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Veganes Eis: Bei Laktoseintoleranz geeignet – Vorsicht bei Nahrungsmittelallergien

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Von: Jasmina Deshmeh

Schokoladeneis am Stiehl liegt in einer lilafarbenen Schüssel (Symbolbild).
Veganes Eis macht Naschen trotz Laktoseintoleranz möglich. Problematisch können die Zutaten dafür bei Nahrungsmittelallergien sein, etwa gegen Soja (Symbolbild). © IMAGO / Westend61

Veganes Eis ist im Trend. Wer eine Lebensmittelallergie hat, sollte die Zutatenliste aber gründlich prüfen, sonst kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen.

Kiel Veganes Eis ist beliebt, nicht nur bei Verbrauchern, die aus ethischen Gründen keine Milch verzehren möchten. Auch Menschen mit Laktoseintoleranz können bei der veganen Rezeptur bedenkenlos zur kühlen Erfrischung greifen, ohne sich auf Fruchtsorten beschränken zu müssen. Das Angebot im Supermarkt ist mittlerweile beachtlich. Vorsicht ist allerdings bei Nahrungsmittelallergien geboten, da in veganem Eis häufig verschiedene Nahrungsmittelallergene stecken.

Trendprodukt veganes Eis: Viele Allergieauslöser unter den Zutaten

Da veganes Eis keine Milch bzw. Sahne enthält, bilden stattdessen Kokosfett, Mandeln, Soja, Lupinen, Nüsse oder Hafer die Grundlage. Selten ist auch Erbsenprotein die Hauptzutat. Darüber hinaus sind, je nach Sorte, oft Spuren von Schalenfrüchten, Gluten und Erdnüssen enthalten. Für Nahrungsmittelallergiker ist der Blick auf die Zutatenliste also unerlässlich, warnt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, da viele dieser Zutaten allergische Reaktionen auslösen können. Das gilt allerdings auch für herkömmliches Milcheis, in dem neben Milcheiweiß häufig weitere tierische Allergene wie Eier stecken.

Wer tierische Produkte meiden möchte, sollte in jedem Fall auf Eissorten mit veganem Siegel zurückgreifen, denn bei konventionellem Eis verbergen sich diese nicht nur in den Milcheissorten. Auch Fruchteis und Sorbet können tierische Zutaten enthalten: So werden industriell hergestellte Säfte häufig mit Gelantine geklärt. In Sorbets dient sie oft als Bindemittel. Außerdem können Fruchteis und Sorbet Eischnee und tierische Farbstoffe enthalten, wie Karminrot (in der Zutatenliste: E-Nummer E120), das aus Cochenille-Läusen stammt.

Trendprodukt veganes Eis: Die meisten Produkte enthalten viele Zusatzstoffe

Wer veganes Eis im Supermarkt oder Biomarkt kauft, sollte noch aus einem weiteren Grund die Zutatenliste beachten, rät das Verbraucherportal Lebensmittelklarheit. Denn die Qualität und Zusammensetzung der veganen Eissorten variiert teilweise stark. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Schleswig Holstein aus dem letzten Jahr zeigt: Keine von 30 getesteten veganen Eissorten ist frei von Zusatzstoffen. Viele enthalten:

Ähnlich wie auch bei veganem Joghurtersatz werden sie eingesetzt, um eine gleichbleibende Konsistenz, Geschmack, Aussehen oder die Haltbarkeit zu verbessern. Etwas zurückhaltender zeigen sich dagegen Hersteller von Bio-Produkten, von denen sich einige zumindest auf Verdickungsmittel beschränken.

Trendprodukt veganes Eis: Unterschiede bei Preis und Qualität

Große Unterschiede gibt es auch beim Preis und der Qualität bzw. der Kalorienmenge von veganem Eis. Vor allem vegane Sorten mit Keks/ Cookie oder „Cookie Dough“ (Keksteig) enthalten sehr viel Zucker und sind damit echte Kalorienbomben. Der Proteingehalt ist dagegen meist geringer als bei vergleichbaren Milcheissorten. Auch die Preisspanne ist, wie auch bei normalem Eis, bei veganem Eis groß. Das liegt zum einen an den Rohstoffen (etwa aus biologischem Anbau und/oder regionaler Produktion) sowie einer glutenfreien Herstellung oder bekannten Markennamen.

Trendprodukt veganes Eis: Eis ohne Zucker und Zusatzstoffe selbst herstellen

Wer auf Nummer sicher gehen und veganes Eis ohne Zusatzstoffe und Allergene essen möchte, kann es selbst herstellen. Drei einfache Rezepte sind:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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