Es ist ein Glas Mandelmilch und Mandeln zu sehen (Symbolbild).
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Pflanzliche Milchalternativen wie Mandelmilch sind nicht nur gesund, sondern auch ganz einfach selber herzustellen (Symbolbild).

Pflanzendrink als Milchersatz

Mandelmilch: So gesund ist die gluten- und laktosefreie Milchalternative

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Mandelmilch als gluten- und laktosefreier Milchersatz: Für Menschen mit einer Milcheiweißallergie oder Laktoseintoleranz sind Pflanzendrinks eine gute Alternative zu Kuhmilch. Doch wie gesund ist Mandelmilch wirklich?

Berlin – Wer aufgrund einer Unverträglichkeit oder Allergie keine Milch verträgt, greift gerne zu pflanzlichen Alternativen. Auch bei Veganern und gesundheitsbewussten Verbrauchern erfreuen sich Milchersatzprodukte immer größerer Beliebtheit. Neben Soja-, Hafer- und Reismilch gilt Mandelmilch aufgrund seines nussigen Geschmacks dabei zu den beliebtesten Ersatzprodukten. Vegan, laktose- und glutenfrei: Mandeldrinks scheinen im Vergleich zu anderen Milchalternativen einige Vorzüge zu haben. Aber wie gesund ist der Pflanzendrink aus Mandeln wirklich?

Mandelmilch: So gesund ist die Milchalternative ohne Gluten und Laktose

Anders als Kuhmilch sind die meisten pflanzlichen Drinks laut der europäischen Allergiestiftung (ECARF) weitestgehend frei von potenziell allergenen Stoffen. Mandelmilch enthält weder Laktose noch Milcheiweiß und ist daher für Menschen mit Laktoseintoleranz und einer Milcheiweißallergie bestens geeignet. Mandelmilch ist zudem glutenfrei und kann sich daher auch bei einer Glutenunverträglichkeit ohne Probleme verzehrt werden.

Auch geschmacklich kann Milch aus Mandeln überzeugen: Mandelmilch gilt aufgrund seines nussigen Aromas als schmackhafte Alternative zum Backen und Kochen. Egal ob im Müsli, Kaffee oder in Desserts die pflanzliche Milch lässt sich vielseitig verwenden. Doch Mandelmilch ist keinesfalls eine ganz neue Erfindung. In der mediterranen Küche ist das Getränk bereits seit einigen Jahrhunderten bekannt. Seitdem hat sich allerdings bei der Herstellung kaum etwas verändert.

Mandelmilch: So wird der Milchersatz hergestellt

Hergestellt wird Mandelmilch aus gerösteten Mandeln, Wasser, Pflanzenöl und etwas Salz. Da Mandeln nicht zu den Ölsaaten gehören, enthalten sie zu wenig Fett, um ausgepresst zu werden. Mandelmilch besteht daher vielmehr aus sehr fein geriebenen Mandeln und Wasser. Dazu werden die Mandeln zuerst zerkleinert und mit Wasser vermengt. So können die Nüsse einweichen und die milchige Konsistenz entstehen. Anschließend wird die Mischung gefiltert und je nach Sorte gesüßt. Abhängig vom Mischverhältnis unterscheiden sich die Mandeldrinks dabei nicht nur in der Farbe, sondern auch im Geschmack. Übrigens: Nicht nur Mandelmilch lässt sich ganz einfach selber herstellen, auch für Hafermilch brauchen Sie nur wenige Zutaten*, wie merkur.de berichtet.

Mandelmilch: Inhaltsstoffe und Nährwerte

Gesunde Fette, pflanzliches Eiweiß, Vitamine, Ballaststoffe und wichtige Mineralien – Mandeln gelten als besonders nahrhaft und sollen sogar beim Abnehmen helfen. Doch obwohl die Nüsse viele gesunde Nährstoffe enthalten, sind diese in der aus den Mandeln hergestellten Milch kaum noch vorhanden. Denn Mandelmilch aus dem Supermarkt besteht nur zu etwa drei bis sieben Prozent aus frischen Mandeln. Vielen Produkten werden daher Mineralstoffe wie Kalzium zugesetzt.

Im Gegensatz zu Kuhmilch besitzt Mandelmilch jedoch deutlich weniger Kalorien. Mit nur 40 Kilokalorien pro 100 Milliliter ist sie die kalorienärmere Variante zu herkömmlicher Milch. Noch besser sieht die Bilanz für ungesüßte Mandelmilch aus: Diese hat nur etwa 13 bis 22 Kilokalorien pro 100 Milliliter. Damit gehört der Pflanzendrink zu den besonders „leichten“ pflanzlichen Milchalternativen.

Durchschnittlich enthalten 100 Milliliter Mandelmilch folgende Nährwerte:

  • Kalorien: 13 bis 40 Kilokalorien
  • Kohlenhydrate: 1 Gramm
  • Protein: 1 Gramm
  • Fett: 2 Gramm

Mandelmilch: Geschmackvolle Alternative mit schlechter Umweltbilanz

Mandelmilch gilt zwar als eine der leckersten Milchalternativen auf dem Markt – leider hat der Pflanzendrink jedoch auch die schlechteste Ökobilanz. Denn Mandeln benötigen nicht nur sehr viel Wasser, um zu wachsen, sondern werden auch in einer Region mit chronischem Wassermangel angebaut. So liegen die größten Anbaugebiete für Mandeln im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Zudem sind die Plantagen auf Bienenvölker angewiesen, die die Mandelbäume bestäuben. Doch Pestizide und Krankheitserreger machen den Bienen das Leben immer schwerer. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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