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Pflaster gegen Nahrungsmittelallergien: Neuer Ansatz der epikutanen Immuntherapie

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Von: Jasmina Deshmeh

Ein Pflaster klebt auf dem Oberarm einer Frau (Symbolbild)
Bei der epikutanen Immuntherapie werden winzigen Allergen-Mengen mithilfe spezieller Pflaster in die oberste Hautschicht gebracht (Symbolbild) © Emil Umdorf/Imago

Die spezifische Immuntherapie ist die einzige Behandlungsform, die die Ursache einer Allergie behandelt. Eine neue Therapieform mit Allergen-Pflastern könnte nun bei Nahrungsmittelallergien helfen.

München – Schon seit Jahren wird an der epikutanen Immuntherapie (EPIT) als Behandlungsmöglichkeit von Nahrungsmittelallergien geforscht. Studien belegen im Tiermodell jetzt die Wirksamkeit des Ansatzes. Offenbar führt sie zu einer Toleranz des Immunsystems gegenüber dem jeweiligen Allergen.

Pflaster gegen Nahrungsmittelallergien: So funktioniert die EPIT

Bei der aktuellen Studie, die im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht wurde, wurde das als Allergen wirkende Protein (das Erdnussprotein) mithilfe von Mikronadeln in die oberste Hautschicht eingebracht. Dazu wird ein Pflaster auf die Haut geklebt, an dessen Unterseite sich die feinen Nadeln befinden. Diese dringen in die obere Hautschicht ein und setzen dort das Allergen frei. Anders als bei bisherigen Studien braucht es dafür nach Angaben des Allergieinformationsdienstes des Helmholtz Zentrum München keine Hautfeuchtigkeit als Transfermittel.

Pflaster gegen Nahrungsmittelallergien: Das Immunsystem wird trainiert

Ziel der Behandlung ist es, wie auch bei der oralen Immuntherapie, dass eine Art Gewöhnung einsetzt und das Immunsystem künftig weniger stark auf das Allergen reagiert.* Betroffene können dann bestimmte Allergen-Mengen vertragen, ohne dass es zu allergischen Reaktionen kommt. Auch der versehentliche Konsum des Allergieauslösers stellt dann ein deutlich geringeres Risiko dar, denn bei bestimmten Nahrungsmittelallergien wie Nuss- oder Hühnereiweißallergien reichen normalerweise schon Spuren des Allergens aus, um schweren Reaktionen und im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auszulösen.

Pflaster gegen Nahrungsmittelallergien: Unkompliziert und wenig Nebenwirkungen

Bisher galt die orale Immuntherapie als wirksamer, hatte dafür aber auch mehr unerwünschte und teils schwere Nebenwirkungen. Vorteile der neuen EPIT sind:

Sollten künftige Studien mit Menschen diese Ergebnisse bestätigen, könnte die EPIT mit Mikronadelpflaster eine sichere und unkomplizierte Behandungsform zur Desensibilisierung von Menschen gegen Erdnuss- und andere Nahrungsmittelallergien sein.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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