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Schimmel-Alarm: Die fünf häufigsten Irrtümer über Schimmelpilze

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Von: Laura Knops

Unzureichendes Lüften und ständiges Heizen fördern in der kalten Jahreszeit die Bildung von Schimmelpilz. Wir klären die fünf häufigsten Irrtümer über gesundheitsgefährdenden Schimmel auf.

Düsseldorf – Im Winter hat Schimmel in der Wohnung leichtes Spiel. Denn ist die Luft draußen eisig, fördert unzureichendes Lüften und warme Temperaturen innen die Bildung von Schimmel. Wer in den eigenen vier Wänden die unschönen Flecken entdeckt, sollte schnell handeln. So erhöhen Schimmelpilze in Innenräumen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht nur die Gefahr, an einer Allergie zu erkranken, sondern können auch Atemwegsinfektionen bis hin zu Asthma auslösen.

1. Irrtum über Schimmel: Alte Häuser schimmeln schneller als neue oder sanierte Wohnungen

Falsch. Obwohl der Gedanke naheliegend ist, dass alte Häuser und Wohnungen schlechter gedämmt und damit anfälliger für Schimmelbefall sind, können auch Neubauten schimmeln. Egal ob neu oder alt, herrscht in Innenräumen eine hohe Luftfeuchtigkeit, bildet sich Schimmel. Zudem kann eine hohe Baufeuchte in neu gebauten Wohnungen und Häusern die Entstehung von Schimmelpilzen begünstigen.

2. Irrtum über Schimmel: Schimmel verschwindet meistens von selbst wieder

Falsch. Schimmel sollte immer schnellstmöglich entfernt werden. Eine hohe Konzentration von Pilzsporen kann die Gesundheit gefährden und die Entstehung von Allergien begünstigen. Schon kleine Stellen sollten Haus- und Wohnungsbesitzer daher ernst nehmen.

Schimmel kann zudem immer wieder auftreten. Grund dafür ist, dass sich immer Pilzsporen in der Luft befinden. In der Regel sind die Schimmelsporen zwar harmlos – finden sie jedoch eine geeignete Oberfläche, bildet sich Schimmel. Es ist daher wichtig, den Schimmel nicht nur oberflächlich zu entfernen, sondern auch die Ursachen für den Befall zu beheben.

3. Irrtum über Schimmel: Hausmittel helfen gegen Schimmel

Stimmt. Ist die vom Schimmel befallene Fläche nur oberflächlich betroffen und sehr klein, lassen sich Schimmelflecken meist leicht entfernen. Am besten dazu geeignet ist Spiritus aus dem Bau- oder Drogeriefachhandel. Auch 70- bis 80-prozentiger Ethylalkohol (Weingeist) oder Wasserstoffperoxid helfen gegen Schimmelpilze*.

Hat sich der Schimmel allerdings bereits großflächig ausgebreitet, sollte laut der Verbraucherzentrale NRW ein Experte die Pilzsporen beseitigen. Der Grund: Ist der Schimmelbefall weiter fortgeschritten, steckt der Schimmel meist auch in tieferen Strukturen von Wänden oder Boden.

4. Irrtum über Schimmel: Lüften verhindert die Bildung von Schimmel

Stimmt. Allerdings nur, wenn auch richtig gelüftet wird. Wer regelmäßig lüftet, die Fenster dabei jedoch nur kippt, beugt Schimmel keinesfalls vor. Denn beim Kippen dauert es in der Regel sehr lange, bis die Luft ausgetauscht wird. Zudem kühlt das geöffnete Fenster die Wand stark ab. Das erhöht die Schimmelgefahr zusätzlich, denn Luftfeuchtigkeit kondensiert an einer kalten Wand deutlich leichter. Besser ist es, mehrmals täglich für einige Minuten bei geöffnetem Fenster stoß zu lüften. Das unterstützt den Luftaustausch, ohne dass die Wände zu sehr abkühlen.

5. Irrtum über Schimmel: Feuchte Keller im Sommer lüften

Stimmt, jedoch sollten feuchte Keller nur bei Nacht gelüftet werden. Denn tagsüber gelangt warme Luft in den Keller, wodurch sich die Luftfeuchtigkeit nicht etwa verringert, sondern zusätzlich erhöht. Keller sollten daher im Sommer nur nachts und im Winter in Maßen tagsüber gelüftet werden.

Viele glauben zudem, dass bei Regen und Nebel Feuchtigkeit in die Wohnung gelangt. Gerade im Winter kann dagegen auch bei Regenwetter gelüftet werden. Ist die Luft draußen kühler als innen, sinkt durch das Lüften die Feuchtigkeit in der Wohnung - auch wenn es draußen nass und neblig ist. *merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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