Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Hausstaubmilben (Symbolbild).
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Bei einer Hausstauballergie reagieren Betroffene überempfindlich auf die Ausscheidungen winziger Hausstaubmilben (Symbolbild).

Studie zu Allergischer Rhinitis

Hausstaub- und Pollenallergie: Verstärken sich die Symptome, wenn beide Allergien zeitgleich auftreten?

  • Jasmina Deshmeh
    vonJasmina Deshmeh
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Haben Menschen mit allergischem Schnupfen stärkere Beschwerden, wenn sie gleichzeitig an einer Hausstaubmilben- und einer Pollenallergie leiden? Eine chinesische Studie ist dieser Frage nachgegangen.

München – Allergischer Schnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, hat oft mehrere Ursachen. Häufig sind Betroffene gegen mehrere Allergieauslöser sensibilisiert oder reagieren sogar auf mehrere Allergene allergisch. Sind sie in der kalten Jahreszeit mehrere Allergieauslösern gleichzeitig ausgesetzt, könnte das die allergischen Symptome verstärken. Chinesische Forscher haben diese Hypothese nun in einer Studie überprüft und untersucht, ob sich ein allergischer Schnupfen verschlimmert, wenn Allergiker gleichzeitig Hausstaubmilben und den Pollen von Herbstblühern ausgesetzt sind.

Hausstaub- und Pollenallergie: So sind die Wissenschaftler vorgegangen

Für die Studie untersuchten die Forscher nach Angaben des Allergieinformationsdienstes des Helmholtz Zentrum München 153 Patientinnen und Patienten, die auf Pollen von folgenden Herbstblühern mit einer allergischen Rhinitis reagieren:

Ein Teil der Probanden war zudem zusätzlich gegen Hausstaubmilben allergisch. war. Um das Ausmaß der allergischen Reaktion zu bestimmen, wurden Symptome in der Nase und in den Augen bewertet. Die Menge der eingeatmeten Allergene wurde anhand der IgE-Antikörperkonzentration im Blutserum bestimmt.

Hausstaub- und Pollenallergie: Ergebnisse zeigen keine Verschlimmerung der Beschwerden

Die Studienergebnisse zeigen: Für die Symptomstärke ist es unwichtig, ob Betroffene gegen eine oder mehrere Pollenarten der Herbstblüher allergisch sind. Auch die Gesamtmenge der eingeatmeten Allergene (in diesem Fall die Konzentration an IgE-Antikörpern im Blut) hatte keinen Einfluss auf den Schweregrad der allergischen Beschwerden. Gleiches gilt nach Einschätzung der Studienautoren für Betroffene, die an mehreren Allergien leiden. Den Untersuchungen zufolge müssen Pollenallergiker bei einer zusätzlichen Hausstauballergie nicht mit stärkeren Symptomen rechnen - etwa, wenn in der kalten Jahreszeit vermehrt Hausstaubmilbenallergene freigesetzt werden. Schuld daran ist die trockene Heizungsluft, die die Ausscheidungen der winzigen Spinnentiere austrocknet. Zerfallen die Exkremente, werden sie als Feinstaub aufgewirbelt und eingeatmet.*

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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