Verschiedene Gemüsesorten liegen auf einem Schneidebrett (Symbolbild).
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Eine gesunde Ernährung ist die Basis für eine gute Verdauung (Symbolbild).

Verstopfung und Bauchschmerzen

Darmgesundheit: Die besten Tipps für eine gesunde Verdauung

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Zucker, Weißmehl und zu viel Fleisch: Die falsche Ernährung kann den Darm aus dem Gleichgewicht bringen. Wer unter Verdauungsbeschwerden leidet, kann mit ein paar Tipps seinem Darm etwas Gutes tun.

  • Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfall und Verstopfung sind für Betroffene meist sehr unangenehm.
  • Verdauungsbeschwerden können verschiedene Ursachen haben, meist steckt jedoch eine falsche Ernährung dahinter.
  • Mit ein paar einfachen Maßnahmen lassen sich die Darmbeschwerden lindern.

Mönchengladbach – Verdauungsbeschwerden sind ein unangenehmes Thema. Dabei leiden viele Menschen regelmäßig unter Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Gerät der Darm aus dem Gleichgewicht, kann das verschiedene Ursachen haben. Nur selten jedoch steckt eine ernstzunehmende Krankheit oder Unverträglichkeit hinter den Symptomen. Vielmehr spielt die Ernährung eine wichtige Rolle für die Darmgesundheit. So beeinflusst nicht nur die Wahl der Lebensmittel die Verdauungsvorgänge im Dünn- und Dickdarm, sondern auch Qualität und Zusammensetzung der Mahlzeiten können sich positiv auf die die Verdauung auswirken.

Tipps bei Verdauungsbeschwerden: Das hilft dem Darm

Diese Lebensmittel beruhigen laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) die Verdauung:

  • Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag - das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Am besten geeignet ist Mineralwasser, aber auch ungesüßte Früchte- und Kräutertees sind erlaubt.
  • Gemüse ist die Basis jeder magenschonenden Ernährung. Die meisten Gemüsesorten sind dabei nicht nur leicht verdaulich, sondern liefern auch zahlreiche Ballaststoffe, die die Verdauung anregen. Besonders darmfreundlich sind Fenchel, Kohlrabi, grüne Erbsen, Blattsalat und Zucchini.
  • Hülsenfrüchte sind zwar sehr gesund, können jedoch bei manchen Menschen Blähungen verursachen. Wichtig ist die richtige Zubereitung von Linsen, Kichererbsen und Co. So sind Hülsenfrüchte meist besser verträglich, wenn sie in Kombination mit einer Fett- oder Eiweißkomponente gegessen werden.
  • Sauermilchprodukte wie Naturjoghurt, Buttermilch, Kefir und Dickmilch enthalten gesundheitsfördernde Bakterien. Diese „guten" Bakterien kräftigen nicht nur den Darm, sondern helfen auch bei Verstopfung und Durchfall. Doch nicht alle Milchprodukte helfen bei Magenbeschwerden. So sind Bakterien wie der Lactobacillus bulgaricus vor allem in Produkten wie Naturjoghurt zu finden.
  • In Kombination mit Fett oder Eiweiß, wie beispielsweise Quark, lindern Obst und Früchte nicht nur Verstopfungssymptome, sondern schützen auch vor Durchfall (Diarrhö). Wer unter Magen-Darm Beschwerden leidet, sollte jedoch möglichst zu reifem Obst mit wenig Säure greifen.
  • Hochwertige Öle wie Lein-, Raps- und Olivenöl liefern dem Körper wichtige Fettsäuren. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren helfen bei Bauchschmerzen oder Durchfall und sollten daher täglich auf dem Speiseplan stehen.
  • Nüsse liefern dem Körper Eiweiß und Fettsäuren. Außerdem enthalten sie neben wichtigen Nährstoffen auch viele Ballaststoffe, welche die Verdauung anregen.
  • Auch Kartoffeln können die Verdauung verbessern. Die enthaltene Stärke wirkt beruhigend und lindert so Magen-Darm-Beschwerden. Gut zu wissen: Pellkartoffeln sind magenschonender als Salzkartoffeln, denn sie enthalten mehr resistente Stärke.
  • Fleisch kann den Verdauungstrakt schnell überfordern. Greifen Sie daher zu mageren Sorten wie Filet oder Steak, vom Rind oder Kalb.
  • Fisch gilt als besonders gesund. Lachs, Hering und Thunfisch enthalten viele gesunde, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die den Bauch beruhigen. Diese Sorten können jedoch aufgrund ihres hohen Fettgehalts bei manchen Menschen auch das Gegenteil bewirken.

Tipps bei Verdauungsbeschwerden: Diese Dinge schaden dem Darm

Diese Lebensmittel sind eher schädlich für die Darm-Gesundheit:

  • Wer seinem Darm etwas Gutes tun möchte, sollte auf Kaffee, Alkohol und zuckerreiche Getränke verzichten. Auch größere Mengen Fruchtsäfte sorgen schnell für einen aufgebähten Bauch.
  • Obst ist zwar sehr gesund, sollte jedoch nicht als isolierte Mahlzeit gegessen werden. Große Mengen Obst auf einmal sind in der Regel nur sehr schwer verdaulich und blähen auf.
  • Von einer kohlenhydratreichen Nahrung ist abzuraten: Große Mengen Brot aus Weißmehl, Nudeln oder Reis können den Darm auf die Probe stellen.
  • Süßigkeiten und Fertiggerichte sind meist stark verarbeitet und enthalten meist nur wenig Nährstoffe. Auch geräuchertes, Paniertes, fettige Fleischstücke und Wurst verlangsamen die Verdauung.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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