Eine junge Frau kratzt sich am Arm (Symbolbild).
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Nicht nur äußere Einflüsse reizen die Haut, auch Stress kann einen Neurodermitis-Schub auslösen (Symbolbild).

Vorfreude an Weihnachten

Neurodermitis und Psyche: Stress und Freude können Symptome verstärken

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Neben genetischen Faktoren, scheint auch die Psyche einen Einfluss auf die Symptome bei Neurodermitis zu haben. So können Stress, aber auch Vorfreude bei Betroffenen zu einem akuten Krankheitsschub führen.

Bonn – Neurodermitis gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Kindern. Doch auch viele Erwachsene leiden unter den Symptomen der chronisch-entzündlichen Krankheit. Juckreiz, Rötungen und eine sehr trockene, gereizte Haut sind typische Beschwerden bei Neurodermitis. Obwohl die Ursachen der Hautkrankheit bisher nicht vollständig geklärt sind, gehen Mediziner davon aus, dass neben einer genetischen Veranlagung auch psychische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. So können laut der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA) Aufregung und Stress bei Menschen mit Neurodermitis zu akuten Krankheitsschüben führen. Nicht nur negative Gefühle lassen die Haut unvermittelt „aufblühen“, auch positive Emotionen wie die Vorfreude auf eine bevorstehende Verabredung wirken sich auf das Hautbild aus*.

Neurodermitis und Psyche: Vorfreude und Stress können akute Krankheitsschübe auslösen

Neurodermitis und Psyche hängen eng zusammen. So gehen Experten nach heutigem Kenntnisstand davon aus, dass neben einer gestörten Hautbarriere und einem überempfindlichen Immunsystem psychoneurogene Entzündungen maßgeblich an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Dass die Seele auf die Haut wirkt und umgekehrt, beobachten Patienten täglich an der eigenen Haut. So können sowohl Stress als auch Aufregung bei Neurodermitis-Patienten Beschwerden verursachen.

Beides kann jedoch auch zu Frust und Schuldgefühlen führen, wodurch sich wiederum das Hautbild verschlechtern kann. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, sollten sich Betroffene unbedingt vor Augen führen, dass sie keine Schuld an solchen Ekzemschüben haben. So können sich Entzündungen auch dann entwickeln, wenn man sich sonst vorbildlich verhält und alle vorbeugenden Maßnahmen befolgt werden.

Neurodermitis und Psyche: Erfolgsdruck schadet der Haut

Entspannungstechniken, Ablenkung und gezielte Ruhephasen können dabei helfen, gelassener mit der Hautkrankheit umzugehen. Laut Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrum Münchens fokussiert sich die Therapie bei Neurodermitis heutzutage nicht nur auf die physischen Auslöser und Faktoren, sondern bezieht gezielt psychische und soziale Faktoren mit ein. Patienten sollten sich und ihre Haut zudem nicht unter Erfolgsdruck setzen. So bestehe die berechtigte Hoffnung, dass die Hauterscheinungen eines Tages verschwinden. (Mit Material der dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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