Eine junge Frau schminkt sich trotz Maske (Symbolbild).
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Im Winter ist die Haut im Gesicht häufig gereizt - nun wird sie durch das Tragen einer Maske zusätzlich beansprucht (Symbolbild).

Hautreizungen bei Neurodermitis und Kontaktallergien

Gesunde Haut trotz Maske: So lassen sich Hautreizungen im Gesicht vorbeugen

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Maskenpflicht in Pandemie-Zeiten: Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes beansprucht die Haut im Winter zusätzlich. Eine gute Pflege ist daher umso wichtiger - besonders für Menschen mit Neurodermitis und Kontaktallergien.

Mönchengladbach – Kühle Temperaturen draußen und trockene Heizungsluft innen – Im Herbst und Winter ist die Haut meist sowieso schon gereizt. Durch das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes wird die empfindliche Haut im Gesicht jedoch in diesem Jahr ganz besonders beansprucht. Kann die feuchte Atemluft unter der Maske nur schwer entweichen, führt dies schnell zu kleinen Pickelchen und Hautunreinheiten. Bei vielen Menschen reagiert die Haut zudem gereizt und mit Rötungen. Das ist besonders für Neurodermitiker und Kontaktallergiker ein Problem.

Hautpflege in Zeiten von Corona: Die richtige Pflege ist entscheidend

Wer unter einer Kontaktallergie oder Neurodermitis leidet, muss beim Tragen eines Mund- und Nasenschutzes einige Dinge beachten. Doch auch für Menschen mit empfindlicher Haut ist die richtige Hautpflege enorm wichtig. Mit ein paar Tipps lassen sich die Beschwerden jedoch gut in den Griff bekommen:

1. Hautpflege in Zeiten von Corona: Gesicht gründlich waschen

Eine gründliche Hautpflege beginnt mit der Reinigung. „Es ist empfehlenswert, die Haut zunächst mit einem milden Reinigungsprodukt, beispielsweise einer Waschemulsion oder einem Waschgel, zu säubern und danach mit einem Gesichtswasser zu klären“, erklärt Ricarda Zill, Kosmetik-Expertin im Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). (Regelmäßig Desinfizieren: Das sollten Verbraucher bei der Handhygiene beachten)

Reinigungsprodukte helfen, Verschmutzungen, Make-up und abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Letzte Schmutzpartikel werden durch das Gesichtswasser von der Haut gewaschen. Doch nicht nur das: Gesichtswasser neutralisiert den pH-Wert der Haut und bereitet sie auf die weiteren Pflege-Schritte vor. Einige Waschgele wirken zudem antibakteriell - das beugt Pickelchen zusätzlich vor. Neurodermitiker sollten bei der Wahl der Reinigung allerdings darauf achten, dass sie Produkte wählen, die die Hautbarriere nicht zusätzlich schädigen.

2. Hautpflege in Zeiten von Corona: Creme und Pflege für die Nacht

Abends sollte man eine reichhaltige Nachtcreme auf die gereizte Haut auftragen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Creme möglichst viel Feuchtigkeit enthält, ohne fettend zu wirken. Denn: Zu viel Fett auf der Haut kann die Poren zusätzlich verstopfen.

Wer seiner Haut etwas Gutes tun möchte, kann zudem eine Gesichtsmaske auftragen. Allgemein gilt: Pflegeprodukte mit Hamamelis, Rosenextrakt oder Aloe Vera wirken erfrischend, haben eine leicht kühlende Wirkung und spenden Feuchtigkeit. Diese sind jedoch nicht für jeden Hauttyp geeignet. (Hautreizungen durch zu viel Handhygiene? Kinderhände besser desinfizieren und eincremen statt waschen)

3. Hautpflege in Zeiten von Corona: Pflege von Problemhaut

Kleine Pickel bekommt man in der Regel leicht in den Griff. Wer unter unreiner Haut leidet, kann beispielsweise zu einem Peeling greifen. Je öliger die Haut, desto öfter darf ein Peeling verwendet werden - und zwar bis zu dreimal pro Woche. Bei trockener Haut sollte dagegen nur einmal pro Woche ein Peeling angewendet werden. Doch Vorsicht, Neurodermitiker müssen in der Regel Peelings verzichten. (Hauterkrankungen und Corona: Allergische Reaktionen durch das Tragen von Mund- und Nasenschutz)

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) rät Menschen mit Neurodermitis und Kontaktallergien Stoffmasken vor dem ersten Gebrauch mehrmals zu waschen. Dazu sollten nur Waschmittel ohne allergieauslösende Inhalts- und Duftstoffe verwendet werden. Experten raten außerdem dazu, den Mund-Nasen-Schutz mehrmals am Tag zu wechseln. Unter der Maske herrscht ein für Bakterien optimales Milieu, durch langes Tragen der Maske kann es gerade bei bunten Stoffmasken zu Hautreaktionen kommen. (Mit Material der dpa)

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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