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Allergie und Atemwege: Das sind die häufigsten allergischen Symptome

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Laura Knops

Eine dunkelhaarige Frau niest in ein Taschentuch (Symbolbild).

Husten, eine laufende Nase und Niesreiz sind häufige Symptome einer Allergie (Symbolbild). © AntonioGuillem/www.imago-images.de

Husten, Schnupfen und starker Niesreiz – eine Allergie belastet die Atemwege. Wie Sie die Anzeichen einer Atemwegsallergie erkennen und bestmöglich behandeln. Alles zu Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

Mönchengladbach – Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Körpers gegen von außen auf den Körper einwirkende Umweltstoffe. Diese Stoffe sind in der Regel harmlos, werden aber vom Immunsystem als Fremdstoff erkannt und lösen eine Abwehrreaktion aus. Allergien sind jedoch keineswegs selten, weltweit erkranken immer mehr Menschen an einer Allergie. So steigt seit Beginn der 90er-Jahre der Anteil der Allergiker in der deutschen Bevölkerung – mittlerweile leiden laut Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrum München etwa 20 bis 30 Millionen Menschen hierzulande an einer Allergie. Besonders häufig belastet die Krankheit dabei die Atemwege. Doch welche Symptome sprechen für eine Allergie? Und welche Medikamente können Atemwegsbeschwerden lindern?

Allergiesymptome: Entstehung in den Atemwegen

Warum immer mehr Menschen an einer Allergie erkranken ist bisher unklar. Forscher vermuten jedoch, dass verschiedene Faktoren in der Umwelt, wie eine hohe Schadstoffbelastung, für den Anstieg mitverantwortlich sind. Im Alltag sind wir einer Vielzahl an Umwelt- und Fremdstoffen ausgesetzt. Diese gelangen über die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen in den Körper und reizen die Atemwege. Auch über die Haut können Stoffe aufgenommen werden. Das Immunsystem erkennt die „Eindringlinge“ und leitet im Bedarfsfall Immunreaktionen ein.

Diese Schutzfunktion ist für uns überlebenswichtig, da wir täglich Millionen von Viren und Bakterien ausgesetzt sind. Das Immunsystem erkennt bekannte Keime wieder und macht diese durch Antikörper unschädlich. Das Beste an diesem System ist, dass wir selbst nichts davon merken. Ganz ähnlich ist der Ablauf bei einer Allergie. Allerdings stuft der Körper hier einen harmlosen Umweltstoff als Gefahr ein und löst Abwehrreaktionen aus. Diese sollen den „Schädling“ so schnell wie möglich aus dem Körper bringen. Zu den Schutzreaktionen zählen tränende Augen, Husten, eine zugeschwollene Nase oder Niesen.

Allergiesymptome im Bereich der Atemwege: Ursachen

Die Ursachen von Allergien kann man in genetische und nicht genetische Faktoren unterscheiden. Genetisch bedingt bildet der Körper allergenspezifische Antikörper in einem gesunden oder vermehrten Ausmaß. Dann reagiert das Immunsystem verstärkt auf den eindringenden Allergiestoff. Des Weiteren zählt eine verminderte Aktivität von regulatorischen Zellen zu den genetischen Faktoren. Diese begrenzen die Selbsttoleranz des Immunsystems, nicht auf jeden eindringenden Stoff zu reagieren. Zudem ist belegt, dass Kinder von Eltern, die unter Allergien leiden, verstärkt von Allergien betroffen sind.

Bei den nicht genetischen Faktoren sind verschiedene Ursachen bekannt:

Allergiesymptome: Häufige Auslöser

Die auslösenden Stoffe einer Allergie werden als Allergene bezeichnet. Die Allergene unterscheiden sich nach dem Weg, wie sie in Kontakt mit dem Körper gelangen oder in diesen eindringen.

Die Auslöser sind vielfältig. Bei einem Allergie-Verdacht lohnt sich daher eine detaillierte Betrachtung der Symptome, um einen zukünftigen Allergen-Kontakt zu meiden.

