit sogar zwei Weltrekorde gebrochen: die größte vegane Sachertorte und die längste vegane Schokorolle der Welt. Mit „MyEy“ hat er außerdem eine vegane Ei-Alternative auf den Markt gebracht, die wie das Original schmecken und genauso wie klassisches Hühnerei einsetzbar sein soll.

MyEy-Produkte gibt es als:

Sie bestehen aus pflanzlichen Proteinen, Johannisbeerkrautmehl und einigen Mineralsalzen und Gewürzen. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung sind sie bereits seit sechs Jahren auf dem Markt und haben dem Gründer jährlich rund 120.000 Euro Umsatz beschert. Um sein Sortiment zu erweitern, bot er den Investoren nun 15 Prozent seiner Firmenanteile an und forderte dafür 150.000 Euro.

Veganer Ei-Ersatz bei „Die Höhle der Löwen“: Nils Glagau zunächst überzeugt

Während Georg Kofler und Judith Williams nicht überzeugt sind, machen Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel ein gemeinsames Angebot: 300.000 Euro für 30 Prozent. Doch der Deal geht an Nils Glagau – zu Geisers Wunschkonditionen. MyEy sei „eine Nische, aber auch ein Trend, der sich weltweit fortsetzen wird“, so der Investor.

Was viele Zuschauer nicht wissen: Zwischen Aufzeichnung und Ausstrahlung der Sendung liegen mehrere Monate, weshalb einige Produkte sofort nach dem Sendetermin in den Läden zu finden sind – oder eben auch nicht. Denn der Deal zwischen Glagau und MyEy platzte offenbar nach der Sendung, wie Business Insider berichtet.

Veganer Ei-Ersatz bei „Die Höhle der Löwen“: Deshalb platzte der Deal

Was war passiert? Laut Business Insider habe Glagaus Team den Konditor nach der Sendung zu Strategie, Marketing, Vertrieb und Finanzen beraten. Dabei hätten beide Seiten schnell gemerkt, dass sie zwar menschlich gut harmonieren und gleiche Ansichten und Werte teilen. Es gebe aber auch unterschiedliche Meinungen zu einigen Punkten. Während sich Glagau eine breitere Produktpalette und Vertriebsunterstützung in Asien und den USA wünschte, habe der Konditormeister vor allem ein persönliches Ziel vor Augen: Zeit mit seiner Familie zu verbringen und sein Masterstudium in Handelsmanagement abzuschließen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteur:innen leider nicht beantwortet werden.

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