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UV-C-Lampen zur Bekämpfung von Bakterien und Viren: Vorsicht, es drohen gefährliche Augen- und Hautreizungen

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Von: Laura Knops

Zwei Männer legen ihr Hände unter eine UV-C-Lampe (Symbolbild).
Egal ob Hände, Luft oder den Boden: UV-C-Lampen sollen Viren und Bakterien bekämpfen (Symbolbild). © imago images / JOKER

Spezielle UV-C-Lampen sollen Oberflächen von Erregern wie Bakterien und Viren befreien. Doch die UV-C-Bestrahlung scheint der Gesundheit vielmehr zu schaden, als dass sie vor Krankheiten schützt.

München – UV-C-Lampen sollen ein wirksames Mittel zur Abtötung von Bakterien und Viren sein. Doch vor allem offen verbaute UV-C-Leuchten bergen ein Gesundheitsrisiko. Davor warnt der TÜV Süd. So besteht für Nutzer die Gefahr, dass die Bestrahlung Augen und Haut schädigt. Bestimmte Personengruppen sollten sich daher von der ungesunden UV-C-Bestrahlung fernhalten.

UV-C-Lampen zur Bekämpfung von Bakterien und Viren: Vorsicht, es drohen Reizungen der Haut und Augen

Energieintensive, kurzwellige Strahlen töten Viren, Bakterien und Pilze ab. Dies machen sich UV-C-Leuchten zu Nutze. Professionelle UV-C-Lampen werden sowohl in Krankenhäusern als auch in Lebensmittelbetrieben und Flughäfen eingesetzt. Doch die UV-C-Lampen sind laut dem TÜV Süd keinesfalls für den häuslichen Gebrauch geeignet. Denn gelangen die UV-C-Leuchten in die Hände von Privatpersonen, drohen unangenehme Nebenwirkungen. „Vergleicht man sie mit anderen Strahlen, dann sind sie fast so gefährlich wie Röntgenstrahlen“, erklärt Werner Varro vom TÜV Süd gegenüber der FAZ. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz mahnt zur Vorsicht beim Gebrauch der UV-C-Geräte. So können die Strahlen bei falscher Bedienung Haut und Augen nachhaltig schädigen. Meist zeigen sich die Beschwerden jedoch erst nach einiger Zeit.

UV-C-Lampen zur Bekämpfung von Bakterien und Viren: Nicht alle Lampen sind geeignet

Ein Test des TÜV-Süds im Auftrag des Hessischen Rundfunks von drei im Internet frei verkäuflichen UV-C-Leuchten hat ergeben, dass alle drei UV-C-Lampen nicht für den privaten Gebrauch zu empfehlen sind. Grund für das schlechte Ergebnis war sowohl die Handhabung der UV-C-Geräte als auch deren Sicherheit. Die Experten beobachteten, dass zwei der Leuchten aus einem offenen System bestehen, aus welchem das UV-C-Licht in gesundheitsschädlicher Stärke austrat. Eine Lampe bewertete der TÜV Süd trotz eines geschlossenen Systems als potenziell gefährlich, da sie keinerlei keimabtötende Wirkung zeigte.

UV-C-Lampen zur Bekämpfung von Bakterien und Viren: So treffen Sie die richtige Wahl

Das bläuliche Licht der UV-C-Lampen ist für das menschliche Auge nur schwer einzuschätzen. Verbraucher sollten daher auf offen verbaute UV-C-Leuchten verzichten. „Entweder ist die Dosis solcher Geräte so gering, dass sie zwar gesundheitlich unbedenklich, dafür aber unwirksam gegen Viren sind. Oder die Dosis ist so hoch, dass die UV-C-Strahlen tatsächlich desinfizieren. Aber dann können sie für den Menschen auch gefährlich sein“, erklärt Werner Varro vom TÜV Süd. Besser geeignet sind Produkte in geschlossenen, festen Gehäusen. Diese gelten laut den TÜV-Süd-Experten als unbedenklich und können zudem sehr wirksam sein. Laut TÜV Süd kann die durch die UV-C-Leuchten gereinigte Luft eine Keimfreiheit von bis zu 99,9 Prozent erreichen*, wie auch merkur.de berichtet. (Mit Material der dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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