Eine Frau putzt sich die Nase mit einem Taschentuch (Symbolbild).
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Nasenduschen lindern allergischen Schnupfen - wenn sie richtig angewendet werden (Symbolbild).

Allergischer Schnupfen

Nasenspülung: Natürliche Linderung bei Allergiesymptomen

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Egal ob bei Heuschnupfen oder einer Erkältung, eine Nasendusche verspricht schnelle Linderung bei Atemwegsbeschwerden. Was Sie bei der Anwendung beachten sollten und wie oft man die Nasenspülung anwenden darf.

Berlin – Egal ob bei einer Erkältung oder einer Allergie: Wer unter einer verstopften oder laufenden Nase leidet, dem kann eine Nasendusche helfen. Denn Nasenspülungen mit Kochsalzlösung sind nicht nur eine kostengünstige Behandlungsmöglichkeit, sondern auch eine wirkungsvolle Ergänzung zur medikamentösen Therapie. Wann eine Nasendusche sinnvoll ist und wie sie durchgeführt wird.

Nasendusche bei Schnupfen: Salz-Wasser-Gemisch macht die Nase wieder frei

Bei der Nasenspülung wird die Nasenschleimhaut mit einem speziellen Salz-Wasser-Gemisch gespült. Schleim, Pollen und Staub werden so aus der Nase befördert. Daher empfiehlt sich eine Nasendusche unter anderem bei Erkältung, Heuschnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung. Das Salzwasser sorgt zudem dafür, dass die Schleimhäute befeuchtet werden. So können Entzündungen gelindert werden.

Heuschnupfen-Patienten können nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) während der Pollensaison die Nasendusche täglich - alleine oder zusätzlich zu anderen Therapien - verwenden. Nimmt die Pollenbelastung ab, kann auf die Reinigung der Nase wieder verzichtet werden. (Nasenspray bei allergischem Schnupfen: Diese Fehler macht fast jeder)

Nasendusche: Anwendung und Durchführung

Bei der Wahl des Salzes für die Nasendusche gibt es grundsätzlich keine besonderen Anforderungen. Neben fertigen Lösungen aus der Apotheke eignet sich auch Speisesalz, sofern es frei von Jod, Fluorid und Trennmitteln ist. Wer die Salz-Wasser-Lösung selber herstellen möchte, greift daher am besten zu Meersalz.

Verschiedene Geräte sind sowohl in der Drogerie als auch in der Apotheke erhältlich. So lässt sich eine Nasendusche laut dem Allergieinformationsdienst des Helmholtz-Zentrum München mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Spray, Pumpe, Vernebler, Spritzflasche oder -kanne durchführen. Meist bestehen sie aus einem Kunststoffbehälter, der mit der Lösung befüllt wird, und einem Nasenaufsatz. (Allergische Reaktionen im Herbst: Diese Allergien haben jetzt Hochsaison)

Allergische Symptome: So wenden Sie die Nasendusche richtig an

Richtig angewendet ist die Nasendusche ein hilfreiches Hausmittel bei Heuschnupfen, Erkältungen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Bei der Durchführung kommt es vor allem auf das optimale Verhältnis zwischen Salz und Wasser an. Denn wird der Lösung zu viel Salz hinzugefügt, kann es zu Reizungen der Schleimhäute kommen.

So sollten Sie vorgehen:

  1. Auflösen: Lösen Sie etwa neun Gramm Salz in einem Liter lauwarmen Wasser auf. Schütteln Sie die Lösung gründlich, damit sich das Salz vollständig auflösen kann.
  2. Anbringen: Setzen Sie den Nasenaufsatz an ein Nasenloch an und beugen den Kopf nach vorne über das Waschbecken.
  3. Mund öffnen: Halten Sie den Mund geöffnet, damit die Flüssigkeit nicht in den Rachen gelangt. Nur so wird der Nasen-Rachen-Raum geschlossen und das Wasser kann von einem Nasenloch über das andere Nasenloch abfließen.
  4. Nach der Anwendung: Reinigen Sie den Behälter nach Gebrauch sorgfältig, damit Keime sich nicht ansiedeln können.

Nasenspülung: Nicht immer sinnvoll

Sind die Schleimhäute in der Nase bereits sehr gereizt und angeschwollen, sollte man auf eine Nasendusche verzichten. Bei einem Schnupfen kann die Spülflüssigkeit nicht richtig abfließen, eine Nasenspülung hilft auch dann nur bedingt. Entzündungen, Vereiterungen oder Nasenbluten gehören ebenfalls zu den Kontraindikationen einer Nasenspülung. (Allergie und Atemwege: Das sind die häufigsten allergischen Symptome)

Umstritten ist, ob die regelmäßige Anwendung der Nasendusche zur Vorbeugung von Infekten hilft. Experten raten zudem davon ab, die Nasenspülung über einen langen Zeitraum zu gebrauchen. Eine dauerhafte Anwendung reizt die Nasenschleimhaut meist stark.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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