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Kinesio-Tapes: Was können die bunten Stretchbänder wirklich?

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Von: Laura Knops

Kinesio-Tapes sollen verschiedene Beschwerden lindern und Verletzungen vorbeugen. Wie die bunten Klebebänder wirken und was Sie bei der Anwendung beachten sollten.

München – Farbenfrohe Klebebänder, Kinesio- oder Physiotapes genannt, sollen Schmerzen lindern und Gelenke stabilisieren. Waren die Bänder zunächst nur an Profisportlern zu sehen, zieren sie bereits seit einiger Zeit auch die Körper von Hobbysportlern. Doch können Kinesio-Tapes wirklich die Heilung unterstützen und gar Verletzungen verhindern? Was Sie über Kinesio-Tapes wissen sollten und warum auch Nicht-Sportler von den bunten Tapes profitieren, erfahren Sie hier.

Kinesio-Tapes: Was können die bunten Stretchbänder wirklich?

Ursprünglich stammen die hochelastischen Pflaster aus Japan, wo sie bereits in den 70er-Jahren von dem Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelt wurden. Die Klebebänder bestehen aus fein gewebter Baumwolle, sind atmungsaktiv und wasserdurchlässig. Ein spezieller Kleber sorgt dafür, dass die Tape auch an empfindlichen Hautpartien kleben, ohne sie zu irritieren.

Eine Frau zeigt ihr mit Kinesiotape behandeltes Knie (Symbolbild).
Stretchbänder sollen Gelenke stabilisieren und Schmerzen lindern (Symbolbild). © artursfoto/Imago

Das Kinesio-Tape ist dabei an die Funktionsweise von Haut und Muskeln angepasst. So sorgen die Klebebänder für eine Art Mikromassage im Gewebe, indem sie die Durchblutung anregen und Schwellungen lindern, wie die Sportwissenschaftlerin und Physiotherapeutin Lina Rahlf von der Universität Hamburg im Interview mit Spektrum.de erklärt. Darüber hinaus geben die Tapes den Gelenken Stabilität und unterstützen den Bewegungsapparat.

Kinesio-Tape: Diese Wirkung hat das „Taping“

Durch das „Taping“ wird die Muskulatur und Bewegung weder eingeschränkt noch behindert. Gerade aus diesem Grund sind Kinesio-Tapes unter Sportlern so beliebt. So können die Kinesio-Tapes am gesamten Köper angebracht werden, ohne die betroffene Körperstelle ruhigstellen zu müssen.

Die bunten Klebebänder sollen Verletzungen an Gelenken und Muskeln verhindern, Verspannungen lösen und gleichzeitig Schmerzen lindern. Eingesetzt werden die Pflaster daher bei einer Vielzahl von Verletzungen wie beispielsweise Rückenbeschwerden, Muskelverspannungen, Blutergüssen, Verstauchungen, Haltungsproblemen und instabilen Gelenken. Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung der Pflaster allerdings nicht. Denn obwohl die Praxis auf einen positiven Effekt der Kinesiotapes hindeutet, konnten bisher nur wenige Studien die Wirksamkeit der Klebebänder eindeutig beweisen.

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Kinesio-Tape: Das sollten Sie beachten

Entscheidend bei der Behandlung mit Kinesio-Tapes ist die richtige Positionierung. So sollen die Pflaster dem Verlauf der Muskulatur folgen und beim ersten Mal möglichst von einem Physiotherapeuten oder Arzt angebracht werden. Wer die Klebebänder selber positionieren möchte, muss dabei folgende Punkte beachten:

Doch Vorsicht: Wer eine Allergie gegen Klebstoff, offene Wunden, Sonnenbrand oder akut unter Hauterkrankungen leidet, sollte auf die Klebestreifen besser verzichten. Auch bei Außenbandverletzungen, bei denen der Bewegungsapparat ruhig gestellt werden muss, sind die Tapes wenig geeignet*. Beim anschließenden Aufbau-Training können Sportler die Tapes jedoch wiederum unterstützend einsetzen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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