Quinoa, Hirse, Amaranth - Glutenfreie Getreidesorten sind nicht nur für Menschen mit Zöliakie eine gesunde Option (Symbolbild).
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Quinoa, Hirse, Amaranth - Glutenfreie Getreidesorten sind nicht nur für Menschen mit Zöliakie eine gesunde Option (Symbolbild).

Diese Sorten sollten Sie kennen

Glutenfreies Getreide: Die besten Alternativen zu Weizen-, Roggen- und Dinkelmehl

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Wer unter einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie leidet, verträgt herkömmliche Mehlsorten gar nicht oder nur in kleinsten Mengen. Glutenfreies Getreide bietet eine gesunde und schmackhafte Alternative.

Mönchengladbach – Immer mehr Menschen scheinen Brot, Pizza und Nudeln nicht mehr zu vertragen – oder verzichten freiwillig darauf. Schuld daran ist das enthaltene Gluten. In Lebensmitteln sorgt Gluten dafür, dass der Teig elastisch bleibt. Im Körper kann es jedoch bei manchen Menschen zu entzündlichen Veränderungen im Darm führen. Wer unter einer Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit leidet, verträgt das Eiweiß gar nicht oder nur in kleinen Mengen. Doch auch immer mehr gesunde Menschen verzichten laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) auf glutenhaltige Lebensmittel. Die Auswahl an glutenfreien Getreidesorten ist nicht nur groß, sondern Getreide ohne Gluten ist auch eine gesunde und leckere Alternative zu Weizen, Dinkel und Co.

1. Amaranth: Glutenfreies Getreide aus Amerika

Amaranth gehört zu den wahren Superfoods unter den Getreidesorten. Denn das Getreide liefert neben gesunden Fettsäuren und Ballaststoffen eine ordentliche Portion Eiweiß. So enthalten 100 Gramm Amaranth rund 15 Gramm Proteine. Zudem sind in den Körnern Mineralstoffe wie Eisen, Phosphor, Kalium, Magnesium und Kalzium zu finden. Schon seit den 80er-Jahren ist das Getreide in gepoppter Form hierzulande in den Müslischalen zu finden. Auch gekocht und als Mehl kann Amaranth in der Küche verwendet werden. Was viele nicht wissen: Ursprünglich stammt das Getreide aus Amerika, wo es auch heute noch angebaut wird. So wussten schon die Inka und Azteken, um die wertvollen Inhaltsstoffe des Getreides.

2. Quinoa: Superfood mit Tradition

Auch die Entdeckung des Pseudogetreides Quinoa gehört zu den Errungenschaften der Inkas. Seit mehr als 5000 Jahren wird das glutenfreie Getreide in den Anden bereits angebaut und dort wegen seiner gesunden Nährwerte geschätzt. Es enthält neben komplexen Kohlenhydraten zahlreiche ungesättigte Fettsäuren und pflanzliche Proteine. Auch in Europa ist Quinoa daher mittlerweile sehr beliebt. Meist wird es wie Reis gekocht oder gepufft im Müsli gegessen. Zum Backen eignet sich Quinoa allerdings nicht.

3. Hirse: Gesunde Alternative zu Vollkornprodukten

Eisen, Vitamin B6, Magnesium, Kalium, Zink und Fluor - die Liste der Vitamine und Mineralstoffe, die in der Hirse zu finden sind, ist lang. Kohlenhydrate und pflanzliches Eiweiß machen das Getreide zudem besonders sättigend. Das wussten auch schon die alten Germanen, denn Hirse bedeutet übersetzt aus dem Altgermanischen „Sättigung“. Ungekocht sollte das glutenfreie Getreide allerdings nicht verzehrt werden, denn die Hirse-Körner sind giftig. Als Brei eignet es sich jedoch als gute Alternative zu Vollkornprodukten am Morgen.

4. Haferflocken: Der Klassiker zum Frühstück

Egal ob warm als Porridge oder kalt im Müsli: Haferflocken zählen zu den Klassikern auf dem Frühstückstisch. Auch gemahlen als Mehl bereichern Haferflocken den Speiseplan bei einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie. Haferflocken enthalten neben einer Menge Kohlenhydrate zudem eine gute Portion Eiweiß, Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Magnesium.

Doch aufgepasst! Wer unter einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie leidet, sollte unbedingt darauf achten, dass diese auch tatsächlich „glutenfrei“ sind. Denn obwohl Haferflocken kein Gluten enthalten, kommen sie bei der Produktion häufig mit glutenhaltigem Getreide in Kontakt. Schon kleine Spuren können daher bei Menschen mit Unverträglichkeiten unangenehme Beschwerden verursachen.

5. Buchweizen: Bereits seit dem Mittelalter bekannt

Schon seit dem Mittelalter wird Buchweizen in Deutschland angebaut. Die Pflanze gehört zu den Knöterichgewächsen und ist wie Amaranth und Quinoa ein Pseudogetreide. Nicht nur für Menschen mit Glutenunvertäglichkeit ist Buchweizen geeignet. Aufgrund seiner gesunden Inhaltsstoffe wird dem glutenfreien Pseudogetreide zudem nachgesagt, die Elastizität von Venen und Gefäßen zu schützen. Buchweizen hat einen leicht nussigen Geschmack und kann sowohl als Beilage bei herzhaften Gerichten oder als Nachspeise ähnlich wie Milchreis verspeist werden. Einziger Nachteil: Da Buchweizen kein Gluten enthält, lässt sich aus dem Mehl kein Brot backen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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