Es ist eine Tafel Schokolade mit Nüssen zu sehen (Symbolbild).
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Wer keine Laktose verträgt, muss nicht zwangsläufig auf Schokolade verzichten (Symbolbild).

Ernährung bei Laktoseintoleranz

Milchschokolade ohne Milch: Welche laktosefreie Schokolade besonders cremig ist

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Wer aufgrund einer Laktoseintoleranz keine oder nur sehr geringe Mengen Milchzucker zu sich nehmen kann, muss meist auch auf die geliebte Milchschokolade verzichten. Welche laktosefreien Sorten trotzdem erlaubt sind und welche Schokolade besonders cremig ist.

Luckau – Auch Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz wollen ab und zu naschen: Auf die geliebte Schokolade müssen sie jedoch nicht verzichten. Denn mittlerweile gibt es zahlreiche laktosefreie Alternativen zu kaufen. Welche Sorten für eine laktosefreie und vegane Ernährung geeignet sind und welche Schokolade besonders cremig ist.

Milchschokolade ohne Milch? Darum sollten Sie Milch bei einer Laktoseintoleranz meiden

Wer unter einer Laktoseintoleranz leidet, bei dem machen sich meist schon nach ein paar Stücken Milchschokolade, Verdauungsbeschwerden und Bauchschmerzen bemerkbar. Schuld daran ist der in der Milch enthaltene Milchzucker, auch Laktose genannt*. Betroffene können diesen meist gar nicht oder nur in kleinen Mengen verdauen. Nehmen sie Lebensmittel mit Milch zu sich, wandert die Laktose unverdaut in den Dickdarm. Dort entstehen neben Laktat auch Methan und Wasserstoff, die für die unangenehmen Beschwerden verantwortlich sind.

Milchschokolade ohne Milch? Bitterschokolade ist laktosefrei

Wer keine oder nur sehr wenig Laktose verträgt, muss jedoch nicht sein Leben lang auf Schokolade verzichten. Denn was viele nicht wissen: Bitterschokolade ab einem Kakaogehalt von mindestens 60 Prozent enthält von Natur aus keine Milch und kann daher auch bei einer Laktoseintoleranz oder Milchallergie ohne Probleme verzehrt werden. So wird Schokolade erst durch den Zusatz von Milch für viele Menschen unverträglich.

Betroffene mit einer schweren Form der Laktoseintoleranz sollten zur Sicherheit besser auf laktosefreie Produkte zurückgreifen. So können manche Bitterschokoladen Spuren von Milchzucker enthalten. Vielen Verbrauchern ist dunkle Schokolade zudem zu bitter im Geschmack

Milchschokolade ohne Milch? So cremig ist die laktosefreie Schokoladenalternative

Laktosefreie Schokolade enthält statt Kuhmilch häufig pflanzliche Milchalternativen wie Hafer-, Mandel- oder Reismilch. Auch Pulver aus Reis, Mandeln oder Soja wird der Schokolade oft zu gefügt. Doch vielen Verbrauchern fehle bei milchfreier Schokolade die zarte Textur, wie ein Experte gegenüber dem Business Insider verriet. So ist Kuhmilch nicht nur ein beliebter Geschmacksträger, sondern sorgt auch für eine cremige Konsistenz.

Um den Geschmacksträger Milchfett möglichst naturgetreu zu imitieren, greifen einige Hersteller zudem zu pflanzlichen Proteinen. So kann Eiweiß aus Erbsen die Textur der Schokolade verbessern. Dazu wird das Protein aus der Erbse extrahiert und dann zu Pulver verarbeitet. Damit die pflanzliche Schokolade dann wie echte Milchschokolade schmeckt, muss allerdings das Verhältnis von Proteinen, Fett und Kakaoanteil optimal ausgeglichen sein. Doch schmeckt die laktosefreie und vegane Schokolade auch?

Milchschokolade ohne Milch? Viele Zusatzstoffe in laktosefreier Milch

„Eine vegane Tafel kann auf jeden Fall gut schmecken“, erklärt der Chocolatier Alexander Martin, Geschäftsführer des Luckauer Schokoladenherstellers Edelmond, in einem Interview mit dem Business Insider. Einzig den hohen Anteil an künstlichen Zusatzstoffen, die für den Schmelz verantwortlich sind, sieht der Chocolatier als bedenklich an. „Die Cremigkeit von einer Milka Schokolade gibt es deshalb bei uns nicht“, so Alexander Martin. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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