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Nussallergie: Auf welche Kosmetikprodukte Sie besser verzichten sollten

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Von: Jasmina Deshmeh

Eine Flasche Erdnussöl liegt zwischen mehreren Erdnüssen (Symbolbild)
Nussöl kann Bestandteil von verschiedenen Kosmetikprodukten sein. Allergiker sollten sie besser meiden (Symbolbild) © McPHOTO/Kerpa/Imago

Nussextrakte werden in Kosmetik gern als pflegende Substanzen eingesetzt. Für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut birgt das jedoch Risiken.

Mönchengladbach – Erdnussöl wird von Kosmetikherstellern eingesetzt, um die Haut glatt und geschmeidig zu machen. Für Allergiker, Kinder oder Menschen mit geschädigter Haut kann das allerdings gefährlich werden. Denn die darin enthaltenen Erdnussproteine reichen bei schweren Erdnussallergien immer noch aus, um eine allergische Reaktionen hervorzurufen. Wir erklären, woran Sie Inhaltsstoffe mit Erdnuss erkennen können.

Nussallergiker: EU-Vorgaben für Kosmetik reichen nicht aus

Kosmetik mit Erdnussöl ist nicht nur bei einer bestehenden Erdnussallergie problematisch: Durch den wiederholten Hautkontakt kann es auch zu Sensibilisierungen bei nicht-allergischen Personen kommen. Vor allem Kinder und Menschen mit geschädigter Haut, zum Beispiel bei Neurodermitis oder Schuppenflechte, sind betroffen. Aus diesem Grund rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Kosmetik mit Erdnussöl für Kinder überhaupt nicht zu nutzen. Zudem gelten in der EU strenge Vorgaben: Kosmetik mit Erdnussöl muss so behandelt sein, dass der Allergengehalt 0,5 mg/kg Erdnussöl nicht überschreitet.

Für Menschen, die an einer schweren und potenziell lebensbedrohlichen Erdnussallergie* leiden, gibt es jedoch keine unbedenklichen Allergen-Mengen, warnt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB). Sie sollten, ebenso wie Eltern von Kleinkindern, deshalb auf eine Erdnussöl-freie Rezeptur der Kosmetik achten.

Nussallergiker: In diesen Produkten kann Erdnussöl stecken

Erdnussöl und Erdnussextrakte können in Hautölen, Badeölen, Gesichtscremes, Massageölen, Seifen oder medizinische Salben stecken. Verbraucher erkennen sie an folgenden Bezeichnungen:

Erdnussallergiker können außerdem Kreuzreaktionen auf verschiedene andere Nussextrakte, etwa aus Wallnüssen, Cashew, Macadamia oder Haselnüssen, entwickeln und sollten auch diese Inhaltsstoffe meiden. Sie können neben den genannten Produkten auch in Anti-Falten-Creme, Shampoo oder in Selbstbräuner enthalten sein und verbergen sich hinter diesen Begriffen in der Inhaltsstoff-Liste:

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann Kosmetik mit entsprechenden Allergiker-Siegeln kaufen, die frei von Allergenen ist. Bekannte Siegel sind neben dem DAAB-Logo das ECARF-Siegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung und das DHA-Siegel der Deutschen Haut- und Allergiehilfe.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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