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Sorbitintoleranz: Welche Lebensmittel Betroffene vermeiden sollten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jasmina Deshmeh

Eine Frau nimmt eine Tomate aus dem Gemüseregal im Supermarkt (Symbolbild).
Tomaten und Bananen können Menschen mit Sorbitintoleranz meist gut vertragen (Symbolbild). © Andrà s Benitez/www.imago-images.de

Sorbitintoleranz: Mit der richtigen Ernährung kann Verdauungsbeschwerden vorgebeugt werden. Lesen Sie, welche Lebensmittel Betroffene meiden sollten.

Mönchengladbach – Der Zuckeralkohol Sorbit versteckt sich in vielen natürlichen und verarbeiteten Lebensmitteln und kann bei Betroffenen mit Sorbitintoleranz unangenehme Verdauungsbeschwerden hervorrufen. Die einzige Möglichkeit, die Unverträglichkeit zu behandeln, ist, sorbithaltige Lebensmittel im Alltag zu meiden oder zumindest zu reduzieren. Lesen Sie, welche Lebensmittel für Menschen mit Sorbitintoleranz geeignet sind - und welche sie unbedingt meiden sollten.

Sorbitintoleranz: Ursache und Symptome

Bei einer Sorbitintoleranz (auch Sorbitmalabsorption oder Sorbitunverträglichkeit) kann der Dünndarm den Zuckeralkohol Sorbit nicht oder nur teilweise verwerten. Sorbit gelangt dadurch in den Dickdarm, wo er von Bakterien der Darmflora zersetzt wird. Bei diesem Gärprozess entstehen Gase wie Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff, die zu unangenehmen Verdauungsbeschwerden führen können. Typische Symptome einer Sorbitintoleranz nach dem Verzehr sorbithaltiger Lebensmittel sind:

Bei Verdacht auf eine Sorbitintoleranz sollten Betroffene ihr Essverhalten und auftretende Beschwerden in einem Symptomtagebuch notieren. So können mögliche Zusammenhänge aufgezeigt und anschließend bei der Anamnese mit einem Arzt besprochen werden. Zur Diagnose führt der Arzt außerdem einen Wasserstoff-Atemtest (H2-Test) durch. Wird eine Sorbitintoleranz diagnostiziert, müssen Patienten ihre Ernährung umstellen.

Sorbitintoleranz: Ernährung umstellen

Eine Sorbitintoleranz ist nicht heilbar. Betroffenen bleibt nur die Möglichkeit, auf sorbithaltige Lebensmittel zu verzichten. Um einer Mangelernährung vorzubeugen, sollte die Ernährungsumstellung immer von einem Arzt oder einem geschulten Ernährungsberater betreut werden. Ernährungsberater finden Patienten beispielsweise über den Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) mit Sitz in Mönchengladbach.

Die Toleranzschwelle ist dabei von Patient zu Patient verschieden. Während einige Betroffene schon bei kleinsten Mengen Sorbit Symptome zeigen, können andere kleine Mengen des Zuckeraustauschstoffs vertragen. In der Regel empfehlen Experten, zunächst vier Wochen lang gänzlich auf sorbithaltige Lebensmittel zu verzichten. Hat sich der Darm erholt, können Patienten mit kleinen Mengen testen, welche Nahrungsmittel sie vertragen und diese schrittweise in den Speiseplan integrieren.

Sorbitintoleranz: Diese Lebensmittel sollten Sie meiden

Sorbit kommt natürlicherweise in vielen Obst- und Gemüsesorten vor. Aber auch in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln ist der Stoff als Feuchthaltemittel, Konservierungsmittel oder Trägerstoff enthalten. Als Zusatzstoff wird Sorbit mit der Bezeichnung E 420 auf der Verpackung deklariert. Zudem wird Sorbit als Süßungsmittel in Diabetiker- und Light-Produkten eingesetzt. Lebensmittel, die Sorbit enthalten, sind:

Menschen mit einer Sorbitintoleranz sollten besonders Trockenobst und frisches Steinobst meiden, da beides große Mengen Sorbit enthält. Da Obst beim Trocken viel Wasser verliert, der Sorbitgehalt aber gleich bleibt, ist die Konzentration des Zuckeralkohols bei diesen Lebensmitteln besonders hoch.

Sorbitintoleranz: Diese Lebensmittel enthalten kein Sorbit

Die gute Nachricht ist: Viele frische, unverarbeitete Lebensmittel enthalten kein Sorbit oder nur in so geringen Mengen, dass sie auch von vielen Menschen mit Sorbitintoleranz vertragen werden. Sorbitfreie Lebensmittel bzw. Lebensmittel mit geringem Sorbitgehalt sind:

Sorbitintoleranz: Hilfreiche Tipps für den Alltag

Aufgrund seiner wasserbindenden Eigenschaft wirkt Sorbit ab einer bestimmten Menge bei jedem Menschen abführend. Da der Konsum vom Fertigprodukten zunimmt, wird häufig auch die Toleranzschwelle überschritten. Mit ein paar einfachen Tipps kann der Sorbitgehalt im Essen deutlich reduziert werden:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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