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Duftstoffe, Milben und Pollen: Darauf sollten Allergiker beim Wäschewaschen achten

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Von: Jasmin Pospiech

Das Wäschewaschen gehört für die meisten von uns zum Alltag. Doch Allergiker sollten Bettwäsche & Co. besondere Beachtung schenken. Ansonsten können unangenehme Allergie-Beschwerden die Folge sein.

Berlin – Der Duft von sauberer, frisch gewaschener Wäsche – für viele gibt es nichts Schöneres. Zudem fühlt man sich in duftender Kleidung und Bettwäsche gleich wohler. Doch Duftstoffe und Konservierungsmittel in Waschmittel und Weichspüler können Allergikern Probleme bereiten. Gleiches gilt für Pollen, die in Kleidung und Bettwäsche hängen bleiben können. Allergiker sollten deshalb bei der Wäschepflege einiges beachten:

Pollen, Milben und Duftstoffe: Diese drei Allergene können sich in Textilien verbergen

Während Kontaktallergiker bei der Wahl und Dosierung des Waschmittels vorsichtig sein sollten, können bei einer Hausstaub- oder Pollenallergien Allergene in der Bettwäsche Betroffene um die nächtliche Ruhe bringen.

Grund für die Beschwerden sind dann:

Pollen, Milben und Duftstoffe: Vorsicht vor Pollen in Kleidung und Bettwäsche bei Heuschnupfen

Haben Sie Heuschnupfen, wissen Sie bereits, dass Sie allergieauslösende Pollen wenn möglich meiden sollten. Oftmals sind es eine oder gleich mehrere Pollenarten, die während der Blühzeit teils heftige Symptome wie gerötete Augen, starkes Niesen oder Atembeschwerden verursachen.

Wer draußen unterwegs war, hat anschließend oft noch winzige Pollenkörner an der Kleidung haften. Nicht immer sind Sie sofort ersichtlich, können aber eine allergische Reaktion auslösen, wie die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) mit Sitz an der Berliner Charité berichtet. Daher empfiehlt es sich, die Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien zu waschen. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie in der Waschmaschine gut geschleudert wird.

Zudem sollten Sie sich besser nicht im Schlafzimmer entkleiden, da so die Pollenkörner ins Bett gelangen können. Außerdem ist es als Pollenallergiker ratsam, gewaschene Kleidung nicht zum Trocknen ins Freie zuhängen, da sich Pollenkörner in der Wäsche verfangen können.

Pollen, Milben und Duftstoffe: Bettwäsche bei Hausstauballergie regelmäßig wechseln

Sind Sie auf Hausstaub allergisch, sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihre Bettwäsche auszutauschen. Für Allergiker gibt es im Fachhandel hypoallergene Bettdecken und Kissen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, Bettwäsche, in der sich Hausstaubmilben aufgrund des feucht-warmen Klimas gerne aufhalten, wöchentlich bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen.

Bei Bettdecke und Kopfkissen reicht ein Waschgang im Abstand von vier bis sechs Wochen bei ebenfalls 60 Grad Celsius. Und was tun bei empfindlichen Textilien wie zum Beispiel Kuscheltieren? Da hilft ein einfacher Trick: Legen Sie sie mehrere Stunden in den Gefrierschrank. Das tötet die Milben und Keime ab. Anschließend können Sie sie bei niedrigen Temperaturen waschen, um letzte Reste der Allergene zu entfernen.

Pollen, Milben und Duftstoffe: Allergiker sollten auf duftstoffreie Waschmittel achten

Wenn ein Waschmittel nach Frühling oder Blüten duftet, sollten Allergiker misstrauisch werden. Bei einer bestehenden Überempfindlichkeit können darin enthaltene Duftstoffe nicht nur die empfindliche Haut, sondern auch die Atemwege reizen. Stattdessen sollten Sie lieber auf duftstofffreie Waschmittel umsteigen, oftmals auch als „Sensitiv“-Variante gängiger Hersteller gekennzeichnet. Das gilt auch ganz besonders für Weichspüler.

Viele Flüssigwaschmittel enthalten zudem Konservierungsstoffe, welche ebenfalls Kontaktallergien auslösen können. Aus diesem Grund empfehlen Experten oft Pulverwaschmittel oder speziell gekennzeichnetes allergikerfreundliches Flüssigwaschmittel.

Pollen, Milben und Duftstoffe: Kleidung vor dem ersten Tragen waschen

Zu guter Letzt ein allgemeiner Rat: Kaufen Sie neue Kleidung, so ist es sinnvoll, diese vor dem ersten Tragen immer zu waschen. Schließlich sind viele Textilien bei der Herstellung mit chemischen Substanzen behandelt worden, die die Haut reizen können und erstmal entfernt werden sollten.

Pollen, Milben und Duftstoffe: Allergikergeeignete Waschmaschine nutzen

Moderne Waschmaschinen sind für viele Allergiker ein Segen. Schließlich sind sie mit vielen hilfreichen Funktionen ausgestattet. Unter anderem sollen sie dafür sorgen, dass die Haut nach dem Waschen mit so wenig Allergenen wie möglich in Kontakt kommt. Während einige Geräte über zusätzliche Spülgänge in entsprechenden Programmen verfügen, besitzen andere sogar eine extra Spültaste. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Pollen, Milben und Tierhaarallergene gründlich beseitigt werden. In der Pollenzeit sollten Sie auf schnelle Waschgänge verzichten und darauf achten, dass die Wäsche gründlich ausgepült wird.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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