Eine junge Frau sitzt zuhause krank auf dem Sofa (Symbolbild).
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Verstopfte Nase und Kopfschmerzen: Das sind die typischen Beschwerden bei einer Nasennebenhöhlenentzündung (Symbolbild).

Typische Symptome einer allergischen Rhinitis

Nasennebenhöhlenentzündung: Was hilft bei einer Erkältung?

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Egal ob eine allergische Reaktion oder eine Erkältung dahintersteckt – bei einer Nasennebenhöhlenentzündung können die Beschwerden häufig lange andauern. Ein Arztbesuch ist jedoch nicht immer notwendig.

München – Eine Nasennebenhöhlenentzündung wird häufig durch eine Erkältung ausgelöst. Doch auch allergische Reaktionen können laut dem Allergieinformationsdienst des Helmholtz-Zentrum München eine Entzündung der Nasenschleimhaut verursachen. Die sogenannte Sinusitis ist weit verbreitet, lässt sich jedoch meist gut behandeln. Wann Sie zum Arzt sollten und was bei einer Nasennebenhöhlenentzündung zu beachten ist.

Nasennebenhöhlenentzündung: Häufige Ursachen und Entstehung

Als Nasennebenhöhlen bezeichnen Mediziner die Hohlräume im Schädel, welche mit Schleimhaut ausgekleidet sind. Diese Hohlräume befinden sich im Bereich der Stirn, Kiefer, Keilbein, unter den Augen sowie zwischen Augen- und Nasenhaupt. Über kleine „Gänge“ sind die Nasennebenhöhlen mit der Nase verbunden. Entzünden sich die Nasennebenhöhlen, schwellen sie an und produzieren deutlich mehr Schleim als normal. Die Folge: Die Verbindungen zwischen der Nase und den Hohlräumen verstopfen, der Schleim kann nicht mehr richtig abfließen.

Nasennebenhöhlenentzündung: Symptome und Anzeichen

Eine Sinusitis macht sich durch diese typischen Beschwerden bemerkbar:

  • eingeschränkte Nasenatmung
  • Sekretfluss aus der Nase
  • Schmerzen im Gesicht
  • Fieber
  • Kopfschmerzen

Auch der Geruchssinn ist bei vielen Betroffenen häufig eingeschränkt. Oft können Patienten nicht mehr riechen. „Die Entzündung schädigt und zerstört teilweise auch die Riechzellen“, erklärt der Münchner Allgemeinmediziner Jörg Schelling. Bei mindestens zwei von drei Betroffenen bessere sich das allerdings von alleine. Nur bei einem chronischen Verlauf verlören manche Patienten nach Jahren der aktiven Entzündung dauerhaft ihr Riechvermögen.

Nasennebenhöhlenentzündung: Akute und chronische Beschwerden

Mediziner unterscheiden zwischen verschiedenen Arten der Sinusitis: So kann die Krankheit akut, rezidivierend (wiederkehrend) akut und chronisch verlaufen. Häufig sind die Beschwerden einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung deutlich weniger ausgeprägt als bei der akuten Form.

Die Gefahr, dass die Entzündung chronisch wird, kann jederzeit passieren. Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung bestehen die Beschwerden weniger als zwölf Wochen. Treten die Symptome wiederkehrend auf und kommt es zu vier oder mehr Beschwerde-Episoden innerhalb von zwölf Monaten, sprechen Mediziner von einer chronischen Erkrankung.

Nasennebenhöhlenentzündung: Nicht direkt zum Arzt

Wer unter einer Nasennebenhöhlenentzündung leidet, muss nicht zwangsläufig direkt einen Arzt aufsuchen. So können Betroffene sich mit verschiedenen Mitteln selbst helfen. Dazu eignet sich eine Kochsalz-Lösung, etwa in Form von Nasentropfen oder -spray aus der Apotheke, und zur Inhalation. Generell sollten Antibiotika vermieden werden. Diese kommen nur bei einer chronisch entzündlichen Lungenerkrankung oder bei einer Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression) infrage. Auch bei Hinweisen auf Komplikationen wie starke Kopfschmerzen oder Gesichtsschwellungen sowie bei deutlich erhöhten Entzündungswerten können Patienten Antibiotika nehmen.

Sowohl bei einer akuten als auch bei einer chronischen Sinusitis kann die Entzündung auf benachbarte Strukturen übergreifen. Dabei kann es zu Entzündungen mit Eiteransammlung in der Augenhöhle, der Hirnhaut oder im Gehirn kommen. Sehr selten sind dagegen schwerwiegende Komplikationen wie eine Verschleppung der Entzündung in die Blutbahn (Sepsis).

Nasennebenhöhlenentzündung: Wie wird eine chronische Sinusitis behandelt?

Ist der Verlauf der Nasennebenhöhlenentzündung bereits chronisch, kann eine symptomatische Behandlung durch Nasenspülung mit Salzlösung zum Einsatz kommen. Auch pflanzliche Myrtolöle und Eucalyptusextrakte eignen sich zum Ausspülen der Nasennebenhöhlen. (Nasenspülung: Natürliche Linderung bei Allergiesymptomen)

Wer nicht ohne Schmerzmittel auskommt, kann diese bei Bedarf anwenden. Zudem kann auch ein cortisonhaltiges Nasenspray bei chronischen Schwellungen und Reizungen helfen. In Absprache mit dem Arzt kann darüber hinaus eine Therapie mit Cortison in Tablettenform erwogen werden. (Nasenspray bei allergischem Schnupfen: Diese Fehler macht fast jeder)(Mit Material von Angelika Mayr und dpa)

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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