Eine junge Frau putzt sich die Zähne (Symbolbild).
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Schnelle Hilfe bei Mundgeruch: Regelmäßig Zähneputzen und eine gründliche Mundhygiene (Symbolbild).

Was hilft wirklich gegen Mundgeruch?

Mundgeruch: Wie der unangenehme Geruch entsteht und was Betroffene dagegen tun können

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Mundgeruch ist für Betroffene und ihr Umfeld besonders unangenehm. Dabei kann eine gründliche Mundhygiene und regelmäßiges Zähneputzen einfach Abhilfe schaffen. 

Regensburg – Mundgeruch ist zwar sehr unangenehm, meist jedoch harmlos. Denn nur selten steckt eine ernsthafte Erkrankung hinter dem schlechten Atem. Die Ursachen für Mundgeruch lassen sich daher in der Regel einfach herausfinden – Betroffenen kann so schnell geholfen werden. Doch wie entsteht üble Geruch überhaupt und was hilft dagegen?

Mundgeruch: Wie er entsteht und was Betroffene dagegen tun können

Rund jeder vierte Mensch weltweit ist zu bestimmten Tageszeiten von Mundgeruch betroffen, etwa fünf Prozent der Bevölkerung leiden laut der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGPARO) sogar Tag und Nacht unter einem schlecht riechenden Atem. Trotzdem ist das Thema immer noch ein Tabu - und das, obwohl sich der Mundgeruch meist mit ein paar einfachen Maßnahmen in den Griff bekommen ließe.

Besonders unangenehm: Wer unter Mundgeruch leidet, merkt es selbst oft gar nicht. Doch was tun, wenn Freunde und Bekannte den Geruch bemerken? Am besten den Betroffenen mit ein paar Worten auf den aufdringlichen Atem aufmerksam machen. Meist lässt sich dann die Ursache schnell herausfinden und peinliche Situationen vermeiden.

Mundgeruch: Das sind die häufigsten Ursachen für schlechten Atem

Die Ursache eines schlechten Atems liegt in der Regel im Mund selbst nur äußerst selten steckt eine ernste Krankheit hinter den Beschwerden. Zu den häufigsten Gründen für Mundgeruch zählen eine mangelnde Mundhygiene und Zahnprobleme. Aber auch ein verminderter Speichelfluss, ein trockener Mund und Substanzen, die Speichel und Mundschleimhaut beeinträchtigen, können für schlechten Atem sorgen. Nahrungsmittel wie Knoblauch oder Zwiebeln sowie gewürzte Chips, fettige Wurstwaren, Kaffee und Alkohol führen ebenfalls zu den Dingen, die häufig zu einem unangenehmen Geruch aus dem Mund führen.

Zu den häufigsten Ursachen für Mundgeruch zählen:

  • Nahrungsmittel wie Knoblauch und Zwiebeln
  • Alkohol und Kaffee
  • Rauchen
  • schlechte Mundhygiene
  • Mangelernährung und ein leerer Magen
  • trockener Mund und verminderter Speichelfluss
  • bestimmte Medikamente
  • bakterieller Zungenbelag und starker Zahnbelag
  • schlecht sitzende Zahnprothesen, Inlays oder Implantate
  • Zahnfleischentzündungen oder Zahnerkrankungen
  • Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Lungenentzündungen

Mundgeruch: Selten ist eine ernsthafte Krankheit verantwortlich

Seltener sind Krankheiten im Nasen-Rachen-Raum wie ein chronischer Schnupfen, Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder eine Lungenentzündung für den Mundgeruch verantwortlich. In diesem Fall leiden Betroffene auch bei geschlossenem Mund unter den Beschwerden. Mediziner sprechen dann von einer Halitosis (lateinisch für Halitus: Atem, Hauch).

Mundgeruch: Das können Betroffene gegen schlechten Atem tun

Wer nach dem Essen unter Mundgeruch leidet, dem hilft meist schon ein Kaugummi. Regelmäßige Zahnpflege erledigt den Rest. Morgens oder nach einer langen Esspause reicht es meist schon aus, sich gründlich die Zähne zu putzen. Spezielle Zungenschaber entfernen zudem sanft den Zungenbelag.

Mundwasser und -sprays können zwar kurzfristig gegen die Beschwerden helfen, langfristig bewirken sie jedoch nichts gegen die Ursachen des Mundgeruchs. Besser sind spezielle Mundspüllösungen, welche die Bakterien teilweise vernichten – auf Dauer sollten diese allerdings nicht eingesetzt werden.

Auch Haustiere leiden immer wieder mal unter Mundgeruch*. Merkur.de erklärt, was dahinter steckt und was dagegen hilft.*merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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