Allergie: Symptome im Bereich der Atemwege

Die allergischen Symptome können sich vielfältig äußern. Häufig sind vor allem die Atemwege betroffen. Die Allergie äußert sich meistens über die Nase, den Rachenraum, den Hals und Kehlkopf oder in den Bronchien und den Lungen, wenn die Allergene über die Luft aufgenommen wurden. Dies ist zum Beispiel häufig bei Heuschnupfen oder einer Hausstauballergie der Fall. Die Symptome sind ähnlich einer Erkältung, haben aber andere Ursachen.

Allergische Symptome, die typischerweise an den Nasenschleimhäuten auftreten sind:

Auch Im Bereich des Rachen und Hals können Symptome auftreten:

Typische Symptome der unteren Atemwege wie Bronchien und Lungen:

Allergie und Atemwege: Diagnosestellung

Da die Symptome einer Allergie denen einer Erkältung oder einem viralen Infekt sehr ähnlich sind, kann die Bestätigung nur ein Allergietest liefern. Anzeichen für eine Allergie bieten unterschiedliche Anhaltspunkte. Treten die Symptome beispielsweise in einem zeitlichen Zusammenhang oder nach dem Kontakt zu Tieren oder in bestimmten Räumlichkeiten auf, besteht die Möglichkeit einer Allergie. Auch Niesattacken nach dem Aufenthalt im Freien zu einer bestimmten Jahreszeit sind Anzeichen einer Allergie.

Bei der Diagnose helfen Fachleute sowie Ärzte und Ärztinnen weiter. Nach den abgefragten Symptomen im Erstgespräch (Anamnese) folgt im Regelfall ein Allergietest, um den Verdacht zu bestätigen. Hierbei sind auch Informationen zu Allergien im nahen familiären Umfeld wichtig. Als Testmethoden werden größtenteils die folgenden zwei Varianten verwendet.

Besonders bei Kindern ist es wichtig, rechtzeitig einen Facharzt aufzusuchen, um die Verschlimmerung einer Allergie zu verhindern. Denn mit einer präventiven Behandlung können die Folgen einer Allergie minimiert werden. Sonst können aus einer Allergie mehrere werden und allergisches Asthma entstehen.

Atemwegsbeschwerden: Behandlungsmöglichkeiten

Die wichtigste Regel für jeden Allergiker ist es, so weit wie möglich das Allergen zu meiden. Das ist allerdings nicht in allen Fällen möglich. Gerade Hausstaub ist oft besonders schwierig zu umgehen. Darüber hinaus stehen drei verschiedenen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung:

Als Medikamente zur Allergie-Behandlung werden besonders bei Heuschnupfen Antihistaminika eingesetzt. Diese unterdrücken die allergische Reaktion des Körpers auf das verursachende Allergen. Cortison, das ebenso verwendet wird, hat vor allem eine entzündungshemmende Wirkung. Es ist ebenfalls bei schweren chronischen Entzündungen hilfreich. Adrenalin kommt bei einem anaphylaktischem Schock zur Anwendung und wird direkt gespritzt. Alle Medikamente können nur die Symptome behandeln, allerdings nicht die Ursache. Zudem sind sie mit Nebenwirkungen verbunden. Speziell ältere Antihistaminika führen häufig zu Müdigkeit, was die Lebensqualität im Alltag einschränken kann.

Bei der Hyposensibilisierung wird versucht, die Überempfindlichkeit gegen die Allergene abzubauen. Die Methode bietet sich laut Deutschem Allergie- und Asthmabund (DAAB) vor allem bei Pollen oder Milben an. Dazu wird dem Patienten das Allergen in schrittweise steigender Konzentration gespritzt. Diese kontrollierte Zufuhr führt allmählich zu einer erhöhten Toleranz gegen das Allergen.

Atemwegsbeschwerden bei Allergien: Behandlung mit Hausmitteln

Hausmittel, die gegen Allergien eingesetzt werden können, sind wie die Medikamente lediglich eine symptomatische Behandlung. Eine Nasenspülung oder ein feuchter Lappen auf den Augen kann die Beschwerden einer Pollenallergie kurzzeitig lindern. Empfehlenswert ist es, häufiger zu duschen, da sich die Pollen im Haar verfangen. Eine Inhalation mit Eukalyptusöl kann die Bronchien beruhigen. Auch eine gesundeErnährung hilft dem Körper dabei, die Symptome einer Allergie zu mildern.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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