Ein Mann hält ein Nasenspray in der Hand (Symbolbild).
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Wer unter Schnupfen oder einer Allergie leidet, greift häufig zu einem Nasenspray (Symbolbild).

Nasenspray richtig anwenden

Nasenspray bei allergischem Schnupfen: Diese Fehler macht fast jeder

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Nasensprays sorgen bei Allergien und Erkältungen für freie Atemwege, doch bei falscher Anwendung drohen Nebenwirkungen. Mit diesen Tipps können Sie bald wieder durchatmen.

  • Nasensprays helfen, bei allergischem Schnupfen und Erkältungen die Nase wieder frei zu machen.
  • Bei falscher Anwendung können jedoch unangenehme Nebenwirkungen die Folge sein.
  • Was Sie beachten sollten, um schnell wieder durchatmen zu können.

München – Verstopfte Nase, Fließschnupfen und entzündete Nasennebenhöhlen? Wer allergisch auf Pollen, Hausstaubmilben oder andere Allergene reagiert, kennt die leidigen Symptome. Schuld an den verstopften Atemwegen sind die Nasenschleimhäute: Bei einer Erkältung oder allergischem Schnupfen schwellen die Schleimhäute in der Nase an und produzieren vermehrt Schleim - das Atmen fällt schwer. Viele greifen dann zu abschwellenden Nasensprays. Die enthaltenen Wirkstoffe verengen die Gefäße in der Nase, die Schleimhaut schwillt ab und Betroffene bekommen wieder Luft. Wichtig ist jedoch die richtige Anwendung des Nasensprays. Mit diesen Tipps können Sie bald wieder durchatmen:

1. Vor dem ersten Gebrauch in die Luft sprühen

Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie mehrmals in die Luft sprühen, bis ein gleichmäßiger Nebel austritt. So kann sich der Wirkstoff in der Nase gleichmäßig auf der Schleimhaut verteilen. Dann den Sprühkopf möglichst gerade in die Nase einführen, sprühen und dabei einatmen. Den Kopf danach kurz in den Nacken legen.

2. Sprühkopf reinigen

Nach jedem Gebrauch den Sprühkopf mit einem sauberen Taschentuch reinigen und wieder gut verschließen - das empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). So können sich Bakterien nicht einnisten. Wird ein angebrochenes Spray nach einiger Zeit wieder genutzt, sollte der Sprühkopf zudem gründlich mit heißem Wasser gesäubert werden.

3. Haltbarkeit überprüfen

Auch bei Nasensprays gilt: Ist das empfohlene Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, sollte das Spray nicht mehr verwendet werden. Zudem raten Experten, Nasensprays, die schon länger herumliegen oder aus der letzten Saison übrig sind, nicht mehr zu verwenden.

4. Nicht zu lange anwenden

Abschwellende Nasensprays sollten maximal drei Mal am Tag über einen Zeitraum von einer Woche lang angewendet werden. Wer die Medikamente zu lange oder zu oft verwendet, läuft laut den Experten des Allergieinformationsdiensts des Helmholtz Zentrum Münchens Gefahr sich an den abschwellenden Effekt des Nasensprays zu gewöhnen. Die Nasenschleimhäute schwellen dann nicht mehr ohne die unterstützende Wirkung des Medikaments ab.

5. Spray nicht mit anderen teilen

Um sich nicht gegenseitig anzustecken, muss auch in Familien auf eine klare Trennung geachtet werden. So sollte jeder sein eigenes Nasenspray haben.

6. Packungsbeilage beachten

Da es sich bei Nasenspray um ein Medikament handelt, sollte vor Gebrauch die Packungsbeilage sorgfältig durchgelesen werden. Dort steht auch, wie lange das Nasenspray nach dem ersten Gebrauch noch haltbar ist.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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