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Ihr Darm rumpelt ständig? Diese Geräusche sind nicht mehr normal

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Von: Jasmina Deshmeh

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Darmgeräusche sind unangenehm, oftmals aber harmlos. Bei welchen Anzeichen Sie besser aufhorchen sollten und zum Arzt gehen.

Heidelberg – Unser Darm gibt Geräusche von sich und das ist auch gut so, denn sie zeigen, dass die Verdauung funktioniert. In bestimmten Fällen können übermäßige Darmgeräusche aber auch darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt. Woran Sie erkennen, ob Darmgeräusche normal sind und wann Sie besser zum Arzt gehen sollten.

Ihr Darm rumpelt ständig? Diese Geräusche sind nicht mehr normal

Darmgeräusche sind ein Zeichen dafür, dass das Organ aktiv ist. Sie können sehr unterschiedlich sein und an Grummeln, Glucksen oder Blubbern erinnern. Verantwortlich für die Geräusche ist die sogenannte Peristaltik, also die wellenförmige Bewegung der Darm-Muskulatur, die den Speisebrei aus dem Magen erst in den Dünn- und dann in den Dickdarm und schließlich zum Darmausgang befördert.

Auch Gase und Flüssigkeiten leisten ihren Beitrag zur Geräuschkulisse. Wenn wir essen oder sprechen, schlucken wir automatisch Luft. Zudem werden bei der Verdauung selbst durch die Aufschlüsselung der Kohlenhydrate Gase gebildet (vor allem Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan). Vermischen sie sich mit dem flüssigen Speisebrei, gluckert es. Manchmal stecken auch Blähungen hinter den Darmgeräuschen, also Luftansammlungen, die als Darmwinde abgehen, sogenannte Flatulenz. Doch wie viel Pupsen pro Tag ist eigentlich normal?

Wenn es im Darm grummelt: Blähungen, wenn es im Darm gärt

In den meisten Fällen sind Flatulenzen völlig harmlos. Denn häufig werden Blähungen durch bestimmte blähende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Alkohol und Zucker und Zuckeraustauschstoffe oder auch Stress und Anspannung ausgelöst. Oft hilft ausreichendes Kauen, Bewegung und/oder eine Ernährungsumstellung. Auch genügend Zeit zwischen den Mahlzeiten tut dem Körper gut.

Eine Frau mit dunklen langen Harren, grauem Pullover und Jeansshorts greift sich an den Bauch (Symbolbild)
Blummern, Knurren, Grummeln: Über den Tag macht sich der Darm immer wieder bemerkbar (Symbolbild) © Panthermedia/imago-images

Wer übermäßig an Blähungen leidet, sollte beim Arzt abklären, ob eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder ein Reizdarm die Ursache sind. So können beispielsweise eine Fructoseintoleranz, eine Milchzuckerunverträglichkeit oder eine Zöliakie hinter den Beschwerden stecken. Häufig werden sie auch von Symptomen wie Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten (Durchfall) oder Übelkeit begleitet. Ein Ernährungstagebuch hilft, dem Auslöser auf die Schliche zu kommen.

Wenn es im Darm grummelt: Wann wird es gefährlich?

Darmgeräusche sind zwar lästig, zum Beispiel wenn man sich gerade in einem wichtigen Termin befindet, in den allermeisten Fällen aber harmlos. Macht der Darm hin und wieder Geräusche, muss man sich also keine Gedanken machen. Viele Darmgeräusche nehmen wir zudem gar nicht wirklich wahr.

Es gibt aber auch Erkrankungen, bei denen es zu übermäßigen Darmgeräuschen kommen kann. Mediziner sprechen dann von einer sogenannten Hyperperistaltik, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. So können nach Angaben der Apotheken Umschau zischende oder metallisch klingende Geräusche auf ein mechanisches Hindernis hindeuten, durch das der Stuhl den Darm nicht mehr richtig passieren kann. Laut Deutschem Krebsforschungszentrum können veränderte Darmgeräusche in Verbindung mit veränderten Stuhlgewohnheiten, Blut im Stuhl oder Schmerzen auch auf Darmkrebs hindeuten. Halten die Beschwerden längere Zeit an oder kehren sie immer wieder, ist es daher ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

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Mögliche Ursachen für veränderte Darmgeräusche sind:

Sollten Sie unter einem Reizdarm leiden, dann sollten Sie übrigens auf die Apfelessig-Diät, auf die aktuell viele Promis schwören*, lieber verzichten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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