1. 24vita
  2. Allergien & Unverträglichkeiten
  3. Symptome & Diagnose
  4. Atemwege

Endlich Nichtraucher: Wer mit dem Rauchen aufhört lebt gesünder und ist glücklicher

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Laura Knops

Eine junge Frau zerbricht eine Zigarette (Symbolbild).
Gut für Gesundheit und Seele: Wer mit dem Rauchen aufhört, fühlt sich glücklicher (Symbolbild). © IMAGO / Panthermedia

Wer aufhört zu rauchen, tut nicht nur seiner Gesundheit einen Gefallen, sondern ist auch glücklicher. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie aus England.

Bath – Mehr Geschmack, straffere Haut und gesunde Lungen: Die Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören oder erst gar nicht damit anzufangen, sind vielfältig. Doch mit einem Rauch-Stopp verbessert sich nicht nur die Gesundheit, auch die Seele profitiert von der Entscheidung. Denn Nichtraucher leben gesünder und sind glücklicher. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Cochrane-Übersichtsarbeit.

Rauch-Stopp: Wer aufhört zu rauchen ist glücklicher

Bereits frühere Studien zeigen: Rauchen hat verschiedene negative Folgen. So sterben Raucher im Schnitt rund 10 Jahre früher, bringen aber auch ihre Mitmenschen durch Passivrauchen in Gefahr. Raucher leben neuesten Erkenntnissen zufolge zudem mit einem deutlich erhöhten Risiko, infolge einer Infektion mit dem Coronavirus schwer zu erkranken oder sogar an der Lungenkrankheit zu sterben*, wie Merkur.de berichtet. Dabei sind nicht nur langjährige Raucher gefährdet, bereits eine Zigarette kann gesundheitliche Folgen haben.

Häufig argumentieren Raucher dagegen: Während manche Menschen glauben, dass das Qualmen Stress reduziert oder ein Rauch-Stopp möglicherweise ihre psychischen Probleme verschlimmern könnte, haben andere Angst, dass vor allem ihr Sozialleben oder ihre Freundschaften unter dem Zigaretten-Entzug leiden könnten. Doch welchen Einfluss hat ein Rauch-Stopp wirklich auf die psychische Gesundheit von Rauchern?

Rauch-Stopp: Weniger depressiv, ängstlich und gestresst

In einer aktuellen Übersichtsarbeit des britischen Wissenschaftsnetzwerks Cochrane Collaboration gingen die Forscher der Frage nach, welche Auswirkungen ein Rauch-Stopp auf die Psyche hat. Dazu analysierten sie rund 102 Studien zu den Auswirkungen des Rauch-Stopps. Gewählt wurden Arbeiten, die sich mit den seelischen und körperlichen Auswirkungen des Rauch-Stopps wie Angst-, Depressions- und Stress-Symptome auseinandersetzten.

Die Ergebnisse der Metastudie zeigen: Wer mit dem Rauchen aufhört, fühlt sich bereits nach kurzer Zeit glücklicher. Demnach sind Menschen, die mindestens sechs Wochen lang Schluss mit dem Rauchen machen, weniger depressiv, ängstlich oder gestresst als Menschen, die weiter rauchten. Zudem erlebten sie mehr positive Gefühle und ein besseres psychisches Wohlbefinden.

Rauch-Stopp: Auch Auswirkungen auf Freundschaften

Wer Schluss macht mit dem Rauchen, muss nicht nur gesundheitliche und psychische Veränderungen erwarten. Auch auf Freundschaften und soziale Beziehungen wirkt sich der Rauch-Stopp aus. So hat das Aufgeben des Rauchens keinesfalls einen negativen Einfluss auf das Sozialleben. Weder fühlte sich die Mehrheit der Probanden einsam, noch verschlimmerten sich die psychischen Probleme.

Vielmehr scheint der Rauch-Stopp im Durchschnitt mit kleinen bis mäßigen Veränderungen der Stimmung verbunden zu sein. „Der Rauch-Stopp scheint aber keine negativen Auswirkungen auf die soziale Lebensqualität zu haben. Viele Menschen befürchten auch, dass das Aufhören mit dem Rauchen Stress bedeutet. Die Evidenz zeigt, dass Stress bei Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, reduziert wird und dass es wahrscheinlich längerfristige Vorteile für die psychische Gesundheit der Menschen gibt“, erklärte Gemma Taylor, Hauptautorin und Expertin für Sucht und mentale Gesundheit an der University of Bath in England in einer Mitteilung der Cochrane Collaboration. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant