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Weihnachtsplätzchen: Viele Backzutaten lassen sich bei Allergien und Unverträglichkeiten ersetzen

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Von: Jasmina Deshmeh

Ein Kind mit rotem Pullover sticht Plätzchen mit einer Glocken-Form aus ausgerolltem Teig aus (Symbolbild).
Plätzchen enthalten häufig viele Nahrungsmittelallergene und Zutaten, die Unverträglichkeiten auslösen können. Wer selber backt, kann sie in vielen Fällen ersetzen (Symbolbild). © imago images / STPP

Plätzchen gehören zu Weihnachten dazu. Damit es bei Allergien und Unverträglichkeiten nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt, sollten Betroffene die Naschereien möglichst selbst backen und dabei unverträgliche Zutaten ersetzen.

Frankfurt am Main – Süße Leckereien wie Lebkuchen und Plätzchen gehören zur Weihnachtszeit einfach dazu. Wer an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder einer Nahrungsmittelallergie leidet, für den kann der Griff in die Plätzchendose allerdings unangenehme Folgen haben. Denn in den süßen Naschereien stecken häufig zahlreiche Allergene sowie Inhaltsstoffe, die Unverträglichkeiten auslösen können wie Laktose, Gluten und Fruchtzucker. Damit es nicht zu Verdauungsbeschwerden oder Allergie-Symptomen wie Schwellungen, Rötungen und Atemnot kommt, sollten Betroffene Plätzchen möglichst selbst backen. Denn viele klassische Plätzchen-Zutaten lassen sich problemlos durch verträglichere ersetzen.

Plätzchen bei Allergien und Unverträglichkeiten: Dieses Gebäck kommt ohne Mehl, Milch und Ei aus

Die Rezeptur vieler Plätzchensorten kommt ganz ohne Nahrungsmittelallergene wie Ei, Milch und Gluten aus. Die Verbraucherzentrale Hessen empfiehlt dazu beispielsweise Mürbeteig, da es sich dabei um einen festen Teig handelt, der keine Lockerungsmittel benötigt. Wer Gluten nicht verträgt, kann Weizen oder Roggenmehl durch glutenfreies Mehl ersetzen oder mehlfreie Plätzchen backen, wie zum Beispiel Zimtsterne oder Makronen.* Eine Alternative sind auch leckere und schnellgemachte Schokocrossies. Dazu Cornflakes mit geschmolzener Kuvertüre vermengen und in kleinen Häufchen auf Backpapier auskühlen lassen. Auch lecker: Vegane Nuss- oder Dattelkugeln mit Kakao oder Lebkuchengewürz und (laktosefreiem) Schokoladenüberzug.

Plätzchen bei Allergien und Unverträglichkeiten: Ersatz für glutenhaltiges Mehl und Milchprodukte

Bei Plätzchen, die nicht ohne Milch, Ei oder Mehl auskommen, lassen sich die unverträglichen Zutaten oft ersetzen. Wer von einer Glutenunverträglichkeit oder einer Zöliakie betroffen ist, kann glutenhaltiges Weizenmehl durch glutenfreie Varianten ersetzen. Allerdings erfordert das Backen ohne Gluten etwas Übung, da das Klebereiweiß auch als Back- und Bindemittel dient. Mögliche Alternativen sind:

Bei einer Laktoseintoleranz oder einer Milcheiweißallergie kann Kuhmilch durch Pflanzendrinks ersetzt werden, etwa Soja-, Hafer-, Reis- oder Mandelmilch. Bei Joghurt oder Quark gibt es mittlerweile zahlreiche laktosefreie Varianten im Handel. Alternativ lässt sich auch mit Sojajoghurt oder anderen pflanzlichen Alternativen experimentieren. Butter kann durch Kokosöl, Margarine oder Soja-Sahne ersetzt werden. Einige Backwaren gelingen auch mit Pflanzenöl.

Plätzchen bei Allergien und Unverträglichkeiten: Diese Zutaten ersetzen Eier und Nüsse

Nussallergiker, die keine Hasel- oder Walnüsse vertragen, können auf Kokosraspeln, Amaranth, Sesam oder Mandeln zurückgreifen. Wer gegen Mandel allergisch ist, sollte das in der Weihnachtszeit beliebte Marzipan in jedem Fall meiden. Hier bietet sich laut Verbraucherzentrale als Alternative Persipan an. Dabei handelt es sich um eine süße, marzipanähnliche Masse aus Aprikosen- oder Pfirsichkernen.

Eier lassen sich durch Apfelmus (75 Gramm pro Ei) oder eine halbe zerdrückte Banane ersetzen.* Zudem bieten viele Supermärkte Ei-Ersatzpulver aus Maisstärke und Lupinenmehl an. Die charakteristische gelbe Farbe des Eigelbs ersetzt Safran. *merkur.de und 24garten.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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