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Hexenschuss: Bewegung, Wärme und was sonst noch hilft

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Von: Anna Katharina Küsters

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Ein Hexenschuss fesselt die betroffene Person schneller ans Bett, als ihr lieb ist. Mit der richtigen Versorgung lassen sich die Symptome aber gut lindern.

München – Ein stechender Schmerz und schon geht nichts mehr: Ein Hexenschuss kommt meist ohne Vorwarnung und schränkt die Beweglichkeit stark ein. Die Volkskrankheit kann verschiedene Ursachen haben, oftmals ist es eine dauerhaft falsche Sitzhaltung, zu wenig Bewegung oder eine Reaktion auf andere körperliche Beschwerden und Einschränkungen. Da der Hexenschuss starke Schmerzen zur Folge hat, hilft es, Behandlungsmöglichkeiten zu kennen.

Hexenschuss: Bewegung, Wärme und was sonst noch hilft

Ein Hexenschuss (Lumbago) ist nicht an eine bestimmte Altersgruppe gebunden, auch wenn das Risiko mit höherem Alter natürlich steigt. Es kann also jeden erwischen. Junge Menschen, die ständig schief sitzen und keinen Sport treiben, kommen durchaus auch in den zweifelhaften Genuss der starken Schmerzen. Wichtig zu wissen ist, dass ein Hexenschuss an sich keine Diagnose ist, sondern vielmehr das Symptom beschreibt. Im Fokus steht dabei besonders die Lendenwirbelsäule, denn sie ist in vielen Fällen das Zentrum des Schmerzes. Umgangssprachlich haben es Patienten dann auch „im Kreuz“. In einigen Fällen strahlt der Schmerz dann runter ins Bein, was unter dem Namen Ischialgie läuft. Dabei ist nicht der Ischiasnerv betroffen, sondern einzelne stark gereizte Nervenwurzeln.

Auf der Suche nach der Ursache des Hexenschusses stoßen viele Patienten auf folgende Auslöser:

Daneben können aber auch erkrankte innere Organe den Schmerz auslösen. Besonders wenn Geschlechtsteile, die Nieren oder der Enddarm nicht gesund sind, ist ein Hexenschuss eine mögliche Reaktion des Körpers.

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Hexenschuss: So verhalten Sie sich mit Kreuzschmerzen

Hat es Sie erwischt, dann ist akutes Handeln oft schwierig. Die Rückenschmerzen sind dann so stark, dass es schwerfällt, sich überhaupt zu bewegen. Ein paar Tipps können die Symptome aber etwas lindern und schneller zum Abklingen führen. So empfiehlt es sich beispielsweise, sich auf eine nicht allzu harte Matratze zu legen und den Rücken sowie Kopf auszustrecken. Rollen Sie zwei Handtücher zusammen, das eine legen Sie unter ihren Hals, das andere unter Ihr Kreuz. Die Handtuchunterlage sollte recht flach sein, in etwa handbreit. Ihre Knie und Unterschenkel platzieren Sie dann auf einer weichen Erhöhung, sodass die Beine im 90-Grad-Winkel ruhen können.

Ein Mann sitzt auf einer Couch und reibt sich die untere Ledenwirbelsäule. (Symbolbild)
Wer einen Hexenschuss hat, kann sich nicht mehr gut bewegen. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago

Ständiges Liegen ist jedoch bei Rückenschmerzen auch nicht förderlich, viel mehr ist ein Mix aus Ruhe und Bewegung gut. Es hilft, den Alltag so gut es geht weiterhin zu bewältigen und zwischendrin spazieren zu gehen. Das lockert die Muskulatur und lässt den Schmerz schneller abklingen. Auch ein Wärmekissen auf dem unteren Rücken kann mitunter helfen. Bei den meisten Patienten ist der Hexenschuss nach etwa sieben Tagen vorbei. Haben Sie weiterhin starke Schmerzen oder Kribbeln in den Beinen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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