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Raclettekäse: Darum ist der Käse auch bei Laktoseintoleranz erlaubt

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Von: Laura Knops

Es sind zwei gefüllte Raclette-Pfännchen zu sehen (Symbolbild).
Für jeden etwas dabei - auch für Laktoseintolerante ist Raclette geeignet (Symbolbild). © imago images / Shotshop

Raclette ohne Käse? Wer wegen einer Allergie oder Intoleranz keine Milchprodukte essen kann, muss nicht zwingend auf das traditionelle Gericht verzichten. Wie der Klassiker ganz ohne Käse gelingt und welche Alternativen es gibt.

München – Raclette gehört zu den absoluten Klassikern an besonderen Tagen, zum Beispiel an Silvester. Nicht nur ist das gesellige Essen schnell vorbereitet, auch ist für jeden Geschmack etwas dabei. Raclette ist vor allem auch deshalb so beliebt, weil sich jeder seine eigene Kreation zusammenstellen kann. Kompliziert wird es erst, wenn Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie am Tisch sitzen. Denn wer keine Milchprodukte isst oder sich vegan ernährt, muss auf die Hauptzutat beim Raclette verzichten: den Käse. Erfahren Sie, wie der Silvesterklassiker ganz ohne Käse gelingt und welche laktosefreien Alternativen für den Tischgrill geeignet sind.

Raclette an Silvester: Warum der Klassiker auch bei Laktoseintoleranz erlaubt ist

Obwohl Raclette quasi nur aus Käse besteht, müssen Menschen mit Laktoseintoleranz nicht auf den leckeren Geschmack verzichten. Denn was viele nicht wissen: Raclette-Käse ist von Natur aus laktosefrei*. Das liegt vor allem an der Herstellung des Käse-Klassikers. Während des Reifeprozesses bauen zugesetzte Milchsäurebakterien den in der Milch natürlich enthaltenen Milchzucker nach und nach ab. Nach drei Monaten Reifung ist der Käse gemäß den Kriterien der schweizerischen Verordnung für Speziallebensmittel laktosefrei. Wer auf Laktose normalerweise mit Verdauungsbeschwerden und Bauchschmerzen reagiert, kann den Raclette-Käse und gereifte Milchprodukte laut Experten des Helmholtz Zentrum Münchens daher ohne schlechtes Gewissen verzehren. Bei welcher Menge Laktose der Körper reagiert, ist jedoch bei jedem Patienten verschieden*, wie merkur.de berichtet. Nur Menschen, die allergisch auf Milcheiweiß sind, dürfen auch beim Raclette keine Ausnahme machen. Anders als die Laktose baut sich das Eiweiß nicht ab.

Raclette an Silvester: Selbstgemachter „Käse“ ganz ohne Milch

Wer keinen Käse isst, muss nicht auf einen gemütlichen Raclette-Abend verzichten. Denn mittlerweile gibt es in den meisten Supermärkten und Bioläden zahlreiche Alternativen zu kaufen. So haben viele Hersteller veganen Käse in ihrem Angebot. Die Hauptzutaten bei pflanzlichen Käse-Alternativen sind dabei meist Kokosfett, Lupinen oder Nüsse.

Auch lässt sich laktosefreier Käse wie Camembert oder Mozzarella ganz einfach selbst zubereiten. Dazu benötigt man lediglich ein paar Zutaten wie Cashews, Pilzkulturen, Flohsamenschalen und Zitronensaft. Hefeflocken geben dem Käse zusätzliche Würze. Wer den veganen Käse zu Hause zubereiten möchte, kann das bereits einige Tage vorher machen. Die meisten selbst gemachten Käse-Alternativen und Soßen halten sich im Kühlschrank in der Regel einige Tage.

Raclette an Silvester: Gemüse bringt Abwechslung ins Pfännchen

Eine ordentliche Auswahl an frischen Gemüsesorten gehört zu jedem Raclette-Essen dazu. Neben Pilzen und Tomaten eignen sich auch Paprika und Mais bestens für die Grillpfannen. Auch eingelegte Zutaten wie Gurken oder Jalapeños passen gut.

Diese Gemüsesorten sollten Sie außerdem probieren:

Auch Kartoffeln dürfen bei einem Raclette-Abend auf keinem Fall fehlen. Denn gekochte Kartoffeln gehören zu den absoluten Klassikern im Raclette-Pfännchen. So besteht das traditionelle Raclette in der Schweiz nur aus Käse und Kartoffeln. Wem das zu langweilig ist, der kann verschiedene Sorten ausprobieren. So unterscheiden sich rote, lila und gelbe Kartoffeln nicht nur in der Farbe, sondern auch im Geschmack. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Rekationsnetzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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