Junge und Mädchen sitzen in der Küche an einem Tisch voller Früchte.
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Obst und Gemüse ist gesund - zu viel Fruchtzucker sollten Kinder jedoch nicht zu sich nehmen (Symbolbild).

Ab wann wird Obst ungesund?

Vorsicht, Fruchtzucker: Warum zu viel Obst krank macht

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Ärzten zufolge macht Fruchtzucker dick, schadet den Gefäßen und fördert Diabetes. Wer große Mengen Fruktose zu sich nimmt riskiert zudem eine Fructoseintoleranz. Doch wie viel Fruchtzucker ist zu viel?

Bonn – Morgens einen Smoothie, einen Joghurt zwischendurch und zum Nachtisch ein Eis: Wer sich so ernährt, nimmt meist große Mengen Fruchtzucker zu sich. Zu viel Fruktose kann jedoch krank machen. So führen Lebensmittel mit Fruktose nicht nur bei Menschen mit Fructoseintoleranz zu Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Auch bei gesunden Menschen sorgt ein übermäßiger Verzehr des Süßungsmittels für unangenehme Symptome. Doch ab wann spricht man von einer Fructoseintoleranz? Und wie viel Fruchtzucker vertragen gesunde Menschen?

Fructoseintoleranz: Viele Produkte enthalten zu viel Fruchtzucker

Fruktose, auch Fruchtzucker genannt, kommt natürlicherweise in Obst und Gemüse vor. Gemüse enthält allerdings im Vergleich zu Früchten deutlich geringere Mengen des Zuckers. Auch vielen verarbeiteten Lebensmitteln wird Fruchtzucker bei der Produktion zugesetzt. Als Süßungsmittel sorgt Fruktose für die nötige Süße.

In den letzten Jahren zeichnet sich zudem ein erschreckender Trend ab: Immer mehr Produkte enthalten immer größere Mengen des Süßungsmittels. Fruktose ist mittlerweile in den meisten industriell hergestellten Lebensmitteln zu finden. Die Gründe dafür sind vielfältig. So ist Fruchtzucker nicht nur günstiger in der Herstellung als Kristallzucker, sondern überdeckt zudem den unangenehmen Geschmack von Süßstoffen.

Fruchtzucker: Auch Getränke und Fruchtsäfte enthalten Fruktose

Einige Getränke und Fruchtsäfte enthalten bis zu 40 Gramm Fruchtzucker pro Liter. Selbst ein Becher Joghurt mit geringem Zuckeranteil kommt häufig noch auf 15 Gramm Fruktose pro Portion. Das kann schnell zu viel werden. So nimmt ein Erwachsener laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) rund 11 bis 54 Gramm Fruchtzucker pro Tag zu sich.

Eine Aufnahme von mehr als 35 Gramm pro Mahlzeit gilt jedoch bereits als bedenklich. Denn der menschliche Verdauungstrakt kann zu viel Fruchtzucker auf einmal nicht verarbeiten. Laut Angaben der Verbraucherzentrale kann jeder Dritte die Aufnahme von mehr als 25 Gramm Fruchtzucker nicht vertragen und leidet an einer Fruchtzuckerunverträglichkeit.

Fruchtzucker macht dick, krank und träge

Aber auch für gesunde Menschen und speziell für Kinder können mehr als 35 Gramm pro Mahlzeit – die etwa in zwei Gläsern Apfelsaft stecken – schon zu viel sein. So kann zu viel Fruchtzucker nicht nur zu Magen- und Darmbeschwerden führen, sondern hohe Mengen Fruktose können zudem das Gichtrisiko erhöhen und Übergewicht begünstigen. Experten raten daher, den Verzehr von Fruchtzucker möglichst einzuschränken.

Wer sich gesund ernähren möchte, sollte sich daher an ein paar einfache Regel halten:

  • Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich sind erlaubt.
  • Achten Sie beim Einkaufen darauf, ob Fruchtzucker, Fruktose oder Glukose in der Zutatenliste enthalten sind.
  • Fruchtsäfte sollten nur in Maßen getrunken werden. Es gilt: Ein Glas pro Tag ist gesund. Trinken Sie Fruchtsäfte am Besten als Schorle mit Wasser.
  • Softdrinks und Erfrischungsgetränke mit Fruchtzucker sind meist überflüssig.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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