Verschiedene Nudelsorten sind auf einem Tisch angerichtet (Symbolbild).
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Pasta aus Hülsenfrüchten ist für Menschen mit Glutenunverträglichkeit eine schmackhafte Alternative (Symbolbild).

Gesunde Ernährung ohne Gluten

Glutenfreie Pasta aus Linsen, Kichererbsen und Bohnen: Diese 5 Nudelsorten sollte jeder kennen

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Nudeln aus Linsen, Bohnen oder Kichererbsen sind eine gesunde und leckere Alternative. Doch nicht nur bei einer Glutenunverträglichkeit bringen die Pasta-Neuheiten Abwechslung in den Speiseplan.

Mönchengladbach – Egal ob Spaghetti mit Tomatensoße, Tortellini oder Lasagne - Bei Nudeln können viele Menschen nicht widerstehen. Etwa einmal in der Woche landet der italienische Klassiker in deutschen Haushalten auf dem Teller. Damit gehören Nudelgerichte hierzulande zu den Lieblingsspeisen schlechthin. Doch viele Menschen vertragen Pasta aus Weizenmehl oder Eiern gar nicht oder nur schlecht. Schuld daran ist das enthaltene Gluten. Das Klebereiweiß sorgt laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit für entzündliche Veränderungen im Dünndarm. Wer trotzdem nicht auf Nudeln verzichten möchte, kann zu glutenfreien Alternativen aus Linsen, Kichererbsen oder Reis greifen. (Getreidesorten ohne Gluten: Das sind die besten Alternativen zu Weizenmehl, Roggenmehl und Co.)

1. Glutenfreie Nudelsorten: Pasta aus roten und gelben Linsen

Linsen zählen zu den ältesten Nutzpflanzen und sind gleichzeitig die Superfoods unter den glutenfreien Alternativen. Denn die Hülsenfrüchte sind nicht nur reich an Ballaststoffen, sondern liefern auch viel Eiweiß. Das hält lange satt und bringt zudem die Verdauung in Schwung.

Die verschiedenen Linsensorten unterscheiden sich durch ihre Farbe und Größe. Während sich die braunen Tellerlinsen am besten für Suppen und Eintöpfe eignen, werden für die Herstellung von Nudeln vor allem rote und gelbe Linsen verwendet. Die Linsennudeln werden aus gemahlenen Linsen hergestellt und haben meist ein mildes Aroma.

2. Glutenfreie Nudelsorten: Pasta aus Kichererbsen

Kichererbsen enthalten nicht nur sehr viele Vitamine und Mineralstoffe, sondern sind ebenfalls reich an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten. Kichererbsen sind zudem reich an Nährstoffen: Kalzium und Folsäure sind wichtig für die Knochen und Zähne sowie die Zellteilung. Die enthaltenen Ballaststoffe senken den Cholesterinspiegel und schützen damit die Blutgefäße. (Glutenfreies Frühstück: Gesunde Alternativen für Brot, Müsli und Co.)

Nudeln aus Hülsenfrüchten lassen sich nicht nur schnell und einfach zubereiten, sondern können ebenso wie Hartweizennudeln kombiniert werden. Meist hat Pasta aus Kichererbsen einen leicht nussigen Geschmack. Zu lange kochen sollten Nudeln aus Hülsenfrüchten jedoch nicht, sonst werden sie matschig und verklumpen.

3. Glutenfreie Nudelsorten: Pasta aus Erbsen oder Bohnen

Spirelli aus Sojamehl, Penne aus Erbsen und Farfalle aus Mungobohnen - Nudeln aus Erbsen oder Bohnen sind nicht nur vielfältig, sondern auch sehr gesund. Meist bestehen die glutenfreien Nudeln aus dem Supermarkt oder Reformhaus zu hundert Prozent aus den jeweiligen Hülsenfrüchten. Zudem besitzt die Pasta pro 100 Gramm etwa 20 bis 45 Gramm pflanzliches Eiweiß - etwa doppelt so viel wie Hartweizen-Nudeln. Pasta aus Bohnen und Erbsen hat meist einen starken, leicht süßlichen Eigengeschmack und ist daher nicht für jede Soße geeignet. (Ernährung bei Zöliakie: Vorsicht, in diesen Nahrungsmitteln kann Gluten stecken)

4. Glutenfreie Nudelsorten: Glasnudeln aus Reismehl

Asiatische Glasnudeln sind meist aus Reisstärke hergestellt und daher auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet (Symbolbild).

Der Klassiker aus Asien wird schon seit vielen Jahren ohne Gluten hergestellt. Die meisten „Glasnudeln“ bestehen zu Hundert Prozent aus Reismehl und sind daher vollkommen glutenfrei. Auch wenn sie für italienische Gerichte nicht geeignet sind, lassen sich mit den Reisnudeln leckere asiatische Speisen zubereiten. Auch hierzulande werden die vielseitigen Nudeln aus der Asia-Küche daher immer beliebter. Bei der Zubereitung werden die Glasnudeln lediglich mit kochendem Wasser übergossen und dann ganz kurz aufgekocht. Glutenfreie Reisnudeln lassen sich als Beilage zu frischem Gemüse oder in Suppen verwenden.

5. Glutenfreie Nudelsorten: Nudeln aus Buchweizen

Eine weitere Alternative zu Nudeln aus Weizenmehl oder Hartweizengrieß: Nudeln aus Buchweizenmehl. Buchweizen zählt zu den sogenannten Pseudogetreiden. Diese Pflanzenarten sind streng genommen kein Getreide, können aber ähnlich verwendet werden. Da Buchweizen kein Gluten enthält, ist es besonders für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet.

Nudeln aus Buchweizen haben ein leicht nussiges Aroma. Die glutenfreie Pasta ist reich an Nährstoffen wie Magnesium und Zink und ist zudem eine hochwertige Proteinquelle. Auch sind Buchweizennudeln nur wenig Kohlenhydrate enthalten, daher eignen sich die Pasta auch bei einer kohlenhydratreduzierten Ernährung.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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