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Lebensmittel mit Milchsäure: Auch bei Milcheiweißallergie und Laktoseintoleranz geeignet?

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Von: Laura Knops

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Fermentierte Lebensmittel mit Milchsäure sind nicht nur lange haltbar, sondern unterstützen auch die Darmfunktion. Doch ist Milchsäure auch für Menschen mit Laktoseunverträglichkeit und Milcheiweißallergie geeignet?

Mönchengladbach – Menschen mit einer Milcheiweißallergie oder Laktoseintoleranz müssen auf Milch und Milchprodukte weitestgehend verzichten. Obwohl viele Lebensmittel eigentlich keine Milch enthalten, sind Betroffene beim Blick auf die Zutatenliste häufig irritiert. So enthalten Nahrungsmittel wie Sauerkraut, Tomatensaft und Kekse, aber auch einige Fertigprodukte und Soßen Milchsäure. Anders als der Name vermuten lässt, hat Milchsäure allerdings bis auf ihren Namen nichts mit Milch zu tun.

Milchsäure bei Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie: Für wen sind fermentierte Produkte geeignet?

Wer unter einer Milcheiweißallergie oder Laktoseintoleranz leidet, muss laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) keinesfalls auf Nahrungsmittel mit Milchsäure verzichten. Zudem ist Milchsäure auch für eine vegane Ernährung geeignet*. Milchsäure bildet sich bei der Fermentation von Lebensmitteln. Diese wird deswegen auch milchsaure Vergärung genannt. So kommt Milchsäure natürlicherweise in fermentierten Produkten wie Sauerkraut oder Kimchi vor. Aber auch in Tomatensaft und Bier sowie einigen Fertigprodukten und Soßen ist Milchsäure zu finden.

Diese Lebensmittel enthalten Milchsäure:

Milchsäure bei Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie: Das passiert bei der milchsauren Vergärung

Milchsäure zählt zu den natürlichen Konservierungsmitteln. Als Konservierungsstoff hat Milchsäure eine lange Tradition. Bereits seit Jahrhunderten wird das Einlegen von Lebensmitteln genutzt, um verderbliche Nahrungsmittel und Gemüse länger haltbar zu machen.

Um den Fermentationsprozess in Gang zu setzen, wird dazu zunächst das rohe, gereinigte Gemüse fein geschnitten und gesalzen. Anschließend wird das Gemisch in einem verschließbaren Gefäß eingestampft und luftdicht abgedeckt. Milchsäurebakterien, die sich auf dem Gemüse befinden, wandeln nun die Kohlenhydrate aus den Lebensmitteln in Milchsäure um. Die Milchsäure ist damit das Endprodukt der Milchsäuregärung.

Milchsäure bei Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie: So gesund ist Milchsäure

Gerade in der Lebensmittelindustrie wird Milchsäure häufig zur Konservierung oder als Geschmacksverstärker eingesetzt. In der Zutatenliste ist es daher meist unter der E-Nummer E-270 zu finden. Obwohl Milchsäure eigentlich als sehr gesund gilt, sind in verarbeiteten Nahrungsmitteln leider meist nur noch wenige Milchsäurebakterien vorhanden. Denn werden Lebensmittel erhitzt oder pasteurisiert, töten die Vorgänge in der Regel auch die gesunden Bakterien ab.

Besonders frisch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kimchi sind für die Darmgesundheit förderlich. Fermentiertes Gemüse enthält eine Vielzahl an lebendigen Milchsäurebakterien, die nicht nur während der Milchsäuregärung aktiv sind, sondern auch für eine ausgeglichene Verdauung sorgen. *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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